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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
21. Januar 1988
Der verdiente und mit vielen Auszeichnungen geehrte langjährige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Karlsruher Werner Nachmann, stirbt laut Zeitungsberichten an Herzversagen. Im Mai wird offenbar, dass er 33 Millionen Mark Zinsen aus 400 Millionen Mark Wiedergutmachungsleistungen veruntreut hat.
27. Januar 1988
Mit einer Ausstellung im Landesgewerbeamt "100 Jahre Radiowellen: Heinrich Hertz - Werk und Wirkung" feiert die Universität den Entdecker und die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen an der Karlsruher Hochschule.
Heinrich Hertz. StadtAK 8/PBS III 637
7. Februar 1988
Beim bisher erfolgreichsten 4. Internationalen Hallen-Leichtathletik-Meeting in der Europahalle startet unter anderen Top-Stars auch der kanadische Sprinter Ben Johnson, der bei der Olympiade dieses Jahres dann des Dopings überführt wird.
28. April 1988
Das Waldstadtzentrum in der Feldlage wird eröffnet. Es soll Einkaufsmagnet und Begegnungsort für den Stadtteil sein.
28. April 1988
Offizielle Einweihung des Sperrtores für den Rheinhafen, das am 8. November 1987 erstmals erprobt wurde. Mit ihm soll bei Rheinhochwasser das Hafengebiet vor Überschwemmungen gesichert werden.
4. Mai 1988
Einweihung des Neubaus der Brücke über den Rangierbahnhof im Verlauf der Wolfartsweierer Straße.
10. Mai 1988
Der Gemeinderat stimmt mehrheitlich dem seit drei Jahren erarbeiteten Konzept eines Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) zu und billigt den von der Stadtverwaltung vorgesehenen Standort "Hauptbahnhof Süd".
24. Juni 1988
Das letzte Teilstück der Südtangente mit den Tunnelbauwerken bei Bulach wird dem Verkehr übergeben. Zugleich wird der Autobahnanschluss Karlsruhe Mitte eröffnet. Es besteht nun eine direkte Verbindung von der Rheinbrücke bei Maxau zur Bundesstraße 3 zwischen Durlach und Wolfartsweier. Auf dem Gelände der ehemaligen Landesfrauenklinik an der Kaiserallee wird ein halbes Jahr nach der Inbetriebnahme die Psychiatrische Klinik offiziell eingeweiht.
28. Juni 1988
Der Gemeinderat beschließt eine Änderung der Hauptsatzung, die Durlach-Aue eine eigene Ortschaftsverfassung zubilligt. Für andere Ortsteile schließt das Regierungspräsidium entsprechende Änderungen aus.
Juli 1988
Mit einem Frauenanteil von 30 % liegt der Karlsruher Gemeinderat nach einer Umfrage des Deutschen Städtetages an vierter Stelle aller deutschen Städte mit über 20.000 Einwohnern.
19. - 24. Juli 1988
Im Fächerbad in der Waldstadt finden die 100. Deutschen Schwimm-Meisterschaften statt, bei denen zugleich die Olympiateilnehmer ermittelt werden.
4. September 1988
Ein Bürgerentscheid über die Bebauung des Kronenplatzes erreicht mit etwa 38.500 Stimmen nicht die nötige Beteiligung von 30 % aller Wahlberechtigten. Veranlasst wurde er durch den Plan der Firma L'Oréal, hier ein Verwaltungszentrum für 250 Mitarbeiter zu errichten, dem der Gemeinderat am 12. April zugestimmt hatte. Nachdem im Januar 1989 in einem Architektenwettbewerb über die Baupläne entschieden wurde, gibt die Firma kurz vor Baubeginn ihre Bauabsicht auf und teilt am 4. Oktober 1990 die Verlegung des Marketings und des Vertriebs der Firma nach Düsseldorf mit.
23. September - 1. Oktober 1988
"Woche der ausländischen Mitbürger" erstmals in Karlsruhe veranstaltet.
1. Oktober 1988
In Durlach kann der Festsaal der Karlsburg nach langwierigen Bauarbeiten eingeweiht werden.
2. Oktober 1988
Die Gemeinde der Christuskirche am Mühlburger Tor feiert die Wiederherstellung ihres Gotteshauses in der alten Form. Die Dächer der Kirche waren am 3. September 1942 bei einem Luftangriff abgebrannt. Nach der Restaurierung, der Hauptturm konnte bereits im September 1985 aufgesetzt werden, trägt sie nun wieder einen Haupt- und vier Nebentürme.
10. - 17. Oktober/7. - 14. Nov
860 jüdische Gäste - ehemals Bürger der Stadt mit Angehörigen - besuchen Karlsruhe. Auf Einladung der Stadt Karlsruhe nehmen sie an den Gedenkfeiern zur 50. Wiederkehr des Judenpogroms (sogenannte Reichskristallnacht) vom 9./10. November 1938 teil. Aus diesem Anlass veröffentlicht das Stadtarchiv zwei Bücher zur Geschichte der Juden in Karlsruhe, und die Stadtgeschichtlichen Sammlungen im Prinz-Max-Palais zeigen eine Ausstellung dazu, die über 20.000 Besucher sehen.
13. Oktober 1988
Der Werkausschuss der Stadt Karlsruhe beschließt, die Mehrkosten für den Bau eines breiteren Strompfeilers und breiterer Widerlager der neuen Eisenbahnbrücke über den Rhein zu übernehmen. Damit soll der spätere Bau eines Stadtbahngleises in die Pfalz ermöglicht werden. Die Bundesbahn wollte nur eine eingleisige Brücke bauen.
9. Dezember 1988
Als Beilage im Amtsblatt erscheint erstmals der "Blick in die Geschichte", in dem fortan vierteljährlich Beiträge zur Geschichte und Kultur in Karlsruhe publiziert werden.