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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
12. Januar 1980
Auf ihrem Karlsruher Bundeskongress konstituieren sich die "Grünen" als Bundespartei.
27. Januar 1980
Eröffnung der Ausstellung "Widerstand statt Anpassung. Deutsche Kunst im Widerstand gegen den Faschismus 1933 - 1945" im Badischen Kunstverein. Ermöglicht wird die Ausstellung auch durch rund 130 Leihgaben aus der DDR. Über 30.000 Besucher kommen zur Ausstellung in der Waldstraße.
3. März 1980
Das Zündhütle, unübersehbares Wahrzeichen und technisches Baudenkmal an der Bundesstraße 3 bei Wolfartsweier, wird von den Geodäten und Meteorologen der Universität für Forschungszwecke genutzt. Früher diente der Turm zur Herstellung von Schrotkugeln.
16. März 1980
Nach der Landtagswahl ziehen direkt gewählt oder über die Landeslisten fünf Kandidaten aus Karlsruhe in den Landtag ein: Barbara Schäfer, Prof. Dr. Gerhard Seiler (CDU), Dieter Stoltz, Erwin Sack (SPD) und Dr. Jürgen Morlock (FDP).
22. März 1980
Bei der fünften Karlsruher Aufforstungsaktion pflanzen etwa 400 Beteiligte in Neureut 20.000 Jungbäume und Sträucher.
25. März 1980
Der Gemeinderat entscheidet erneut mit 30:24 Stimmen gegen die Zulassung eines Bürgerentscheids über den Bau einer Nordtangente.
14. Juni 1980
Den Wiederaufstieg des KSC in die Bundesliga feiern etwa 3.000 Fans auf dem Marktplatz, wo Oberbürgermeister Otto Dullenkopf Mannschaft und Trainer begrüßt.
22. Juni 1980
Bei der Gemeinderatswahl verliert die CDU die absolute Mehrheit der Mandate, die "Grünen" erhalten erstmals zwei Sitze. Etwa 4.000 nach Gerichtsbeschluss zu Unrecht für gültig erklärte Stimmzettel müssen überprüft werden. Danach erhält am 20. März 1981 die SPD einen weiteren Sitz zugesprochen.
26. Juni 1980
Einweihung des Begegnungszentrums im Sportpark in der Waldstadt. Am 27. April 1982 wird das Fächerbad in dieser Anlage eröffnet. Der Sportpark trägt den Namen des am 5. Februar 1979 verstorbenen Karlsruher CDU-Politikers und baden-württembergischen Justizministers Traugott Bender.
Traugott Bender
3. August 1980
Auf der neu angelegten Trabrennbahn des 1924 gegründeten Zucht- und Rennvereins Knielingen findet das erste Pferderennen statt.
21. Oktober 1980
Der Gemeinderat nimmt mit 32:31 Stimmen seinen Beschluss zum Bau der Nordtangente vom 23. Oktober 1979 zurück.
22. Oktober 1980
Gedenkfeier zur 40. Wiederkehr der Deportation badischer und pfälzischer Juden nach Gurs mit einer Gedenkausstellung zur Judenverfolgung im Dritten Reich durch die Stadtbibliothek. Am selben Tag erhält das Karlsruher Ehepaar Hedwig und Otto Hafner vom Staat Israel für seinen Einsatz zugunsten verfolgter Juden im Dritten Reich die Auszeichnung "Gerechte der Völker".
3. November 1980
Der Aufsehen erregende Fall der Entführung und Ermordung eines Mädchens aus Weingarten und der Lösegeldforderung in Höhe von zwei Millionen Mark endet am 21. Dezember mit der Festnahme des in Karlsruhe lebenden Täters, der am 6. August 1982 zu lebenslanger Haft verurteilt wird.
8. November 1980
Nach dem Bundesligaspiel KSC-VfB Stuttgart (0:0) kommt es zu schweren Krawallen zwischen den Fans beider Vereine mit Verletzten und Sachschäden.
17. Januar 1981
In Neureut-Heide eröffnet die privat finanzierte Eislaufhalle ihren Betrieb.
6. Februar 1981
In Hohenwettersbach wird der Bau der im Eingemeindungsvertrag vorgesehenen Lustgartenhalle übergeben.
13. Februar 1981
Als erstes Karlsruher Wohngebiet "verkabelt" das Fernmeldeamt die "Feldlage" in der Waldstadt und eröffnet damit das "Kabelfernsehen" in Karlsruhe.
6. März 1981
Im Landesgewerbeamt wird die "Fraueninformationsbörse" eröffnet. Die etwa 50 Stände von Karlsruher Organisationen sind lebhaft besucht.
2. April 1981
Hausbesetzung in der Luisenstraße 24. 200 bis 300 junge Leute fordern den Erhalt des ehemaligen Bäckereigebäudes als Bürgerhaus in der Südstadt. Am frühen Morgen des 3. April wird das Haus geräumt und kurz nach 12.00 Uhr beginnt der Abriss, um Platz für eine Wohnbebauung zu schaffen.
