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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
11. Januar 1960
Oberbürgermeister Günther Klotz erklärt in einer Pressekonferenz Karlsruhes Gemarkungsgrenzen für "antiquiert", schließt aber Eingemeindungen gegen den Willen der betroffenen Gemeinden aus. Am 18. Mai spricht sich Landrat Joseph Groß im Kreistag gegen Eingemeindungspläne aus.
März 1960
Die Städtische Bücherei zieht in die ehemaligen Räume der Sparkasse am Marktplatz um.
11. März 1960
Die Daxlander Appenmühle wird Quartier für etwa 100 italienische "Gastarbeiter". Am 15. Juli trifft der vierte Transport spanischer Arbeiter ein.
26. Juni - 11. September 1960
Der Kunstverein zeigt die Ausstellung "Deutsche Impressionisten: Liebermann-Corinth-Slevogt".
28. Juni 1960
Der Rüppurrer-Tor-Platz erhält wieder den Namen Mendelssohnplatz, den er vor 1933 trug.
20. Juli 1960
Fertigstellung des Neubaus für das Durlacher Finanzamt an der Prinzessenstraße.
3. August 1960
Der Flugplatz Karlsruhe-Forchheim erhält viermal wöchentlich Flugverbindung nach Düsseldorf.
10. August 1960
Eröffnung des Parkhauses Waldstraße auf dem Gelände des ehemaligen Varietétheaters Colosseum.
6. September 1960
Karl Kaufmann vom KSC gewinnt bei den Olympischen Spielen in Rom über 400 m nach Zielfotoauswertung die Silbermedaille zeitgleich mit dem Sieger in der neuen Weltrekordzeit von 44,9 sec.
18. November 1960
Das Preisgericht für einen Theaterneubau am Schlossplatz urteilt über die Entwürfe der elf aufgeforderten Architekten. Der Neubau soll zum Stadtjubiläum 1965 eröffnet werden. Die Planungen werden gegenstandslos, als das Gelände dem Bundesverfassungsgericht für einen Neubau angeboten wird, um eine Verlegung aus Karlsruhe zu verhindern.
1. Dezember 1960
Einweihung der Feuerwache West auf dem ehemaligen Sportplatzgelände des VfB Mühlburg.
6. Dezember 1960
Der Gemeinderat verlängert zur Sicherung der geplanten Altstadtsanierung die Bausperre über das schon 1959 festgelegte Sanierungsgebiet und verfügt ein Vorkaufsrecht der Stadt. Eine Bausperre wird auch für das Gewann Katzenwedelwiesen südlich von Bulach verhängt, wo künftig die Südtangente verlaufen soll.
10. Dezember 1960
Gründung der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein.
22. Dezember 1960
Die Straßenbahn fährt bis zur Waldstadt.
31. Dezember 1960
Im Stadtgebiet sind etwa 20.000 Fernseher und 73.000 Radiogeräte angemeldet.
31. Dezember 1960
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 240.000.
8. Januar 1961
Der neue Ölhafen nördlich von Maxau wird mit dem Durchbruch zum Rhein fertig gestellt.
17. Februar 1961
Im seit Februar 1955 produzierenden Karlsruher Heinkel-Werk geht der 100.000. Motorroller vom Fließband. Die Firma geht 1984 in Konkurs.
29. März 1961
Die Vertreter der Kreistagsfraktionen sprechen sich für die Selbständigkeit der Karlsruher Umlandgemeinden aus. Bereits am 3. März hat sich Grötzingen gegen eine Eingemeindung nach Karlsruhe ausgesprochen.
15. April 1961
Eröffnung eines "Centro italiano" für die "Gastarbeiter" aus Italien. Am 7. Oktober 1963 wird eine solche Einrichtung auch für spanische Arbeitskräfte geschaffen.
