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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 

Ergebnis der Suche nach 'Bahn'

September 1841
Beginn der Bauarbeiten für den ersten Bahnhof nach den Plänen von Friedrich Eisenlohr an der Kriegsstraße östlich des Ettlinger Tores.
Friedrich Eisenlohr
Der 1843 eröffnete erste Karlsruher Bahnhof. Der Uhrturm über der Eingangshalle ist noch nicht ausgeführt. Die Kopfbauten des Bahnhofs blieben beim Bau der Markthalle 1934 erhalten und wurden erst 1970 mit dieser abgerissen. StadtAK 8/PBS oXIVa 282
1842
Gründung der Wagenfabrik Schmieder & Mayer. Sie liefert hauptsächlich Eisenbahnwagen.
10. April 1843
Eröffnung des Personenverkehrs auf der Eisenbahnstrecke Karlsruhe-Heidelberg. Der Güterverkehr wird am 1. Mai aufgenommen. Probefahrten hatten seit dem 1. April stattgefunden. Ab 15. April wird der Postkutschenbetrieb Frankfurt-Karlsruhe eingestellt.
1844
Pferdedroschken vermitteln den Verkehr zwischen dem Bahnhof und verschiedenen Halteplätzen in der Stadt.
1. Mai 1844
Beginn des Eisenbahnbetriebs auf der Strecke nach Rastatt.
1845
Inbetriebnahme der Großherzoglichen Eisenbahnwerkstätten beim Bahnhof.
20. Oktober 1847
Inbetriebnahme der ersten Telegraphenverbindung der Eisenbahn zunächst zwischen Karlsruhe und Durlach. Am 15. Oktober 1851 wird der Telegraph für den öffentlichen Verkehr freigegeben.
8. April 1848
Josef Fickler, einer der badischen Revolutionsführer, wird im Hauptbahnhof verhaftet.
13. März 1857
Erstellung eines Bebauungsplanes der Stadt, der am 2. August vom Stadtrat erlassen wird. Er enthält die Grenzen des Baubezirks der Stadt und bestimmt, dass je nach Bedarf die unbebauten Grundstücke distriktweise zur Bebauung freigegeben werden. Eröffnet wird zunächst die Bebauung zwischen Amalien-, Kriegs- und Karlstraße. Mit der Bebauung des Viertels hinter dem Bahnhof (der heutigen Südstadt) wird in absehbarer Zeit gerechnet.
Stadtplanung
15. April 1858
Eröffnung eines Stadtpostamtes im Direktionsgebäude der Post in der Kreuzstraße. Die früheren Räumlichkeiten im Bahnhof waren nicht mehr ausreichend gewesen. Das Postamt 1 wird am 1. August 1866 in das Haus Friedrichsplatz 1 verlegt.
10. August 1859
Die Bahnlinie Karlsruhe-Wilferdingen wird eröffnet, die Verlängerung nach Pforzheim ist 1861 fertig gestellt.
1860
Anlage der ersten Straße im Bahnhofsviertel, später Südstadt genannt, in dem 1858 schon die ersten Arbeiterwohnungen entstanden waren.
4. August 1862
Die von der Stadt erbaute Eisenbahnlinie Karlsruhe-Maxau wird festlich eröffnet. Die Maxau-Bahn stellt zusammen mit der linksrheinischen Bahnlinie von Winden an den Rhein die für Kohlelieferungen wichtige Verbindung an die Saar her.
8. Mai 1865
Der Güterverkehr über die am 22. April fertig gestellte Eisenbahn-Schiffsbrücke über den Rhein wird aufgenommen. Am 1. Juli beginnt auch der Personenverkehr. Diese Brücke bei Maxau ist die erste dieser Art in Deutschland.