13. April 1981
Der Säulengang vor der Stadthalle auf dem Festplatz wird vom Hauptgebäude abgetrennt. Er bleibt erhalten, während anstelle der alten Stadthalle mit dem Bau eines modernen Kongresszentrums begonnen wird.
8. Mai 1981
Im Prinz-Max-Palais in der Karlstraße, das die Stadt nach einem Beschluss des Gemeinderats vom 5. August 1969 gekauft hat, eröffnet das neue Kulturzentrum der Stadt. Neben einer Jugendbibliothek beherbergt es die Ausstellung der 1896 begonnenen Karlsruher Kunstsammlungen und eine stadtgeschichtliche Ausstellung. Sowohl kunsthistorische als auch historische Wechselausstellungen sollen darüberhinaus hier einen Rahmen finden.
30. Juni 1981
Von der Schließung der Karlsruher Niederlassung der Grundig AG und der Firma Schmalbach-Lubeca sind etwa 850 Arbeitnehmer betroffen.
2. Juli 1981
Vor dem Staatstheater wird die von Jürgen Goertz geschaffene Plastik "Musengaul" aufgestellt und am 5. Juli enthüllt. Diese Dauerleihgabe der Staatlichen Kunsthalle löst heftige öffentliche Stellungnahmen aus.
28. August 1981
Mit einem Marktplatzfest enden die zweijährigen Arbeiten zur Neugestaltung des einst von Friedrich Weinbrenner entworfenen zentralen Platzes der Stadt.
31. Oktober 1981
Im Bürgersaal des Rathauses wird der Bevölkerung der neue Film über die Stadt "Ein Fächer wird aufgeschlagen" vorgestellt.
27. November 1981
Am Schlossplatz wird das Richtfest für den von Prof. Heinz Mohl geplanten Bau der Landeskreditbank gefeiert. Am 15. April 1983 findet die Einweihung statt.
18. Dezember 1981
Feierliche Übergabe des Südtangentenabschnitts zwischen der Killisfeld- und der Schwarzwaldstraße.
9./10. Januar 1982
Innerhalb 30 Stunden fallen 31 cm Neuschnee. Erhebliche Verkehrsstörungen sind die Folge. Für diesen Winter hatte die Stadt aus Umweltschutzerwägungen erstmals den eingeschränkten Winterdienst, d. h. eine Verringerung der auszustreuenden Salzmenge, eingeführt.
30. Januar 1982
An der Kriegsstraße werden bis auf die denkmalgeschützte Jugendstilfassade die Gebäude der ehemaligen Brauerei Moninger abgerissen. An ihrer Stelle werden Wohn- und Geschäftsräume gebaut. Die Brauerei Moninger zieht nach Grünwinkel in einen Neubau auf dem Gelände der früheren Brauerei Sinner.
3. Februar 1982
Nach der Statistik Karlsruhe erreicht die Arbeitslosenquote im Januar 5,5 % (13.906). Die Zahl der Kurzarbeiter steigt an. Im Laufe des Jahres verschlechtert sich die Lage weiter.
2. April 1982
Das Jugend- und Begegnungszentrum "Jubez" des Stadtjugendausschuss am Kronenplatz wird eröffnet.
5. April 1982
Nicht nur die Arbeitsmarktsituation bleibt kritisch. Auf dem Ausbildungssektor stehen 2.075 Bewerbern nur 570 Lehrstellen gegenüber.
14. Mai 1982
Eine der ältesten Karlsruher Firmen, die C. F. Müller Großdruckerei und Verlag, muss 65 Mitarbeiter entlassen. Am 14. September wird mitgeteilt, dass die Druckerei schließen muss und nur der Verlag weitergeführt wird.
18. Mai 1982
Der Gemeinderat entscheidet sich mit deutlicher Mehrheit in Sachen Bau der Nordtangente für die Planungsvariante 17. Anstelle des Durchstichs durch den Hardtwald soll der Verkehr über die Theodor-Heuss-Allee, Adenauerring und Linkenheimer Allee geführt werden. Eine Realisierung der Nordtangentenpläne ist jedoch nicht in Sicht.
5.-13. Juni 1982
Anlässlich des 250. Geburtstages von Joseph Haydn finden die Karlsruher Haydn-Tage statt. Die Veranstaltung führt die Reihe der Karlsruher Musiktage fort, die jährlich einem Komponisten gewidmet sind.
16. August 1982
Im Gemeinderat wird erstmals eine Frau Fraktionsvorsitzende. Die SPD wählt Gerlinde Hämmerle als Nachfolgerin des verstorbenen Günther Hahn.
17. September 1982
Der Koalitionswechsel der FDP in Bonn von einer SPD/FDP- zu einer CDU/CSU/FDP-Regierung setzt auch die Karlsruher FDP schweren innerparteilichen Belastungen aus.
24. September 1982
Die Karlsruher Gastwirte zählen bis zu diesem Tag 580 Vereins- und Straßenfeste im Jahre 1982, die ihnen einen Umsatzrückgang bescheren.