2. Mai 1961
Westeuropäische und amerikanische Atomwissenschaftler tagen im Kernforschungszentrum, dessen Reaktor am 7. März die erste selbständige Kettenreaktion erreicht.
5. Mai 1961
Um der Personalnot Herr zu werden, stellt die Stadt Straßenbahn-Schaffnerinnen ein.
24. Juni 1961
Die ersten Fälle von Kinderlähmung werden in Karlsruhe verzeichnet. Am 17. Mai 1962 beginnt die Polio-Schluckimpfung.
19. Juli 1961
Uraufführung des Films über Karlsruhe: "Stadt im Umbruch".
20. Juli 1961
Mit der Ernst-Reuter-Schule in der Tilsiter Straße der Waldstadt wird das elfte neue Schulhaus seit 1945 festlich eingeweiht.
13. September 1961
Eröffnung einer Ausstellung von Werken Fritz Wotrubas im Badischen Kunstverein und im Botanischen Garten.
14. Oktober 1961
Inbetriebnahme des Fernheizwerkes in der Waldstadt.
21. Oktober 1961
Die Luftwaffengruppe Süd bezieht ihr neues Stabsquartier an der Rintheimer Allee.
24. Oktober 1961
Der Gemeinderat beschließt den Bebauungsplan für den östlichen Teil des Beiertheimer Feldes, der die Bebauung zwischen der Südweststadt und Bulach ermöglicht.
13. November 1961
Die Ruine des Ständehauses, des ersten eigenständigen Parlamentsbaues in deutschen Ländern, wird abgerissen.
12. Dezember 1961
Der Gemeinderat billigt nach fünfjähriger Planung den Karlsruher Verkehrslinienplan. Dieser sieht u. a. den Ausbau der Kriegsstraße, eine Nord- und eine Südtangente, eine nordwestliche Umgehungsstraße für Durlach und eine Neutrassierung der B 36 zwischen Knielingen und Neureut vor.
18. Dezember 1961
Das vom Abriss bedrohte Weltzien-Haus Ecke Karl-/Herrenstraße bleibt erhalten. Das wohl von einem Schüler Friedrich Weinbrenners errichtete letzte erhaltene bürgerliche Eckwohnhaus an einer der Radialstraßen hat seinen Namen nach dem zeitweiligen Besitzer, dem Chemieprofessor Karl Weltzien. Die Versicherungsgesellschaft errichtet ihren Neubau, der im Dezember 1964 bezogen wird, in gebührendem Abstand.
21. Dezember 1961
Die Statistik verzeichnet seit Kriegsende den Neubau von 35.000 Wohnungen.
27. Dezember 1961
Der Gemeinderat besichtigt die vorgesehenen Trassen der Nord- und Südtangente, die das Regierungspräsidium genehmigt hat. Landrat Joseph Groß votiert gegen die Nordtangente.
1962
Der Umschlag in den Karlsruher Rheinhafen übersteigt erstmals 4 Millionen Tonnen.
12. - 25. Januar 1962
Im Rathaus wird die Ausstellung "Wien - Stadt der Arbeit - Stadt der Kunst" von knapp 40.000 Besuchern gesehen.
23. März 1962
Die "Landessammlungen für Naturkunde am Friedrichsplatz" eröffnen weitere Ausstellungsräume und das neue Vivarium.
1. April 1962
Das Pädagogische Institut, das 1956/57 in die wieder errichteten Gebäude in der Bismarckstraße umgezogen ist, wird in eine Pädagogische Hochschule umgewandelt.
1. August 1962
Die acht Heuer-Ampeln (Uhrzeigerampeln) werden bis 1964 durch moderne Lichtsignalanlagen ersetzt.
5. September 1962
Etwa 8.000 ausländische Arbeitskräfte arbeiten und leben in der Stadt.
