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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 

Ergebnis der Suche nach 'Kriegsstraße'

1796
Die Stadterweiterung erfordert die Verlegung des Ettlinger Tores nach Süden an das Ende der heutigen Karl-Friedrich-Straße. Es besteht zunächst aus Holz. Vom Ettlinger Tor nach Osten wird die Kriegsstraße angelegt. Ihre Verlängerung nach Westen erfolgt bis 1809/10, nachdem der Markgraf im Jahre 1800 im Tausch Beiertheimer Gemarkung für die Stadt erworben hat.
1827
Eröffnung der "Höheren Töchterschule" mit einer Feier im Großen Rathaussaal. 1829 wird für die Schule ein nach den Plänen Heinrich Hübschs gebautes Schulhaus in der Lindenstraße (heute Kriegsstraße) eröffnet. Am 23. Oktober 1838 wird die Privatschule in eine öffentliche Stadtschule umgewandelt.
September 1841
Beginn der Bauarbeiten für den ersten Bahnhof nach den Plänen von Friedrich Eisenlohr an der Kriegsstraße östlich des Ettlinger Tores.
Friedrich Eisenlohr
Der 1843 eröffnete erste Karlsruher Bahnhof. Der Uhrturm über der Eingangshalle ist noch nicht ausgeführt. Die Kopfbauten des Bahnhofs blieben beim Bau der Markthalle 1934 erhalten und wurden erst 1970 mit dieser abgerissen. StadtAK 8/PBS oXIVa 282
1845
Fertigstellung des Baus eines Militärhospitals (heute Kriegsstraße 103).
29. August 1849
Eröffnung des ersten Waisenhauses in der Stadt nahe dem Karlstor an der Südseite der Kriegsstraße. Seit 1832 war dafür gesammelt worden.
20. Januar 1851
Auf Anregung von Amalie Bader gründen einige katholische Frauen den St.-Vincentius-Verein zum Zweck der Armen- und Krankenpflege. Nach vorübergehender Unterkunft im alten Gewerbehaus (Spitalstraße 31) bezieht der Verein in der Kriegsstraße 49 am 28. August 1861 ein eigenes Haus.
1862
Die Adlerstraße wird zur Kriegsstraße verlängert.
1864
Verlängerung der Hirschstraße über die Sophien- zur Kriegsstraße.
1870
Die Lammstraße wird zur Kriegsstraße verlängert.
1879
An der Kriegsstraße entsteht unter Leitung Josef Durms ein Palais im Stil der italienischen Renaissance im Auftrag des Hoftheaterintendanten Dr. Albert Bürklin. Auf dem Grundstück des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Palais steht heute das Studio Karlsruhe des Süddeutschen Rundfunks.
1890
Gründung eines Katholischen Arbeitervereins. Im Osten der Stadt vor dem Durlacher Tor wird ein Wohn- und Industriegebiet erschlossen. Dort siedeln sich u. a. die Parfümeriefabrik Wolff & Sohn, die Nähmaschinenfabrik Haid & Neu und die Bierbrauerei Hoepfner an. Verlängerung der Kreuzstraße zur Kriegsstraße.
1891
In dem nun für die Öffentlichkeit freigegebenen Erbprinzengarten wird nahe der Kriegsstraße die Nymphengruppe und der naturnah neu angelegte See übergeben. Die Figurengruppe ist von Heinrich Weltring gestaltet, gestiftet wird die gesamte Anlage von Wilhelm Lorenz.
24. September 1893
Enthüllung des Drais-Denkmals an der Kriegsstraße, das vom Deutschen Radfahrerbund gestiftet wurde.
1897
Fertigstellung des Erbgroßherzoglichen Palais an der Kriegsstraße und des Gefängnisgebäudes, beide erbaut nach Plänen von Josef Durm.
1897
Ein Ortsstatut legt fest, dass der Hardtwaldstadtteil und die Zone um die heutige Reinhold-Frank- und die Kriegsstraße, die westliche Stadterweiterung also, von Gewerbe frei bleiben soll. Gründung des Mieter- und Bauvereins. Er kann bis 1911 insgesamt 411 Wohnungen erstellen und damit der Mietteuerung entgegenwirken.
24. Oktober 1898
Der Bürgerausschuss und der Stadtrat entscheiden sich in der umstrittenen Hauptbahnhoffrage für dessen Hochlegung an der alten Stelle an der Kriegsstraße mit Unterführung der Straßen.
22./23. Oktober 1913
Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs südlich des Stadtgartens. Baubeginn war der 10. September 1906. Den Architektenwettbewerb hatte Prof. August Stürzenacker aus Karlsruhe gewonnen. Fast 30.000 Menschen lösten vom 22. - 26. Oktober Bahnsteigkarten, um den neuen Bahnhof zu besichtigen. Mit dem alten Hauptbahnhof an der Kriegsstraße werden auch der am Mühlburger Tor und der in Mühlburg geschlossen.
Der neue Hauptbahnhof im Jahre 1914 vom Lauterberg aus gesehen. StadtAK 8/PBS oXIVa 309
15. Juni 1915
Die Stadt erlebt zwei Tage vor ihrem 200. Gründungstag den ersten Fliegerangriff , der 29 Todesopfer und 58 Verletzte fordert.