30. September 1982
Beim Unfall eines Tanklastzugs am Bulacher Kreuz entsteht durch Explosion und Brand von 35.000 Litern Benzin ein Sachschaden von ca. vier Millionen Mark. Der Fahrer kommt in den Flammen ums Leben. Offizielle Eröffnung des von Prof. Ferdinand Riedl geplanten großen Hotelneubaus am Mendelssohnplatz.
5. November 1982
Ein schwerer Verkehrsunfall bei einem Pershing-II-Raketentransport in Waldprechtsweier am 2. November führt zu einer Demonstration in der Innenstadt gegen die Atomrüstung. Im Rahmen der Friedenswoche der Aktion "Ohne Rüstung leben" vom 7. - 14. November fasten 19 junge Karlsruher.
29. November 1982
Zehn Jahre nach seiner Gründung bilanziert das Fraunhoferinstitut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) seine bundesweit führende Position in der Innovationsforschung und Technologieförderung für kleinere und mittlere Unternehmen.
11. Dezember 1982
In Durlach wird die Bezirkssporthalle "Weiherhof" eingeweiht.
18. Dezember 1982
Offizielle Eröffnung des Kultur- und Sportzentrums für Gehörlose in der Fritschlach in Daxlanden, das auf Initiative des CDU-Stadtrats Günther Rüssel entstand.
31. Dezember 1982
Nachdem Ende Juni bereits die Fertigung der Nähmaschinenfabrik Singer in Blankenloch - dorthin war im Juli 1968 ein Teil der Fertigung verlagert worden - eingestellt wurde, trifft diese Entscheidung nun auch die etwa 460 Arbeitnehmer der in Karlsruhe verbliebenen Produktion. Das der Stadt gehörende Kindersolbad Donaueschingen muss aus finanziellen Erwägungen geschlossen werden.
4. Januar 1983
Die Arbeitslosenquote in Karlsruhe ist auf 7,3 % gestiegen.
10. Januar 1983
Beginn des Unterrichts in dem von Martin Lanz geplanten Technischen Gymnasium im Beiertheimer Feld. Diese aus Carl-Engler- und Carl-Benz-Schule bestehende Einrichtung wird am 4. Mai feierlich eingeweiht. Dabei verweist Oberbürgermeister Otto Dullenkopf auf den konsequenten Ausbau des beruflichen Schulwesens in Karlsruhe: "Zwölf Berufsschulen, drei Berufsaufbauschulen, fünf Berufskollegs, 24 Berufsfachschulen, eine Technische Oberschule und drei berufliche Gymnasien betreuen heute 21.000 Schüler."
26. Januar 1983
Für die Stadt Karlsruhe tritt eine Smog-Verordnung in Kraft, die abgestufte Regelungen im Falle von Grenzwertüberschreitungen der Luftverschmutzung vorsieht.
5. März 1983
Die Bundestagswahlen enden mit einem Erfolg der CDU, die das Direktmandat von der SPD zurückgewinnt. Karlsruhe ist nur noch mit einem Abgeordneten in Bonn vertreten.
21. März 1983
In den renovierten Räumen der Durlacher Karlsburg bezieht die Städtische Zweigbibliothek Durlach ihr neues Domizil.
26. Mai 1983
Mit 8,58 m erreicht der Wasserpegel des Rheins bei Maxau für dieses Jahrhundert seine bislang höchste Marke. Er überschreitet die Rekordhöhen vom 23. Mai 1878 (8,46 m) und vom 9. April 1983 (8,47 m). Das gesamte Hafengebiet muss gesperrt werden.
31. Mai 1983
Einweihung des Gemeinschaftszentrums "Weiße Rose" in Oberreut.
10. Juli 1983
Zweites Rockfestival im Wildparkstadion. Rund 40.000 Besucher erleben bei 41° Celsius im Schatten u. a. die Gruppe Supertramp, Chris de Burgh und Joe Cocker live.
20. Juli 1983
In Karlsruhe treffen erstmals 170 polnische Kinder und 15 Betreuer zu einem 14-tägigen Erholungsurlaub ein. Organisiert wird diese Hilfsaktion durch die Patenschaft e.V., die von Karlheinz Ruppert geleitet wird.
27. Juli 1983
Mit 38,2° Celsius wird die seit 1952 (38,8° Celsius) höchste Temperatur in Karlsruhe gemessen. Der Juli 1983 ist der wärmste Monat seit Beginn der regelmäßigen Wetterbeobachtung im Jahr 1876.
8. - 12. August 1983
Zum 8. Weltkongress "Künstliche Intelligenz" treffen sich in Karlsruhe internationale Computerexperten und Wissenschaftler verwandter Fachgebiete.
1. September 1983
Im Kernforschungszentrum nimmt das Projekt "Europäisches Forschungszentrum für Luftreinhaltung" seine Arbeit auf und am 19./20. September findet ein Symposium "Saure Niederschläge - eine Herausforderung für Europa" statt, das die Europäische Gemeinschaft veranstaltet.
18. September 1983
Erster Karlsruher Stadtmarathon, veranstaltet vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsgruppe Karlsruhe, und dem TuS Rüppurr.