9. September 1962
Die Rohölleitung von Marseille nach Karlsruhe zu den neuen Ölraffinerien wird unter dem Rheinbett durchgeführt. Im Dezember beginnt die Weiterverarbeitung des Rohöls, und am 24. April 1963 ist die offizielle Einweihung der Esso-Raffinerie in Anwesenheit von Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger. Am 14. Juni 1963 wird die DEA-Scholven-Raffinerie eingeweiht.
Die Erdölraffinerien am Rhein, 1964. StadtAK 8/Alben 391, 360
1. Oktober 1962
Die neue Vogesenbrücke in Mühlburg wird dem Verkehr übergeben.
4. Oktober 1962
Festliche Einweihung des neuen Amtsgerichtsgebäudes am Schlossplatz. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Landesregierung und -verwaltung bittet Oberbürgermeister Günther Klotz unter Hinweis auf das Stadtjubiläum und die Bundesgartenschau, die Baulücken am Schlossplatz zu schließen. Die letzte Baulücke wurde 2008 geschlossen.
14. November 1962
In Karlsruhe wird das 50.000. Kraftfahrzeug zugelassen.
18. Januar 1963
Eine städtische Ölwehr wird aufgebaut.
30. Januar 1963
Für die Vorbereitung der Bundesgartenschau 1967 richtet die Stadtverwaltung ein selbständiges Gartenbauamt ein, das es 1905 - 1940 schon einmal gegeben hatte.
Februar 1963
Enorme Schneefälle und eine Grippewelle führen zu Belastungen der Bürger und Störungen des öffentlichen Lebens.
1. Februar 1963
Die Landkreisgemeinden stimmen einer Raumplanungsgemeinschaft des Stadt- und Landkreises Karlsruhe zu, der sich am 26. August auch die Stadt Ettlingen und am 10. September der Landkreis Bruchsal anschließen.
2. Februar 1963
Die Stadt erhält für ihre Förderung der deutsch-französischen Beziehungen die Ehrenfahne des Europarates.
12. März 1963
Der Gemeinderat beschließt die Verlegung der Denkmäler von Karl Friedrich Drais von Sauerbronn, Carl Benz und Franz Grashof an der Kriegsstraße zwischen Lamm- und Karl-Friedrich-Straße, da diese dem bereits begonnenen Ausbau für den wachsenden Verkehr im Wege stehen. Die Denkmäler finden an der Beiertheimer Allee einen neuen Standplatz.
26. März 1963
Einweihung der Gedenkstätte und des Friedhofs im südfranzösischen Gurs, wohin 1940 die badischen und saarpfälzischen Juden deportiert wurden. 32 kommunale Körperschaften Badens unter maßgeblicher Beteiligung Karlsruhes tragen zur Errichtung und Unterhaltung der Gedenkstätte bei.
3. Mai 1963
Der Gemeinderat beschließt über das neue Baugebiet "Bergwald" im Osten der Stadt. Die Erschließungsarbeiten beginnen noch in diesem Monat.
22. Juni 1963
Im Bahnhof Karlsruhe-Durlach hält erstmals ein Auto-Reisezug.
14. Juli 1963
Karlsruhe hat 250.000 Einwohner.
12. Oktober 1963
Festliche Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes der Landesversicherungsanstalt Baden am Weinbrennerplatz. Die Pläne für das 21-geschossige Hochhaus fertigte Prof. Erich Schelling.
11. November 1963
Am Platz der ehemaligen Synagoge in der Kronenstraße wird eine Gedenktafel enthüllt. Sie erinnert an die Zerstörung des Gebäudes "am 10. November 1938 unter der Herrschaft der Gewalt und des Unrechts".
22. Februar 1964
Offizielle Einweihung der Europa-Schule, die seit September 1962 den Unterricht in der Werner-von-Siemens-Schule aufgenommen hatte. Am 24. Oktober 1969 bezieht sie ihren Neubau in der Waldstadt.