4. August 1870
Eröffnung des Betriebs der Rheintalbahn zwischen Mannheim und Karlsruhe. Sie mündet beim Mühlburger Tor in die Maxau-Bahn. Über die Einmündung der Rheintalbahn in das bestehende Schienennetz westlich oder östlich von Karlsruhe war ein heftiger Meinungsstreit entstanden.
4./6. August 1870
An diesen Tagen ist in Karlsruhe der Kanonendonner der Schlachten bei Weißenburg zu hören, die mit deutschen Siegen enden.
Kriegslazarett in der Maschinenhalle der Straßenbahnwerkstätte in Karlsruhe, 1870/71.
StadtAK 8/PBS oVI 152
1873
An der Ettlingerstraße werden die Eisenbahnschienen durch einen Fußgängersteg überbrückt. Die Klagen über Störungen und Gefahren für den Verkehr nehmen jedoch weiter zu. Der Steg wird 1889 wieder abgerissen.
1875
Fertigstellung des Gebäudes der Generaldirektion der Großherzoglich Badischen Staatsbahn in der Lammstraße am Friedrichsplatz.
Der neugeschaffene Friedrichsplatz mit dem Sammlungsgebäude (Bibliothek und Naturkunde) und dem Gebäude der Generaldirektion der Badischen Eisenbahnen.
StadtAK 8/PBS oXIIIb 47
21. Januar 1877
Eröffnung der Pferdebahn vom Durlacher Tor zum Mühlburger Tor, der im Mai die Inbetriebnahme der Strecke Marktplatz-Bahnhof folgt und im September die nach Mühlburg. Die Konzession für den Bahnbetrieb hat die Stadt dem Bremer Ingenieur Karl Westenfeld für 50 Jahre übertragen.
1879
Die Lumpenverwertungsfirma Vogel & Schnurmann verlegt ihren Betrieb von Muggensturm nach Karlsruhe. 1899 eröffnet die Firma neue Betriebsgebäude am Westbahnhof.
14. Oktober 1879
Die Kraichgaubahn nach Eppingen wird in Betrieb genommen.
1880
Das seit 1863 bestehende städtische Rheinbad bei Maxau, beliebtes Ausflugsziel mit der Maxau-Bahn, wird völlig umgebaut und modernisiert.
16. Juli 1881
Zwischen Durlacher Tor und Durlach nimmt eine Dampfbahn den Betrieb auf. Sie benötigt für die 3,7 km lange Strecke 13 Minuten. Um die gleiche Zeit wird die zwischenzeitlich geschlossene Pferdebahn-Strecke Marktplatz-Bahnhof wieder eingerichtet.
1885
Die anhaltenden Diskussionen um die Verbesserung der Verkehrssituation am Hauptbahnhof führen zur Anlage eines Fußgängertunnels am Rüppurrer Tor (1885) und am Ettlinger Tor (1886).
26. November 1888
Gründung der Bürger-Gesellschaft in der Südstadt. Sie ist der erste Bürgerverein eines Karlsruher Stadtteils. Er soll die Interessen des Stadtteils, der durch die Bahnlinie und die langen Schließungszeiten der Bahnübergänge von der Stadt abgetrennt ist, gegenüber den Behörden wahrnehmen.
April 1889
Die Stadtverwaltung übernimmt die Straßenreinigung und die Hausmüllabfuhr in eigene Regie. Die Müllablagerung erfolgt südlich des Gasversorgungswerks II. Der entstandene Hügel wird später beim Bau der neuen Bahnlinie für die Aufschüttung des heutigen Messplatzes verwendet.
19. August 1889
Kaiser Wilhelm II. kommt erstmals nach Karlsruhe und wird u. a. von 20.000 ehemaligen badischen Soldaten, die freie Fahrt mit der Eisenbahn nach Karlsruhe erhielten, festlich empfangen. Bis 1914 kommt der Kaiser noch 30 mal in die Residenzstadt.
25. Mai 1890
Im Stadtgarten wird das Schwarzwaldhaus eröffnet und die Radfahrerbahn eingeweiht.
