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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
1880
Gustav Schönleber wird als Lehrer für Landschaftsmalerei an die Kunstschule berufen.
Gustav Schönleber
1880
Felix Mottl wird als Nachfolger Otto Dessoffs 1. Kapellmeister. 1904 verlässt er Karlsruhe. Unter seiner Leitung erwirbt sich die Karlsruher Oper den Ruf eines "Klein-Bayreuth".
Felix Mottl
1880
Das seit 1863 bestehende städtische Rheinbad bei Maxau, beliebtes Ausflugsziel mit der Maxau-Bahn, wird völlig umgebaut und modernisiert.
28. Juni 1880
Neukonstituierung der Handelskammer, deren Bezirk stark vergrößert worden ist. Präsident wird der Bankier Karl August Schneider.
1881
Das Leihhaus und die Ersparniskasse werden aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften zur Städtischen Spar- und Pfandleihkasse zusammengeschlossen.
8. Februar 1881
Gründung des 1890 in "Karlsruher Altertumsverein" umbenannten Geschichtsvereins.
3. Juni - 16. Oktober 1881
Zur Silberhochzeit Großherzogs Friedrich I. mit Großherzogin Luise und zur gleichzeitigen Vermählung der Prinzessin Viktoria mit Kronprinz Gustav Adolf von Schweden am 20. September 1881 findet eine Kunst- und Gewerbeausstellung statt. An den Festtagen bei Hofe weilen neben dem deutschen Kaiserpaar zahlreiche deutsche und europäische Fürstlichkeiten in Karlsruhe.
Triumphbogen auf dem Marktplatz zur Silberhochzeit des Großherzogspaares und zur Vermählung von Prinzessin Viktoria mit Kronprinz Gustav Adolf von Schweden.
StadtAK 8/PBS oXI 551
16. Juli 1881
Zwischen Durlacher Tor und Durlach nimmt eine Dampfbahn den Betrieb auf. Sie benötigt für die 3,7 km lange Strecke 13 Minuten. Um die gleiche Zeit wird die zwischenzeitlich geschlossene Pferdebahn-Strecke Marktplatz-Bahnhof wieder eingerichtet.
27. Oktober 1881
Erstmals kandidiert bei den Reichstagswahlen ein Vertreter der Demokraten, einer zweiten liberalen Partei. Stärkste Partei bleiben die Nationalliberalen.
28. November 1881
Einweihung der von Gustav Ziegler geplanten Synagoge der orthodoxen Israelitische Religionsgesellschaft im Hinterhaus Karl-Friedrich-Straße 14.
1882
Die von Josef Durm geplante Villa von August Schmieder in der Karlstraße 10 ist fertig gestellt. Bezogen wird sie 1883. 1899 erwirbt Prinz Max von Baden die Villa, die fortan seinen Namen trägt.
Prinz Max von Baden
22. Juni 1882
Bildung einer städtischen Archivkommission, der am 10. Juli 1885 die Einrichtung des Stadtarchivs folgt.
1883
Aus der Deutschen Metallpatronenfabrik Lorenz wird die Maschinenfabrik Lorenz Karlsruhe/Baden ausgegliedert.
1883
Gründung der "Badischen Historischen Kommission". Ihre Mitglieder versammeln sich jährlich in Karlsruhe.
1. Januar 1884
Inbetriebnahme der ersten Fernsprechanlage mit 25 Teilnehmern. Als erste Verbindungen nach außerhalb wird 1890 die nach Durlach eröffnet.
1. Mai 1884
Auf Initiative der Handelskammer wird mit Unterstützung durch die Stadtverwaltung in der Gartenstraße 39 ein Exportmusterlager eröffnet. Es soll der Absatzförderung badischer Gewerbe- und Industrieprodukte dienen.
15. September 1884
Gründung des Großherzoglichen Konservatoriums, das von der Stadt einen Zuschuss erhält. Erster Leiter wird Heinrich Ordenstein. Am 20. Oktober 1893 kann ein eigenes neues Schulgebäude in der Sophienstraße bezogen werden.
Heinrich Ordenstein
1885
Die anhaltenden Diskussionen um die Verbesserung der Verkehrssituation am Hauptbahnhof führen zur Anlage eines Fußgängertunnels am Rüppurrer Tor (1885) und am Ettlinger Tor (1886).
1885
Umwidmung der Polytechnischen Schule in "Technische Hochschule".
1885
Erstes Erscheinen des Vorgängers der "Badischen Presse", die zwar kein Parteiblatt sein will, zumeist aber liberale Standpunkte vertritt.
