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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Informationsstele zur Geschichte der ehemaligen Freiherr-von-Forstner-Kaserne

Kanalweg 52


Aufnahme Stadtarchiv 2021

Aufnahme Stadtarchiv 2021


 

Aufnahme Stadtarchiv 2021

Aufnahme Stadtarchiv 2021


 

Die im April 1938 im Zuge der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Re­mi­li­ta­ri­sie­rung errichtete Kaserne diente nach dem Ende des Zwei­ten Weltkriegs ab 1945 als Rückfüh­rungs­la­ger für Zwangs­ar­bei­te­rin­nen und -arbeiter (Displaced Persons). Über 1.500 ehemalige Zwangs­ar­bei­te­rin­nen und -arbeiter sowie Zwangs­ver­schleppte, vorrangig aus Polen, waren zeitweise in den Ge­bäu­den unter­ge­bracht. Ab Ende der 1940er Jahre diente die Ka­serne als US-Kaserne (Smiley-Barracks). Nach dem US-Truppen­ab­zug 1995 baute die 1997 gegrün­de­te ­Mie­te­rIn­ne­nini­tia­tive Karlsruhe Wohnungs­ge­nos­sen­schaft eG (MiKa) bis 1999 vier ehemalige Gebäude zu Mietwoh­nun­gen um. 2002 folgte der Umbau des ehemaligen Stabs- und Verwal­tungs­ge­bäu­des (­Ka­nal­weg 52) zu einem Kultur- und Gemein­schafts­haus, das die von der Stadt­bi­blio­thek betriebene Ameri­ka­ni­sche Bibliothek, das Kul­tur­haus Mikado, das Restaurant "fünf" sowie das Büro der der MiKa beherbergt.

Die von Mitglie­dern der MiKa nach dem Muster der städti­schen ­In­for­ma­ti­ons­s­te­len gestaltete Stele (Stahl­rah­men Höhe 207 cm, Breite 50 cm mit einer 150 cm hohen Tafel) informiert neben der NS-Geschichte des Komplexes über die Nachkriegs­zeit und seine fried­li­che und soziale Konversion. Die Rückseite geht auf die von Emil Sutor geschaf­fene Figur "Krieger mit Schwert" am Zugang des Areals ein. Die MiKa enthüllte die Stele am 28. Juli 2018 ­an­läss­lich der 20-Jahrfeier ihrer Wohnungs­ge­nos­sen­schaft.


Weiterführende Informationen

Artikel über die Freiherr-von-Forstner-Kaserne im Stadtlexikon Karlsruhe