19. September 1983
Eröffnung der ersten "Europäischen Kulturtage" in Anwesenheit von Ministerpräsident Lothar Späth. Die zweimonatige Veranstaltungsreihe hat zum Thema "Kunst und Kultur Kataloniens". Die "Europäischen Kulturtage" werden von der Stadt und dem Badischen Staatstheater getragen und künftig jedes Jahr organisiert.
30. September - 2. Oktober 1983
Europäisches Jugendmusikfest "Euro-Treff Musik" in Karlsruhe.
17. Oktober 1983
Im Bergwald- und im Lohn-Lissen-Wohngebiet beginnt der Modellversuch "Wertstoffsammlung" zur Reduzierung des Haushaltsmülls.
21. November 1983
Nach einer Protestkundgebung von 4 - 5.000 meist jüngeren Mitbürgern gegen die Nachrüstung blockieren etwa 1.000 Demonstranten das Mühlburger Tor.
25. November 1983
Einweihung der neuen Karlsruher Großsporthalle, die den Namen Europahalle trägt. Sie soll dem Schul-, Vereins- und Spitzensport dienen. Für ihre Planung zeichnet das Architekturbüro Schmitt, Kasimir und Blanke verantwortlich.
29. März 1984
Die Urne Ludwig Marums wird an seinem 50. Todestag in einem Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof beigesetzt.
7. April 1984
In 17 Metall verarbeitenden Betrieben finden Warnstreiks für die Einführung der 35-Stunden-Woche statt.
11. Mai 1984
Erster Spatenstich für die Arbeiten zum Fernwärmeanschluss der Wohnsiedlung der amerikanischen Streitkräfte an der Erzbergerstraße. Damit soll eine deutliche Verringerung der Umweltbelastung erreicht werden.
2. Juni 1984
Der Versuch, mit der "Karlsruher Rundschau" eine zweite Zeitung in Karlsruhe zu etablieren, scheitert nach knapp eineinhalb Jahren.
17. Juni 1984
Bei der zweiten Europawahl gewinnen die Grünen in allen Stadtteilen, während die SPD Verluste verzeichnen muss.
1. Juli 1984
In Fabrikationshallen der ehemaligen Nähmaschinenfabrik Singer ziehen die ersten Mieter der Technologiefabrik Karlsruhe ein. Mit dieser Technologiefabrik soll die Umsetzung von Forschungsergebnissen in produktreife Erzeugnissse beschleunigt werden. Betrieben wird die Technologiefabrik von einer Managementgesellschaft, einer Tochter der Karlsruher Industrie- und Handelskammer. Sie arbeitet eng mit den Technologietransfereinrichtungen z. B. der Universität, der Fachhochschule, des Kernforschungszentrums und der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen. Die Technologiefabrik entwickelt sich in den beiden folgenden Jahren zur größten Einrichtung ihrer Art in der Bundesrepublik.
7. September 1984
Das Karlsruher Wohnmodell für Behinderte und Nichtbehinderte, das 65 Familien zwischen Zähringer-, Waldhorn- und Fasanenstraße ein Zuhause bietet, ist bezugsfertig. Trägerin ist die seit 1974 bestehende Gemeinnützige Fördergesellschaft für Behinderte mbH-Rehabilitationszentrum Karlsruhe, die zahlreiche andere Behinderteneinrichtungen betreibt.
10. - 13. September 1984
5. Internationale Konferenz für Reaktorsicherheit in Karlsruhe.
6. Oktober 1984
Die Kaiserstraße ist vom Europaplatz bis zum Kronenplatz als Fußgängerzone umgestaltet.
Fußgängerzone Kaiserstraße. Foto: Bildstelle der Stadt Karlsruhe II 1473
28. Oktober 1984
Bei den Gemeinderatswahlen verdrängen die Grünen die FDP als drittstärkste Fraktion.
9. November 1984
Nachdem bereits seit 18. Oktober als erste die städtische Tankstelle in der Tullastraße bleifreies Benzin liefert, verkauft nun auch eine private Tankstelle in der Hertzstraße diesen umweltfreundlicheren Kraftstoff.
27. November 1984
Der Werkausschuss des Gemeinderats beschließt für den neuen Block 3 des Heizkraftwerks West den Bau einer Einrichtung zur Rauchgaswäsche, die nicht nur Schwefeldioxide, sondern auch Stickoxide aus den Abgasen entfernt. Dies gilt als wesentlicher Beitrag zur Schadstoffentlastung der Luft im Nah- und Fernbereich.
4. Dezember 1984
Das Arbeitsamt meldet für den November eine gleichbleibende Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent.
5. Dezember 1984
Einweihung des von dem Architekten Kienzler geplanten Neubaus der Frauenfachschule Gertrud-Bäumer-Schule in der Steinhäuserstraße.
19. Dezember 1984
In der Stadtgeschichtliche Ausstellung im Prinz-Max-Palais wird das Modell der Stadt Karlsruhe, das die Stadt im Jahre 1834 zeigt, vorgestellt.