27. Februar - 20. März 1964
In diesen Wochen finden fünf Richtfeste für Kirchenbauten statt. St.-Johannes-Baptista (katholisch) in Durlach-Aue (27. Februar), Lukaskirche (evangelisch) in der Seldeneckstraße (28. Februar), Abschluss des Wiederaufbaus der Altkatholischen Kirche (12. März), St.-Michaels-Kirche (katholisch) am Barbarossaplatz (19. März) und Evangelische Kirche Durlach-Aue in der Brühlstraße (20. März).
St. Michaelskirche
3. April 1964
Erstmals sind uniformierte Polizeibeamtinnen im Dienst.
19. April 1964
Die Bambi-Filmpreise für 1963, das Rehkitz war 1957 von Emil Sutor neu gestaltet worden, werden zum letzten Mal in Karlsruhe verliehen. Den neuen Besitzer der "Film-Revue", Franz Burda, veranlasste die Kritik der "Badischen Neuesten Nachrichten" an der neu konzipierten Gala und an seiner bewusst provozierenden Rede zur deutschen Filmförderung, die Bambi-Preise an wechselnden Orten zu verleihen.
Filmstar und Bambipreisträgerin 1961 Sophia Loren auf dem Rathausbalkon. Foto: Bildstelle der Stadt Karlsruhe
24. April 1964
Bei der Landtagswahl gewinnt die CDU erstmals die Stimmenmehrheit in Karlsruhe, die sie bis 1988 behält.
7. Mai 1964
Einweihung der Adam-Remmele-Schule in Daxlanden.
12. Mai 1964
Die Stadt erwirbt vom Land Baden-Württemberg die Karlsburg in Durlach. Der Westflügel soll abgerissen werden für die Erweitung der Schlossschule.
10. Juni 1964
Das Bolschoi-Ballett aus Moskau gastiert im Badischen Staatstheater.
11. Juli 1964
Eröffnung des "Wellenbades" in Rappenwört. Die zunehmende Verschmutzung des Rheinwassers hat die Neuanlage von Schwimmbecken notwendig gemacht.
17. Juli 1964
Richtfest für den Ausbau des städtischen Elektrizitätsversorgungwerks am Rheinhafen zum Heizkraftwerk.
August 1964
In der neuen "Trabantenstadt Oberreut" bei Bulach beziehen die ersten Bewohner ihre neuen Wohnungen.
2. Oktober 1964
Eröffnung der Karlsruher Kulturtage, deren Thema "... und anders kehrten sie heim" lautet. Anwesend sind Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger und der französische Autor Gabriel Marcel, dessen Stück "Ein Gerechter" im Insel-Theater uraufgeführt wird.
29. Oktober 1964
Eröffnung des Park-Hotels an der Ettlinger Straße.
31. Oktober 1964
Zu Ehren der Karlsruher Euthanasieopfer des nationalsozialistischen Deutschland weiht die Stadt auf dem Hauptfriedhof ein Mahnmal, das Karl Egler entworfen hat, und ein Ehrenfeld ein. 386 geistig Behinderte sind Opfer dieses Mordens geworden.
31. Dezember 1964
Das "Durlacher Tagblatt" stellt sein Erscheinen ein.
16. Februar 1965
Planung einer "Rheinstadt" durch die Stadt bei Maxau. Sie soll 29.000 Menschen beherbergen. Rückläufige Bevölkerungsziffern führen nach 1970 zur Einstellung des Projektes.
23. Februar 1965
Der Stadtrat stimmt dem Ausbau des Flughafens Forchheim zu und genehmigt am 27. April den Ankauf eines Teils des Flugplatzgeländes.
20. März 1965
Eröffnung des "Oberrheinischen Dichtermuseums" im Haus des "Volksbundes für Dichtung" (Scheffelbund) in der Röntgenstraße.
7. Mai 1965
Feierliche Übergabe des neuen Gebäudes mit dem Lesesaal der Badischen Landesbibliothek im Nymphengarten.