Das Schwarzwaldhaus im Stadtgarten am Lauterberg vor 1896, rechts ein Stück der Radrennbahn um den See. Das Schwarzwaldhaus wurde 1944 durch Bomben zerstört.
StadtAK 8/PBS oXIIIc 225
6. Oktober 1890
Die Lokalbahn Durmersheim-Spöck, eine dampfgetriebene Schmalspurbahn, eröffnet den Betrieb Durmersheim-Karlsruhe. Die Strecke Karlsruhe-Spöck wird am 29. Januar 1891 eingeweiht.
August 1891
Mit der Fertigstellung der von der Eisengießerei Seneca hergestellten Hirschbrücke über die Bahnlinie wird die Weiterführung der Hirschstraße nach Süden ermöglicht.
2. Juli 1898
Die Nahverkehrsbahn über Ettlingen in das Albtal erreicht Herrenalb. Die Seitenstrecke über Ittersbach, Brötzingen nach Pforzheim ist am 2. Juli 1901 fertig gestellt.
24. Oktober 1898
Der Bürgerausschuss und der Stadtrat entscheiden sich in der umstrittenen Hauptbahnhoffrage für dessen Hochlegung an der alten Stelle an der Kriegsstraße mit Unterführung der Straßen.
19. März 1900
Die Pferdebahn-Strecke zwischen Durlacher und Mühlburger Tor wird auf elektrischen Betrieb umgestellt. Bereist ab 10. Februar verkehrte zwischen Durlacher Tor und Durlach statt der Dampfbahn die "Elektrische".
Straßenbahnhaltestelle Durlacher Tor etwa 1895. Noch fährt die Dampfbahn nach Durlach, daneben liegen die Gleise der innerstädtischen Pferdebahn zum Depot beim Gottesauer Platz.
StadtAK 8/PBS oXIVg 29
1. September 1900
Vorführung der ersten echten Filmbilder im Varieté-Theater Colosseum u. a. mit Lokalaufnahmen vom Marktplatz und Bahnhof in Karlsruhe.
22. Dezember 1900
Als erster mehrerer neuer Streckenabschnitte wird die Straßenbahnlinie vom Mühlburger Tor über die Schillerstraße zum Kühlen Krug eröffnet.
13. Juni 1902
Der badische Landtag bewilligt weitere Mittel zum Kauf von Gelände südlich des Lauterbergs für die Neuanlage des Karlsruher Hauptbahnhofs. Damit ist auch der heftige Streit in der Stadt über die Hauptbahnhoffrage beendet.
26. März 1903
Der Erwerb der Straßenbahn durch die Stadt für 6,3 Millionen Mark wird mit der Eintragung im Handelsregister vollzogen.
8. Mai 1906
Der Bürgerausschuss stimmt dem Verkauf der städtischen Maxau-Bahn an das Land Baden zu. Die Maxau-Bahn hatte durch neue Bahnlinien und die Eröffnung des Rheinhafens ihre Bedeutung verloren.
14. Juli - 24. September 1906
In diesen Wochen finden zahlreiche Feiern zum 80. Geburtstag des Großherzogs Friedrich I., zur Goldenen Hochzeit des Großherzogs Friedrich I. mit Großherzogin Luise und der Silberhochzeit des schwedischen Kronprinzenpaares statt. Zu den Feierlichkeiten kommen allein mit der Eisenbahn zwischen dem 15. und 23. September etwa 150.000 Menschen nach Karlsruhe.
Festlichkeiten am Badischen Hof 1906
6. Dezember 1906
Tod des Oberbürgermeisters Karl Schnetzler, für den 1913 ein Denkmal in Auftrag gegeben und nach dem Ersten Weltkrieg am 13. Dezember 1919 in der Bahnhofstraße enthüllt wird. Die Büste schuf Otto Feist und die Architektur Wilhelm Vittali. Zum Nachfolger Schnetzlers wird am 22. Dezember der bisherige Bürgermeister Karl Siegrist gewählt.