31. Dezember 1984
Im Laufe des Jahres sind in der Stadt durch Betriebsstillegungen etwa 1.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.
4. März 1985
Die Kaiserpassage brennt nach Brandstiftung in einer Discothek aus. Menschen kommen nicht zu Schaden. Die überdachte Einkaufspassage wird wiederaufgebaut.
8. März 1985
Zum 200. Geburtstag des Karlsruher Erfinders des Fahrrads Karl Friedrich Drais von Sauerbronn wird im Prinz-Max-Palais eine Ausstellung eröffnet, der eine Reihe anderer Gedenkveranstaltungen folgen.
11. März 1985
Im Rathaus wird der Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe übergeben, der nach neunjährigem Verfahren ohne Auflage genehmigt wurde. Ziel dieses Planes ist es, ein ausgewogenes Verhältnis von Bau- und Gewerbegebieten sowie von Grünflächen und Naherholungsgebieten zu schaffen.
18. März 1985
Die größte Informatik-Fakultät der Bundesrepublik an der Universität Karlsruhe stellt ein neues Forschungsprojekt vor. Zusammen mit dem Karlsruher Fraunhofer-Institut für Information und Datenverarbeitung sowie Fakultäten der Universitäten Kaiserslautern und Saarbrücken ist der Sonderforschungsbereich "Künstliche Intelligenz" eingerichtet worden.
20. - 23. Juli 1985
Drittes Internationales Theaterfestival des Sandkorntheaters. 35 Gruppen aus Ost- und Westeuropa sowie Afrika machen die Veranstaltung zum bisher größten Erfolg.
23. August 1985
Mit einem Festakt wird die nach Plänen der Architekten Herman Rotermund und Christine Rotermund-Lehmbruck am Festplatz neu erbaute Stadthalle eingeweiht. Sie birgt ein modernes Kongresszentrum, das in mehreren Räumen gleichzeitig 4.700 Besuchern Platz bietet.
28. August 1985
Die "Badischen Neuesten Nachrichten" melden, dass im Städtischen Klinikum "kürzlich" der erste Patient an der erworbenen Immunschwäche Aids gestorben sei, zwei weitere seien in Behandlung.
29. August 1985
Fünf Tote und vier zum Teil lebensgefährlich Verletzte fordert die Amokfahrt eines wild um sich schießenden 32-jährigen Mannes aus Waldbronn durch die "Bergdörfer", die südöstlichen Stadtteile Karlsruhes.
6. November 1985
Offizielle Einweihung der nach Plänen des Architekten Prof. Heinz Mohl erbauten Heinrich-Hübsch-Schule am Mendelssohnplatz. Planung und Bau waren von Auseinandersetzungen über die Kostenentwicklung begleitet.
10. November 1985
Eröffnung des von der Trautmann-Schröder-Stiftung getragenen rechtshistorischen Museums in der Stephanienstraße 19.
28. November 1985
Einweihung des kulturellen Zentrums am Rondellplatz mit den neuen Räumen für das Kammertheater und das Centre Culturel Français.
9. Januar 1986
Gründung der "Internationalen Händel-Akademie". Ziel ist die Einrichtung einer Forschungs- und Fortbildungsstätte für Musiker und Studenten des In- und Auslandes.
13. - 16. Februar 1986
32. Internationale deutsche Tischtennismeisterschaften in der Europahalle.
18. Februar 1986
Der Gemeinderat beschließt den Beitritt der Stadt zur "Vereinigung für die Verwirklichung des TGV Paris-Ost". Ziel der Stadt ist die Verknüpfung der französischen Schnellbahnverbindung von Paris über Metz nach Straßburg mit der deutschen Rheintalstrecke. Karlsruhe läge damit im Schnittpunkt der zentralen Ost-West- bzw. Nord-Süd-Eisenbahnlinien.
21. März 1986
Mit Theresia Riedmaier wird die erste Frauenbeauftragte der Stadt bestellt. Sie soll die Gleichberechtigung von Frau und Mann im Arbeitsleben und in der Gesellschaft fördern.
13. April 1986
Bei der Oberbürgermeisterwahl gewinnt der bisherige 1. Bürgermeister Prof. Dr. Gerhard Seiler (CDU) im ersten Wahlgang vor den Mitbewerbern Ulrich Pfeifle (SPD) und weiteren Kandidaten. Prof. Seiler tritt die Nachfolge Otto Dullenkopfs am 1. Juli an.
6. Mai 1986
Die Stadtverwaltung nimmt nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl vom 26. April zusätzlich zu den staatlichen fortlaufend eigene Messungen der Radioaktivität vor. Die Notwendigkeit, Bäder, Spielplätze oder Sportstätten aufgrund radioaktiver Verseuchung zu schließen, ergibt sich dabei gemäß den (nicht unumstrittenen) Grenzwerten nicht.
6. - 13. Juni 1986
Das Markgrafengymnasium in Durlach feiert sein 400-jähriges Bestehen. Im Oktober veranstaltet das Bismarckgymnasium, das aus dem Durlacher Gymnasium entstanden ist, ebenfalls eine 400-Jahr-Feier.