13. Mai 1965
Das Badenwerk feiert mit einem Essen für die Belegschaft den Umzug in seinen Verwaltungsneubau, das Hochhaus am Ettlinger Tor. Geplant hat es die Architektengemeinschaft Norbert Schmidt und Klaus Möckel (Karlsruhe), Theodor Ketter (Köln).
18. Mai 1965
Nach einem wilden Streik entlässt die Firma Junker & Ruh 700 Arbeiter, das sind etwa 50 % der Gesamtbelegschaft. Der Arbeitskampf begann nach einer Änderung der Akkordzeiten, die der seit etwa zwei Monaten neue Firmeninhaber, die Neffwerke Bretten, festgesetzt hat. Am 29. Mai enden die Auseinandersetzungen mit der Rücknahme der geänderten Akkordzeiten.
18. Mai 1965
Die Stadt Karlsruhe beschließt eine Partnerschaft mit der Stadt Phoenix/Arizona in den USA, die jedoch vor allem wegen der großen Entfernung nicht mit Leben gefüllt werden kann.
28. Mai 1965
Einweihung des 1955 begonnenen und in drei Bauabschnitten fertig gestellten Neubaus für das Landesgewerbeamt an der Karl-Friedrich-Straße.
20. Juni 1965
Im Kunstverein beginnt die Ausstellung "Romantiker und Realisten" zum 250. Stadtjubiläum.
23. Juni 1965
Festakt zum 250-jährigen Stadtjubiläum in Anwesenheit des Bundespräsidenten Heinrich Lübke, dem zusammen mit vier anderen Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen wird.
1. Juli 1965
Demonstration der Studenten in Karlsruhe für eine Änderung der Bildungspolitik, die zu besseren Studienbedingungen beitragen soll.
9. Juli - 3. Oktober 1965
Jubiläumsausstellung "Karlsruhe gestern - heute - morgen" im Landesgewerbeamt eröffnet. Die von dem Architekturprofessor Otto Haupt und dessen Sohn konzipierte Schau zieht 25.000 Besucher an.
15. Juli 1965
Uraufführung des Jubiläumsfilms über Karlsruhe "Lebenslauf einer Stadt" (Regie Wolf Hart) in der Schwarzwaldhalle.
23. Juli 1965
Inbetriebnahme des neuen Wasserwerks im Hardtwald.
30. Juli 1965
Die Gaskokerei des Gaswerks Ost wird stillgelegt.
4. August 1965
Einweihung des neuen Verbindungskanals zwischen den beiden Stadtgartenseen. Die alte Tiergartenbrücke, die durch eine neue ersetzt wird, war am 13. Januar nach drei vergeblichen Versuchen gesprengt worden.
3. November 1965
Die Unterführung der Kriegsstraße am Ettlinger Tor wird für den Verkehr freigegeben.
4. November 1965
Einweihung der neuen Volksschule am Rennbuckel. Vorangegangen sind die Einweihungen der Neubauten der Eichelgartenschule Rüppurr (21. Oktober) und der Volksschule Aue (3. November).
15. Dezember 1965
Aufstellung des Karl-Friedrich-Denkmals an seinem neuen heutigen Standort auf dem Schlossplatz. Es hat den Bauarbeiten für die Tiefgarage unter dem Schlossplatz weichen müssen.
31. Dezember 1965
Laut Statistik sind in diesem Jahr in der Stadt etwa je 50.000 Personenkraftwagen und Fernseher zugelassen bzw. angemeldet.
11. März 1966
Mit einer Blumenschau wird die von Prof. Erich Schelling geplante Nancyhalle am Festplatz eröffnet. Sie soll die Ausstellungsfläche und damit Karlsruhes Attraktivität für Messen und Kongresse vergrößern.
6. Juni 1966
Nach einem Gerichtsbeschluss muss die Stadtverwaltung der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands Räume für ihren Parteitag vermieten. Gegen den Parteitag organisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund am 17. Juni einen Demonstrationsmarsch mit anschließender Kundgebung.