1885
Unter dem Protektorat der Großherzogin Luise wird eine Malerinnenschule gegründet, die bis 1923 existiert.
27. - 31. Mai 1885
Drittes Musikfest in Karlsruhe. Im Mittelpunkt stehen Werke von Wagner, Liszt und Berlioz.
September 1885
Die 1879 nach Plänen von Stadtbaurat Hermann Schück begonnenen Korrekturarbeiten am Landgraben werden mit dessen Überwölbung abgeschlossen. Er ist nun das Rückgrat des unterirdischen Kanalnetzes für die Entwässerung der Stadt.
1. Januar 1886
Eingemeindung Mühlburgs durch Landesgesetz vom 12. Dezember 1885.
9. April 1886
In seinem Elternhaus in der Stephanienstraße stirbt Joseph Viktor v. Scheffel. Die Beerdigung wird zu einer der größten Trauerbekundungen in der Stadt.
Joseph von Scheffel
Der Trauerzug für Johann Viktor von Scheffel in der Kaiserstraße. Der Blick in die Kaiserstraße zeigt das Nebeneinander alter Modellhäuser und neuer mehrgeschossiger Bauten.
StadtAK 8/PBS III 1292
Oktober 1886
Das neue Gasversorgungswerk II östlich von Gottesaue eröffnet seinen Betrieb. Beide Gaswerke müssen zur Bedarfsdeckung immer wieder erweitert werden. 1884/85 erzeugt man 3,5 Millionen Kubikmeter Gas, 1913 16,5 Millionen.
Das zweite Gaswerk im Osten der Stadt. StadtAK 8/PBS XIVa 80
23. Oktober 1886
Einweihung der Uhlandschule, die in zwei Etappen nach Plänen von Heinrich Lang und Wilhelm Strieder errichtet wurde.
1887
In diesem und dem folgenden Jahr entdeckt der Professor für Physik an der Technischen Hochschule, Heinrich Hertz, die elektromagnetischen Wellen. Damit sind die Voraussetzungen für die drahtlose Nachrichtenübermittlung geschaffen.
28. März 1887
Feierliche Eröffnung des neuen von Wilhelm Strieder geplanten Schlachthofes im Osten der Stadt. Erweiterungsbauten erweisen sich 1897 und 1914 als notwendig.
28. April 1887
Grundsteinlegung für die nach Entwürfen von Ludwig Diemer gebaute evangelische Johanniskirche in der Südstadt. Dies ist der erste Kirchenneubau, der durch das Wachstum der Stadt nötig wurde. Die Einweihung findet am 1. April 1889 statt.
Die evangelische Johanniskirche in der Südstadt. StadtAK 8/PBS oXIVc 42
24. November 1887
Eröffnung der Kaiserpassage.
7. Juli 1888
In der Kaiserstraße 136 eröffnet als private Anstalt das Friedrichsbad seinen Betrieb. Es verfügt über die erste Schwimmhalle in der Stadt.
26. November 1888
Gründung der Bürger-Gesellschaft in der Südstadt. Sie ist der erste Bürgerverein eines Karlsruher Stadtteils. Er soll die Interessen des Stadtteils, der durch die Bahnlinie und die langen Schließungszeiten der Bahnübergänge von der Stadt abgetrennt ist, gegenüber den Behörden wahrnehmen.
1889
Der am 28. Mai 1865 gegründete Lebensbedürfnisverein wird in eine GmbH umgewandelt. Nach einer Krise anfangs der 70er-Jahre entwickelt er sich bis 1913 zu einem Unternehmen mit 28 Vereinsläden und einem Hauptlager in der Roonstraße 28.
April 1889
Die Stadtverwaltung übernimmt die Straßenreinigung und die Hausmüllabfuhr in eigene Regie. Die Müllablagerung erfolgt südlich des Gasversorgungswerks II. Der entstandene Hügel wird später beim Bau der neuen Bahnlinie für die Aufschüttung des heutigen Messplatzes verwendet.
10. Mai 1889
Die katholische St.-Peter-und-Paul-Kirche in Mühlburg wird feierlich eingeweiht. Der erste Gottesdienst fand an Weihnachten 1886 statt.
19. August 1889
Kaiser Wilhelm II. kommt erstmals nach Karlsruhe und wird u. a. von 20.000 ehemaligen badischen Soldaten, die freie Fahrt mit der Eisenbahn nach Karlsruhe erhielten, festlich empfangen. Bis 1914 kommt der Kaiser noch 30 mal in die Residenzstadt.

 
 
 

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