9.-13. Juni 1986
Erste Karlsruher Frauen-Kulturwoche.
28. Juni 1986
In Knielingen beginnen die Feiern für das 1.200-jährige Jubiläum der bis 1935 selbständigen Gemeinde u. a. mit einem historischen Festzug.
4. September 1986
Eröffnung eines italienischen Konsulats in der Adlerstraße für die 4.300 Italiener in Karlsruhe und ihre Landsleute vor allem im mittelbadischen Raum.
20. September 1986
Die Straßenbahnlinie Europahalle-Oberreut wird eröffnet.
1. Oktober 1986
Die neu geschaffene Führungsakademie Baden-Württemberg, die Führungsnachwuchs für die Landesverwaltung ausbilden soll und ihren Sitz in Karlsruhe hat, wird feierlich eröffnet. Am 9. April 1987 bezieht sie das "Schweden-Palais" in der Hans-Thoma-Straße.
11. Oktober - 7. Dezember 1986
Die Ausstellung "Holomedia" im Prinz-Max-Palais zeigt Hologramme, Licht-Klang-Objekte und Computergraphik. Diese Einstimmung auf das von der Stadt geplante "Zentrum für Kunst und Medientechnologie" lockt etwa 70.000 Besucher an.
2. November 1986
Die seit 15 Jahren in Karlsruhe veranstaltete Verbrauchermesse "offerta" zählt nach Schließung erstmals mehr als 100.000 Besucher.
13. - 30. November 1986
Die 1949 anlässlich der Karlsruher Herbsttage erstmals nach Kriegsende wieder veranstalteten Bücherschau wird in diesem Jahr vergrößert und publikumswirksamer aufgezogen.
15. November 1986
In der Hebelstraße beziehen die Karlsruher Stadträte das "Haus der Fraktionen".
13. Dezember 1986
Mit der Eröffnung der Hardtbahn zwischen Neureut und Leopoldshafen erhält das Karlsruher Nahverkehrsnetz eine bedeutende Ausweitung nach Norden.
25. Januar 1987
Bei den Bundestagswahlen behauptet die CDU das Direktmandat. Die SPD gewinnt über die Landesliste ein Mandat.
31. März 1987
Die Oberbürgermeister von Bruchsal, Bretten, Bühl, Ettlingen, Gaggenau, Karlsruhe und Rastatt gründen auf Initiative des Karlsruher Oberbürgermeisters die Technologie-Region Karlsruhe zur gemeinsamen Darstellung und Vertretung der Interessen des Raumes. Am 7. November treten die Stadt Baden-Baden und die Landkreise Karlsruhe und Rastatt dem Vertrag bei.
5. Mai 1987
Der Gemeinderat beschließt den Kauf der "Orgelhalle" in Durlach, die damit vor dem Abriss gerettet wird. Das Programmkonzept des neuen Kulturzentrums setzt vor allem auf Kleinkunst.
29. Mai 1987
Karlsruhe geht mit der Stadt Halle in der DDR eine Städtepartnerschaft ein. Der Vertrag wird am 18. September ratifiziert.
9. Juni 1987
Die Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Maxau ist nach der Kollision eines Schlepperverbandes mit einem der vier Brückenpfeiler einsturzgefährdet. Die Schiffspassage bleibt vom 9. - 27. Juni gesperrt.
4. Juli 1987
Karlsruhe ist Startplatz einer Etappe der "Tour de France".
18. August 1987
Der erste Bauabschnitt der von Prof. Oswald Matthias Ungers (Köln) entworfenen neuen Badischen Landesbibliothek in der Erbprinzenstraße wird eröffnet.
11. September 1987
Für die etwa 65.000 in Karlsruhe lebenden ehemaligen Flüchtlinge und die Aussiedler, die in 27 Landsmannschaften organisiert sind, wird in der Moltkestraße das "Haus der Heimat" eröffnet.
2. - 4. Oktober 1987
Das von Egon von Neindorff im Jahre 1947 gegründete Reitinstitut, das die klassische Reitkunst pflegt, feiert 40-jähriges Jubiläum mit öffentlichen Vorführungen.
3. Oktober 1987
Einweihung des neu gestalteten Grötzinger Rathausplatzes, wo 1986 die neue Begegnungsstätte eingeweiht worden ist.
5. Oktober 1987
Die Neuapostolische Gemeinde stellt den markanten Neubau ihrer Kirche an der Karlstraße der Öffentlichkeit vor. Mit diesem Bau erhält die Gemeinde eine Zentralkirche für Baden.
11. Oktober 1987
In Karlsruhe wird erstmals ein Ausländerbeirat der Stadt gewählt.
24. Oktober - 6. Dezember 1987
Ausstellung im Badischen Kunstverein Karlsruhe "Stilstreit und Führerprinzip. Künstler und Werk in Baden 1930 - 1945".
12./13. November 1987
Zum 50. Deutsch-Französischen Gipfeltreffen kommen Staatspräsident François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl mit ihren Delegationen nach Karlsruhe. Tagungsorte sind das Schloss und das Kongresszentrum.