30. Juni 1966
Einweihung der Albtalbahn-Strecke nach Langensteinbach.
29. Juli 1966
Die Fußgängerunterführung am Ettlinger-Tor-Platz und die Unterführung vom Theater zur Kreuzstraße wird eingeweiht. Die Fußgängerbrücke über die Kriegsstraße bei der Lammstraße ist im Bau.
25. August 1966
Nach grundlegender Modernisierung (Umstellung auf elektrischen Betrieb) wird die Durlacher Turmbergbahn wieder eröffnet.
11. Oktober 1966
Der Gemeinderat beschließt Rationalisierungsmaßnahmen in den Verkehrsbetrieben ("automatischer Schaffner") und im Hinblick auf die Sanierungsvorhaben eine Konzentrierung der Prostitution in der Altstadt.
16. Dezember 1966
Bundesverkehrsminister Georg Leber übergibt die neue Rheinbrücke bei Maxau dem Verkehr.
12. Januar 1966
Die Straßenunterführung am Schlossplatz wird dem Verkehr übergeben. Am 12. August wird die dortige Tiefgarage eröffnet.
10. Januar 1967
Das letzte Karlsruher Pferdegespann für den Fuhrbetrieb (Firma Steffelin) wird außer Dienst gestellt.
15. Februar 1967
Einweihung des Neubaus der Urologischen und Chirurgischen Klinik der Städtischen Krankenanstalten nach fünfjähriger Bauzeit.
23. Februar 1967
Eröffnung der neuen Großmarkthalle am Weinweg.
14. April 1967
Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke eröffnet die Bundesgartenschau in Karlsruhe, die schon am 27. April den 500.000. und am 11. Mai den 1.000.000. Besucher bzw. Besucherin zählt. Neben den Besuchern zieht die Bundesgartenschau auch in größerer Zahl als sonst Jahresversammlungen verschiedener Organisationen nach Karlsruhe.
Zur Bundesgartenschau 1967 wurden Stadt- und Schlossgarten neu gestaltet. Auf dem Festplatz stand von April bis Oktober ein Aussichtsturm. Das Foto zeigt ihn vom Stadtgarten aus. StadtAK 8/Alben 125, 19
19. April 1967
Einweihung der Richt-Wohnanlage in Durlach mit vier 16-geschossigen Hochhäusern und viergeschossigen Wohnungen bauten. Der Privatunternehmer Robert Richt erstellt in diesem ersten Bauabschnitt 400 Wohnungen.
20. Juni 1967
Der Gemeinderat beschließt die Umbenennung des Parkrings in Konrad-Adenauer-Ring.
23. Oktober 1967
Mit einem Großfeuerwerk endet die Bundesgartenschau, die über 6.000.000 Besucher angezogen hat.
10. November 1967
Einweihung der neuen Schlossschule in Durlach.
24. November 1967
Der neue Wasserhochbehälter Luß in Durlach wird in Betrieb genommen.
21. Dezember 1967
Die südliche Fahrbahn der Umgehungsstraße Durlach wird freigegeben. Am 13. Oktober 1969 sind beide Richtungsfahrbahnen fertig gestellt.
21. April 1968
Mit 30° Celsius verzeichnen die Meteorologen den heißesten Apriltag seit 100 Jahren.
14./15./17./28. Mai 1968
Demonstrationen von Studenten gegen die Notstandsgesetzgebung, durch die zeitweilig bestimmte Artikel des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt werden können.
27. Mai 1968
Die Karl Friedrich-, Leopold- und Sophienstiftung weiht ihr neuestes, insgesamt drittes Altersheim ein. Das Wilhelmine-Lübke-Altersheim liegt in der Trierer Straße der Nordweststadt.