22./23. Oktober 1913
Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs südlich des Stadtgartens. Baubeginn war der 10. September 1906. Den Architektenwettbewerb hatte Prof. August Stürzenacker aus Karlsruhe gewonnen. Fast 30.000 Menschen lösten vom 22. - 26. Oktober Bahnsteigkarten, um den neuen Bahnhof zu besichtigen. Mit dem alten Hauptbahnhof an der Kriegsstraße werden auch der am Mühlburger Tor und der in Mühlburg geschlossen.
Der neue Hauptbahnhof im Jahre 1914 vom Lauterberg aus gesehen. StadtAK 8/PBS oXIVa 309
8. Dezember 1913
Die Lokalbahn eröffnet den Betrieb auf der Strecke Grünwinkel-Daxlanden.
30. Juli 1914
Der Bürgerausschuss genehmigt die Mittel zum Bau der Straßenbahn nach Neureut, der von den beiden Neureuter Gemeinden angeregt worden war. Der Kriegsausbruch verhindert die Ausführung des Projektes.
1. Januar 1915
Um den Betrieb der städtischen Straßenbahn und der privaten Lokalbahn besser aufeinander abzustimmen, erwirbt die Stadt die Lokalbahn Durmersheim-Spöck.
22. März 1915
Die Albtalbahn erhält an der Reichsstraße (heute Ebertstraße) einen neuen Endbahnhof.
15. Mai 1915
Die von Wilhelm Vittali geplanten Bauten am südlichen Stadtgarteneingang gegenüber dem Hauptbahnhof werden eingeweiht.
22. Juni 1916
Ein Bombenangriff von fünf französischen Flugzeugen fordert 120 Todesopfer und 169 Verletzte. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder, die die Nachmittagsvorstellung eines Zirkus vor dem Ettlinger Tor besuchen. Wie sich später herausstellt, war das eigentliche Ziel des Angriffs der Hauptbahnhof, der auf den veralteten Karten der Franzosen noch an der Kriegsstraße eingezeichnet war, wo er sich bis 1913 befand. Die Bombardierung Karlsruhes gilt als Vergeltung für einen deutschen Bombenangriff auf Bar le Duc, dem 85 Menschen zum Opfer fielen.
9. November 1918
Oberbürgermeister Karl Siegrist ruft zur Gründung eines Wohlfahrtsausschusses, der Recht und Ordnung in der Stadt aufrechterhalten soll, die Parteiführer für 18.00 Uhr ins Rathaus. Vorsitzender des Ausschusses wird Stadtrat Heinrich Sauer von der SPD. Auf dem Bahnhofsvorplatz hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Es werden revolutionäre Reden gehalten. Stadtrat Sauer schlägt die Bildung eines Soldatenrats im Rathaus vor. Dieser überreicht dem Wohlfahrtsausschuss um 21.00 Uhr seine Forderungen. Vorsitzender des Soldatenrats wird der Metallarbeiter Hans Brümmer.
Aufruf des Karlsruher Arbeiter- und Soldatenrats an die Karlsruher Bevölkerung, November 1918. StadtAK 8/PBS X 1130
15. Juni 1920
Die Straßenbahnlinie durch die Rüppurrer Straße zum Hauptbahnhof ist fertig gestellt.
1924
Vor dem 1872 abgerissenen Ettlinger Tor, wo einst das erste Karlsruher Industriegebiet und der erste Hauptbahnhof lagen, soll nach Plänen von Prof. Hermann Billing eine Platzanlage geschaffen werden. Die Realisierung dieser Idee beschäftigt die Stadtplaner und -verwaltung bis heute.
Stadtplanung Ettlinger Tor
16. Mai 1926
Straßenbahnlinie nach Knielingen eingeweiht.