13. - 16. November 1987
Die Stadt veranstaltet erstmals die Karlsruher Künstlermesse im Gemeindezentrum St. Stephan.
Dezember 1987
Bundesweites Aufsehen erregt der Selbstmord der halsquerschnittsgelähmten "Daniela". Er löst neue Diskussionen um die aktive und passive Sterbehilfe aus.
18. Dezember 1987
Der erste private Rundfunksender Karlsruhes, die "Welle Fidelitas", geht auf Sendung. Zwei weitere Sender folgen am 5. November 1988.
21. Januar 1988
Der verdiente und mit vielen Auszeichnungen geehrte langjährige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Karlsruher Werner Nachmann, stirbt laut Zeitungsberichten an Herzversagen. Im Mai wird offenbar, dass er 33 Millionen Mark Zinsen aus 400 Millionen Mark Wiedergutmachungsleistungen veruntreut hat.
27. Januar 1988
Mit einer Ausstellung im Landesgewerbeamt "100 Jahre Radiowellen: Heinrich Hertz - Werk und Wirkung" feiert die Universität den Entdecker und die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen an der Karlsruher Hochschule.
Heinrich Hertz. StadtAK 8/PBS III 637
7. Februar 1988
Beim bisher erfolgreichsten 4. Internationalen Hallen-Leichtathletik-Meeting in der Europahalle startet unter anderen Top-Stars auch der kanadische Sprinter Ben Johnson, der bei der Olympiade dieses Jahres dann des Dopings überführt wird.
28. April 1988
Das Waldstadtzentrum in der Feldlage wird eröffnet. Es soll Einkaufsmagnet und Begegnungsort für den Stadtteil sein.
28. April 1988
Offizielle Einweihung des Sperrtores für den Rheinhafen, das am 8. November 1987 erstmals erprobt wurde. Mit ihm soll bei Rheinhochwasser das Hafengebiet vor Überschwemmungen gesichert werden.
4. Mai 1988
Einweihung des Neubaus der Brücke über den Rangierbahnhof im Verlauf der Wolfartsweierer Straße.
10. Mai 1988
Der Gemeinderat stimmt mehrheitlich dem seit drei Jahren erarbeiteten Konzept eines Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) zu und billigt den von der Stadtverwaltung vorgesehenen Standort "Hauptbahnhof Süd".
24. Juni 1988
Das letzte Teilstück der Südtangente mit den Tunnelbauwerken bei Bulach wird dem Verkehr übergeben. Zugleich wird der Autobahnanschluss Karlsruhe Mitte eröffnet. Es besteht nun eine direkte Verbindung von der Rheinbrücke bei Maxau zur Bundesstraße 3 zwischen Durlach und Wolfartsweier. Auf dem Gelände der ehemaligen Landesfrauenklinik an der Kaiserallee wird ein halbes Jahr nach der Inbetriebnahme die Psychiatrische Klinik offiziell eingeweiht.
28. Juni 1988
Der Gemeinderat beschließt eine Änderung der Hauptsatzung, die Durlach-Aue eine eigene Ortschaftsverfassung zubilligt. Für andere Ortsteile schließt das Regierungspräsidium entsprechende Änderungen aus.
Juli 1988
Mit einem Frauenanteil von 30 % liegt der Karlsruher Gemeinderat nach einer Umfrage des Deutschen Städtetages an vierter Stelle aller deutschen Städte mit über 20.000 Einwohnern.
19. - 24. Juli 1988
Im Fächerbad in der Waldstadt finden die 100. Deutschen Schwimm-Meisterschaften statt, bei denen zugleich die Olympiateilnehmer ermittelt werden.
4. September 1988
Ein Bürgerentscheid über die Bebauung des Kronenplatzes erreicht mit etwa 38.500 Stimmen nicht die nötige Beteiligung von 30 % aller Wahlberechtigten. Veranlasst wurde er durch den Plan der Firma L'Oréal, hier ein Verwaltungszentrum für 250 Mitarbeiter zu errichten, dem der Gemeinderat am 12. April zugestimmt hatte. Nachdem im Januar 1989 in einem Architektenwettbewerb über die Baupläne entschieden wurde, gibt die Firma kurz vor Baubeginn ihre Bauabsicht auf und teilt am 4. Oktober 1990 die Verlegung des Marketings und des Vertriebs der Firma nach Düsseldorf mit.
23. September - 1. Oktober 1988
"Woche der ausländischen Mitbürger" erstmals in Karlsruhe veranstaltet.
1. Oktober 1988
In Durlach kann der Festsaal der Karlsburg nach langwierigen Bauarbeiten eingeweiht werden.
2. Oktober 1988
Die Gemeinde der Christuskirche am Mühlburger Tor feiert die Wiederherstellung ihres Gotteshauses in der alten Form. Die Dächer der Kirche waren am 3. September 1942 bei einem Luftangriff abgebrannt. Nach der Restaurierung, der Hauptturm konnte bereits im September 1985 aufgesetzt werden, trägt sie nun wieder einen Haupt- und vier Nebentürme.