Juni/Juli 1968
Die Firma Singer, vormals Haid & Neu, verlegt die Fertigung der Industrienähmaschinen in das neue Werk in Blankenloch, das 1.000 Arbeitsplätze hat. Die Haushaltsnähmaschinen werden mit 1.600 Beschäftigten weiter in der Stadt hergestellt.
3. August 1968
Die Neff-Werke Bretten teilen mit, dass bis zum Jahresende die Produktion bei Junker & Ruh schrittweise eingestellt werden muss. Betroffen sind 1.300 Arbeitnehmer. Im Dezember 1975 werden die Fabrikhallen abgerissen.
8. August 1968
Wilhelmine Lübke eröffnet den Weltkongress der Internationalen Akademikerinnen-Föderation.
5. September 1968
Im Übergangslager Gottesaue sind geflüchtete Bürger aus der Tschechoslowakei untergebracht.
5. September 1968
Eröffnung des Wertkauf-Centers des Karlsruher Unternehmers Hugo Mann an der Autobahnausfahrt Karlsruhe-Durlach. Am 26. August 1969 werden große Teile des Einkaufszentrums durch einen Großbrand zerstört und danach wieder aufgebaut.
Großbrand des Karlsruher Wertkauf-Centers durch Explosion einer Propangasflasche. StadtAK 8/BA Schlesiger A18 57a/3/18A
8. November 1968
Die im Zuge der Altstadtsanierung angelegte Fritz-Erler-Straße zwischen dem Mendelssohnplatz und der Kaiserstraße wird in Anwesenheit von Frau Erler für den Verkehr freigegeben.
25. November 1968
2.000 Jugendliche demonstrieren wegen zweier Leitartikel vom 13. und 19. November gegen die "Badischen Neuesten Nachrichten". Unter dem Titel "Aufstand der Unmündigen" war darin kritisch zur Haltung der Jugend und der Studenten Stellung genommen worden.
10. Dezember 1968
Der Gemeinderat entscheidet sich mit einer Stimme Mehrheit gegen die erneute Ausrichtung einer Bundesgartenschau im Jahre 1975.
22. April 1969
Zur 150. Wiederkehr der ersten Sitzung des badischen Landtags tritt der baden-württembergische Landtag zu einer Festsitzung in Karlsruher zusammen.
6. Mai 1969
Feierliche Schlüsselübergabe für den von Prof. Paul Baumgarten geplanten Neubau des Bundesverfassungsgericht am Schlossplatz.
23. Mai 1969
Das Amtsgericht Durlach ordnet nach einer Klage der Stadt die Räumung des Basler-Tor-Turmes zum 31. Juli an. Verklagt war der Mieter, die "Deutsche Jungenschaft", die dort ein "Antiautoritäres Jugendheim Basler-Tor-Turm" eingerichtet hat. Am 27. Mai demonstrieren die Betroffenen und Sympathisanten im Amtsgericht und im Rathaus in Durlach, wobei es zu Sachbeschädigungen und Festnahmen kommt.
22. Juni 1969
Einweihung des Jugendzentrums des Stadtjugendausschuss in Baerenthal/Lothringen in den Vogesen.
21. - 25. Juli/27. - 31. Oktober
Mit dem Besuch einer Delegation der Stadt Nottingham in Karlsruhe wird eine Partnerschaftsverbindung eingeleitet, die mit dem Gegenbesuch einer Karlsruher Delegation in Nottingham besiegelt wird.
28. September 1969
Bei der Bundestagswahl gewinnt die SPD erstmals das Direktmandat.
24. Oktober 1969
Einweihung der Europaschule in der Waldstadt.
19. November 1969
Bei seiner Haushaltsrede gibt Oberbürgermeister Günther Klotz bekannt, nicht mehr für das Amt kandidieren zu wollen.
29. Dezember 1969
Vom Rheinhafen wird mit acht Millionen Tonnen ein neuer Jahresumschlagrekord gemeldet.

 
 
 

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