Juni 1926
Die Umgestaltung des Marktplatzes erfordert die Verlegung des Karlsruher Wochenmarkts auf den Platz vor dem alten Bahnhof an der Kriegsstraße.
5. Mai 1928
Daxlanden erhält Anschluss an das Karlsruher Straßenbahnnetz.
Oktober 1928
Beginn der Bauarbeiten für das "Volksfreibad" auf der Rheininsel Rappenwört und für die Zufahrtsstraße mit Straßenbahn sowie einer Vogelschutzwarte. Rappenwört wird am 20. Juli 1929 eröffnet und zählt 1930 etwa 250.000 Besucher.
3. August 1929
Rintheim wird an das Straßenbahnnetz der Stadt angeschlossen.
1930
Die Stadt kauft das Gelände des alten Bahnhofs an der Kriegsstraße von der Reichsbahn.
1. Februar 1932
Schließung des Bahnhofs der Lokalbahn Durmersheim-Spöck an der Kapellenstraße und damit der innerstädtischen Lokalbahnstrecke. Der Bahnhof wird am 30. August 1937 abgerissen.
Die Lokalbahnstrecke durch die Kapellenstraße um 1910. Im Vordergrund rechts das Bahnhofsgebäude, in der Bildmitte die Kapelle des alten städtischen Friedhofs.
StadtAK 8/PBS oXIIIb 126
13. März 1933
Es kommt, angeblich "hauptsächlich" durch Zivilpersonen provoziert, zu Geschäftsschließungen in der Innenstadt wegen antijüdischer Ausschreitungen. Bei zahlreichen Haussuchungen bei KPD-Mitgliedern werden Vervielfältigungsapparate und antinational-sozialistische Flugschriften beschlagnahmt. Am folgenden Tag finden erneut bei KPD- und SPD-Mitgliedern Kontrollen statt, die sich in den folgenden Wochen wiederholen. Am 25. März wird ein führendes Mitglied der badischen KPD, der Abgeordnete Robert Klausmann, im Hauptbahnhof verhaftet.
28. März 1933
Peter Paul Freiherr von Eltz-Rübenach verabschiedet sich als Präsident der Reichsbahndirektion Karlsruhe. Er tritt als Reichspost und -verkehrsminister in das erste Kabinett Hitler ein.
21. Oktober 1934
Einweihung der neuen Markthalle (dreischiffige Stahlbetonkonstruktion) am Platz des alten Hauptbahnhofs an der Kriegsstraße. Erster Markttag ist der 25. Oktober. Die Markthalle wird 1970 für den Neubau des Staatstheaters abgerissen.
Die alte Markthalle am Platz des früheren Hauptbahnhofs. StadtAK 8/PBS oXIVa 1554
14. August 1937
Stillegung der Lokalbahnstrecken Kühler Krug-Mörsch. Die Strecken Kühler Krug-Grünwinkel-Daxlanden folgt am 31. März 1938. In Betrieb bleibt bis Kriegsende die Strecke Hauptfriedhof-Hagsfeld.
1. Oktober 1937
Die Eröffnung des Autobahnabschnitts Bruchsal-Karlsruhe schafft den Anschluss an die Strecke bis Frankfurt. Am 10. Dezember 1938 ist der Abschnitt nach Pforzheim fertig gestellt. Die Planungen für den Bau der "Hafraba" reichen bis zur Mitte der zwanziger Jahre zurück. Die Stadt Karlsruhe war daran beteiligt.
Einweihung der Autobahnstrecke Bruchsal-Karlsruhe am 1. Oktober 1937. StadtAK 8/Alben 5, S. 135b
17. Januar 1938
Freigabe der neuen Brücke über den Rhein bei Maxau für den Straßenverkehr. Ab 3. April fährt auch die Eisenbahn über die neue Brücke. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, am 20. März 1945, wird sie von deutschen Pionieren gesprengt.