10. - 17. Oktober/7. - 14. Nov
860 jüdische Gäste - ehemals Bürger der Stadt mit Angehörigen - besuchen Karlsruhe. Auf Einladung der Stadt Karlsruhe nehmen sie an den Gedenkfeiern zur 50. Wiederkehr des Judenpogroms (sogenannte Reichskristallnacht) vom 9./10. November 1938 teil. Aus diesem Anlass veröffentlicht das Stadtarchiv zwei Bücher zur Geschichte der Juden in Karlsruhe, und die Stadtgeschichtlichen Sammlungen im Prinz-Max-Palais zeigen eine Ausstellung dazu, die über 20.000 Besucher sehen.
13. Oktober 1988
Der Werkausschuss der Stadt Karlsruhe beschließt, die Mehrkosten für den Bau eines breiteren Strompfeilers und breiterer Widerlager der neuen Eisenbahnbrücke über den Rhein zu übernehmen. Damit soll der spätere Bau eines Stadtbahngleises in die Pfalz ermöglicht werden. Die Bundesbahn wollte nur eine eingleisige Brücke bauen.
9. Dezember 1988
Als Beilage im Amtsblatt erscheint erstmals der "Blick in die Geschichte", in dem fortan vierteljährlich Beiträge zur Geschichte und Kultur in Karlsruhe publiziert werden.
3. - 5. Februar 1989
In der Europahalle wird die Davis-Cup-Begegnung Bundesrepublik-Indonesien ausgetragen, zu der etwa 10.000 Zuschauer kommen, um u. a. Boris Becker Tennis spielen zu sehen.
27. März 1989
Mit 25,7° Celsius wird die höchste Märztemperatur seit 1876 in Karlsruhe gemessen.
24. April 1989
Das Kaufhaus Karstadt eröffnet an der Ecke Kaiser-/Ritterstraße einen Neubau. Damit ist eine der letzten großen Baulücken in der Kaiserstraße geschlossen. Anschließend beginnt der Innenumbau des danebenliegenden alten Gebäudes.
3. Juni 1989
Die Straßenbahnstreckenverlängerung von Leopoldshafen nach Linkenheim-Hochstetten geht in Betrieb. Nach 20 Jahren Planungs- und Bauarbeiten ist nun die Hardtbahn fertig gestellt und zugleich der 100. Streckenkilometer im Schienennetz der Verkehrsbetriebe Karlsruhe und der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft erreicht.
18. Juni 1989
Bei den Europawahlen verliert die CDU zwar über 10 % der Stimmen, bleibt aber stärkste Partei. Wie überall in Deutschland erreichen die "Republikaner" mit 7,4 % ein Ergebnis, das zu Bedenken Anlass gibt. Heinke Salisch (SPD) zieht über die Landesliste wieder in das Europaparlament ein.
19. Juni 1989
In der Rheinstrandsiedlung wird der 1.000. Kilometer des Karlsruher Kanalnetzes verlegt.
20. - 30. Juli 1989
In der Stadt finden die 3. World Games, die Weltspiele der nichtolympischen Sportarten statt, die zu einem großen Erfolg werden. Dazu trägt auch das breit gefächerte Begleitprogramm bei, das die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Karlsruher Vereinen konzipiert hat.
12. August 1989
Konstituierung des Stiftungsrates als oberstes Gremium des "Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM)". Bei der ersten Arbeitssitzung am 6. Oktober berufen die je vier Vertreter der Stadt und des Landes Prof. Dr. Heinrich Klotz, der seit dem 1. April als Gründungsdirektor amtiert, zum Leiter des ZKM. Die Konzeption für das ZKM sieht die Angliederung einer Hochschule für Gestaltung (HfG) vor. Beide Institutionen sollen auf dem Gelände hinter dem Hauptbahnhof angesiedelt werden. Den Architektenwettbewerb für das Gebäude des ZKM gewinnt im Oktober 1989 der niederländische Architekt Rem Koolhaas.
12. September 1989
Im Aufnahmelager in Durlach, der früheren Landespolizeischule in der alten Markgrafen-Kaserne, treffen die ersten 70 Flüchtlinge aus der DDR ein.
22. Oktober 1989
Die Kommunalwahlen bringen der CDU Mandatsverluste. Als bedenklich kommentieren viele Beobachter den Einzug von drei Abgeordneten der "Republikaner" in den Gemeinderat.
3. November 1989
Nach siebenjähriger Bauzeit wird das wieder aufgebaute Schloss Gottesaue, 1594 als Renaissance-Schloss am Platz des ehemaligen Klosters erbaut, eingeweiht und zugleich der Staatlichen Hochschule für Musik übergeben.
8. - 10. Dezember 1989
Auf Einladung der Stadt weilen 230 Bürger und Bürgerinnen der Partnerstadt Halle, die durch ein Karlsruhe-Quiz ermittelt wurden, in der Stadt. Die Öffnung der Grenze der DDR am 9. November ermöglicht eine Intensivierung der Städtepartnerschaft.