Bei dem ersten Luftangriff auf Karlsruhe vom 15. Juni 1915 wurde das Haus Kriegsstraße 51 schwer getroffen. StadtAK 8/PBS oVI 236
22. Juni 1916
Ein Bombenangriff von fünf französischen Flugzeugen fordert 120 Todesopfer und 169 Verletzte. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder, die die Nachmittagsvorstellung eines Zirkus vor dem Ettlinger Tor besuchen. Wie sich später herausstellt, war das eigentliche Ziel des Angriffs der Hauptbahnhof, der auf den veralteten Karten der Franzosen noch an der Kriegsstraße eingezeichnet war, wo er sich bis 1913 befand. Die Bombardierung Karlsruhes gilt als Vergeltung für einen deutschen Bombenangriff auf Bar le Duc, dem 85 Menschen zum Opfer fielen.
Juni 1926
Die Umgestaltung des Marktplatzes erfordert die Verlegung des Karlsruher Wochenmarkts auf den Platz vor dem alten Bahnhof an der Kriegsstraße.
Februar 1929
Das Badische Konservatorium wird zur Badischen Musikhochschule erweitert. Sie ist im Palais Bürklin an der Kriegsstraße untergebracht.
1930
Die Stadt kauft das Gelände des alten Bahnhofs an der Kriegsstraße von der Reichsbahn.
Oktober 1934
Einweihung des "Bannheims" der Karlsruher Hitler-Jugend "Fritz-Körber-Heim" in der Kriegsstraße 57. Die Hitler-Jugend existiert in Karlsruhe seit 1929.
21. Oktober 1934
Einweihung der neuen Markthalle (dreischiffige Stahlbetonkonstruktion) am Platz des alten Hauptbahnhofs an der Kriegsstraße. Erster Markttag ist der 25. Oktober. Die Markthalle wird 1970 für den Neubau des Staatstheaters abgerissen.
Die alte Markthalle am Platz des früheren Hauptbahnhofs. StadtAK 8/PBS oXIVa 1554
23. Juni 1935
Feierliche Enthüllung des Carl-Benz-Denkmal in Anwesenheit der Witwe Berta Benz in der Kriegsstraße. Die 1958 neu geschaffene Büste steht heute in der Beiertheimer Allee.
Carl Benz
4. März 1948
Eröffnung des "Studio Karlsruhe" des Süddeutschen Rundfunks in der Kriegsstraße.
31. Januar 1951
Die Karlsruher Frauenorganisationen bauen Ecke Yorck-/Kriegsstraße ein Heim für ledige Mütter.
7. Mai 1957
Einweihung des neuen Studios des Süddeutschen Rundfunks an der Kriegsstraße am Platz des ehemaligen Palais Bürklin.
12. Dezember 1961
Der Gemeinderat billigt nach fünfjähriger Planung den Karlsruher Verkehrslinienplan. Dieser sieht u. a. den Ausbau der Kriegsstraße, eine Nord- und eine Südtangente, eine nordwestliche Umgehungsstraße für Durlach und eine Neutrassierung der B 36 zwischen Knielingen und Neureut vor.
12. März 1963
Der Gemeinderat beschließt die Verlegung der Denkmäler von Karl Friedrich Drais von Sauerbronn, Carl Benz und Franz Grashof an der Kriegsstraße zwischen Lamm- und Karl-Friedrich-Straße, da diese dem bereits begonnenen Ausbau für den wachsenden Verkehr im Wege stehen. Die Denkmäler finden an der Beiertheimer Allee einen neuen Standplatz.
3. November 1965
Die Unterführung der Kriegsstraße am Ettlinger Tor wird für den Verkehr freigegeben.
29. Juli 1966
Die Fußgängerunterführung am Ettlinger-Tor-Platz und die Unterführung vom Theater zur Kreuzstraße wird eingeweiht. Die Fußgängerbrücke über die Kriegsstraße bei der Lammstraße ist im Bau.
20. Oktober 1972
Die Unterführung der Kriegsstraße am Karlstor ist fertig gestellt.
30. Januar 1982
An der Kriegsstraße werden bis auf die denkmalgeschützte Jugendstilfassade die Gebäude der ehemaligen Brauerei Moninger abgerissen. An ihrer Stelle werden Wohn- und Geschäftsräume gebaut. Die Brauerei Moninger zieht nach Grünwinkel in einen Neubau auf dem Gelände der früheren Brauerei Sinner.
August 1992
Vor dem türkischen Konsulat in der Kriegsstraße kommt es wiederholt zu lautstarken Protesten von Kurden gegen die türkische Kurdenpolitik.
31. Oktober 1996
Beseitigung des Bahnübergangs Wolfartsweierer Straße. Verbunden damit sind der Abbruch des Güterbahnhofs am Rüppurrer Tor und der Baubeginn der Kriegsstraße Ost.
24. September 1998
Freigabe des Verkehrs auf der Kriegsstraße Ost (seit 2007 Ludwig-Erhard-Allee) vom Mendelssohn Platz über den Verkehrskreisel Wolfartsweierer Straße zur Durlacher Allee.
22. September 2002
Beim erneuten Bürgerentscheid votieren die Karlsruher bei einer Wahlbeteiligung von 74 % mehrheitlich (55,6 %) für die vorgeschlagene Kombi-Lösung (U-Strab unter der Kaiserstraße und Kriegsstraßenumbau mit Straßenbahnlinie).