Die neue Rheinbrücke, im Vordergrund die alte Schiffsbrücke.
StadtAK 8/Alben 5, S. 165
Oktober 1938
Die Zahl der Arbeitslosen, die im Winter 1932/33 etwa 15.000 betragen hat, sinkt erstmals wieder unter 1.000. Arbeitsbeschaffungsprogramme, die vor 1933 schon geplant waren, Autobahn- und Westwallbau, Wehrdienst und sicher auch die Umstellung auf kriegswichtige Produktion tragen dazu bei.
Januar 1940
In den Karlsruher Straßenbahnen sind die ersten Schaffnerinnen im Einsatz.
27. Mai 1944
Bei einem Großangriff amerikanischer Verbände auf Bahnanlagen in Südwestdeutschland werden der Rangierbahnhof und die Süd- und Oststadt schwer getroffen. 108 Karlsruher sterben, das Gottesauer Schloss, die Liebfrauen-, Johannis- und Evangelische Stadtkirche sind schwer beschädigt.
31. März 1945
Deutsche Pioniere sprengen wegen des Vormarsches der Franzosen verschiedene Brücken, darunter die Autobahnbrücke bei Wolfartsweier.
30. Mai 1945
Erste Teilstrecke der Straßenbahn zwischen Weinweg und Kühler Krug wieder in Betrieb.
15. Mai 1946
Das Rheinstrandbad Rappenwört wird wiedereröffnet, zunächst ohne Straßenbahnverbindung.
15. Mai 1947
Die Wolfartsweierer Autobahnbrücke ist teilweise wiederhergestellt.
20. Juli 1947
Die Straßenbahn verkehrt wieder durch die Kaiserstraße. Am 25. Dezember wird der Betrieb nach Durlach aufgenommen.
3. September 1951
Neubauten der Arzneimittelfirma Dr. Willmar Schwabe am Bahnhof Durlach bezugsfertig.
28. August 1954
Die städtischen Verkehrsbetriebe nehmen Straßenbahn-Großraumwagen in Betrieb.
18. Dezember 1954
Der Neubau der Autobahn in Richtung Süden bis Bruchhausen wird freigegeben. Ihr weiterer Ausbau als E 4 soll beschleunigt werden.
26. April 1955
Feierliche Schlüsselübergabe für das neue Verwaltungsgebäude der Karlsruher Lebensversicherung an der Bahnhofstraße in Anwesenheit des Bundespräsidenten Theodor Heuss.
2. März 1957
Unterzeichnung des Vertrages zur Gründung der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft (AVG) über den Betrieb der Albtalbahn von Karlsruhe bis Bad Herrenalb mit Anschluss an das Karlsruher Straßenbahnnetz. Ab 1. April fährt die Albtalbahn in Regie der Stadt Karlsruhe.
4. Juli 1957
Die erste elektrische Lokomotive fährt im Hauptbahnhof Karlsruhe ein. Die Elektrifizierung der Bundesbahn im Bereich Karlsruhe ist am 30. August 1959 mit der Einweihung der Fahrleitungsmeisterei abgeschlossen.
9. August 1957
Freigabe der neuen Brücke über die Bahngleise im Zuge der Durlacher Allee im Stadtgebiet. Sie ist eine von 14 Baumaßnahmen an Brücken und Kreuzungsbauwerken, die für die Elektrifizierung der Bundesbahn notwendig sind.
18. April 1958
Die Albtalbahn bindet nach dem Umbau von Meterspur auf Normalspur Rüppurr bis zur Battstraße in das Karlsruher Straßenbahnnetz ein.
22. Dezember 1960
Die Straßenbahn fährt bis zur Waldstadt.
5. Mai 1961
Um der Personalnot Herr zu werden, stellt die Stadt Straßenbahn-Schaffnerinnen ein.
22. Juni 1963
Im Bahnhof Karlsruhe-Durlach hält erstmals ein Auto-Reisezug.
30. Juni 1966
Einweihung der Albtalbahn-Strecke nach Langensteinbach.
25. August 1966
Nach grundlegender Modernisierung (Umstellung auf elektrischen Betrieb) wird die Durlacher Turmbergbahn wieder eröffnet.
21. Dezember 1967
Die südliche Fahrbahn der Umgehungsstraße Durlach wird freigegeben. Am 13. Oktober 1969 sind beide Richtungsfahrbahnen fertig gestellt.
5. September 1968
Eröffnung des Wertkauf-Centers des Karlsruher Unternehmers Hugo Mann an der Autobahnausfahrt Karlsruhe-Durlach. Am 26. August 1969 werden große Teile des Einkaufszentrums durch einen Großbrand zerstört und danach wieder aufgebaut.
Großbrand des Karlsruher Wertkauf-Centers durch Explosion einer Propangasflasche. StadtAK 8/BA Schlesiger A18 57a/3/18A
12. Mai 1970
Albhochwasser überflutet für zwei Tage die Autobahn nach Basel.
29. August 1975
Feierliche Eröffnung des neuen Badischen Staatstheaters mit einer Festaufführung der "Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart.
Neubau des Badischen Staatstheaters am Ettlinger Tor. Hier standen bis 1913 der erste Bahnhof und von 1934 bis 1970 die Markthalle.
14. November 1975
Die Nordweststadt erhält Anschluss an das Straßenbahnnetz.
17. Mai 1976
Das Wasserwerk im Durlacher Wald wird wegen ausgelaufenen Heizöls im nahegelegenen Rangierbahnhof vorübergehend stillgelegt.
19. Dezember 1977
Die Straßenbahnbrücke hinter dem Hauptbahnhof, mit 260 m die längste ihrer Art in der Stadt, wird dem Verkehr übergeben. Sie überspannt die Bundesbahngleise und die Trasse der Südtangente.
31. Dezember 1978
In der Silvesternacht führt ein Temperatursturz um 20° und nachfolgender Eis- und Schneeregen zum nahezu völligen Verkehrskollaps. Die Straßenbahnen fahren am 2. Januar wieder, zum Teil aber nur eingleisig.
1. Februar 1979
Das Bundesbahnausbesserungswerk mit 1977 noch etwa 1.000 Arbeitsplätzen ist nur noch Ausbesserungswerkstätte. Bereits 1969 drohte seine Schließung.
5. Oktober 1979
Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie nach Neureut, die zum Teil - erstmals in der Bundesrepublik - auf Gleisen der Bundesbahn fährt.
3. August 1980
Auf der neu angelegten Trabrennbahn des 1924 gegründeten Zucht- und Rennvereins Knielingen findet das erste Pferderennen statt.
18. Februar 1986
Der Gemeinderat beschließt den Beitritt der Stadt zur "Vereinigung für die Verwirklichung des TGV Paris-Ost". Ziel der Stadt ist die Verknüpfung der französischen Schnellbahnverbindung von Paris über Metz nach Straßburg mit der deutschen Rheintalstrecke. Karlsruhe läge damit im Schnittpunkt der zentralen Ost-West- bzw. Nord-Süd-Eisenbahnlinien.
20. September 1986
Die Straßenbahnlinie Europahalle-Oberreut wird eröffnet.
13. Dezember 1986
Mit der Eröffnung der Hardtbahn zwischen Neureut und Leopoldshafen erhält das Karlsruher Nahverkehrsnetz eine bedeutende Ausweitung nach Norden.
9. Juni 1987
Die Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Maxau ist nach der Kollision eines Schlepperverbandes mit einem der vier Brückenpfeiler einsturzgefährdet. Die Schiffspassage bleibt vom 9. - 27. Juni gesperrt.
4. Mai 1988
Einweihung des Neubaus der Brücke über den Rangierbahnhof im Verlauf der Wolfartsweierer Straße.