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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
1850
Gründung des Katholischen Vereins Karlsruhe zur Erhaltung und Belebung des kirchlichen Lebens unter den Katholiken. Vorsitzender ist Archivdirektor Dr. Franz Joseph Mone.
1850
Gründung der "Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins" durch Archivdirektor Dr. Franz Joseph Mone.
1851
Prof. Karl Weltzien errichtet eines der ersten großen chemischen Laboratorien Deutschlands am Polytechnikum.
20. Januar 1851
Auf Anregung von Amalie Bader gründen einige katholische Frauen den St.-Vincentius-Verein zum Zweck der Armen- und Krankenpflege. Nach vorübergehender Unterkunft im alten Gewerbehaus (Spitalstraße 31) bezieht der Verein in der Kriegsstraße 49 am 28. August 1861 ein eigenes Haus.
6. Juni 1851
Auflösung der Karlsruher Bürgerwehr.
1852
Im Alleehaus zwischen Karlsruhe und Durlach wird die erste Badische Zündholzfabrik eingerichtet.
21. Februar 1852
Prinz Friedrich übernimmt die Stellvertretung des Großherzogs Leopold. Nach dessen Tod am 24. April fällt ihm die Regentschaft für seinen kranken Bruder Ludwig II. zu. Am 5. September 1856 nimmt er die Würde des Großherzogs an. Großherzog Friedrich I. regiert Baden bis zu seinem Tod am 28. September 1907 als geachteter und geliebter Landesvater.
23. Juli 1852
Am dritten Jahrestag der Kapitulation der badischen Revolutionäre in Rastatt wird zur Erinnerung an die bei der Niederwerfung des Aufstands gefallenen preußischen Militärangehörigen das Preußendenkmal eingeweiht. Das auf dem heutigen alten Friedhof (Kapellenstraße) stehende Denkmal hatte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in Auftrag gegeben. Es wurde von Friedrich Eisenlohr und August Kiss entworfen.
23. August 1852
Eduard Devrient wird erster Fach-Intendant am Karlsruher Hoftheater. Er bleibt in diesem Amt bis 1870 und stirbt in Karlsruhe am 4. Oktober 1877.
Eduard Devrient
Eduard Devrient, Theaterintendant 1852 - 1870.
StadtAK 8/PBS III 245
1853
Vielbeachtete Erstaufführung von Gustav Freytags "Journalisten".
1853
Neuaufbau des Rüppurrer Tores bei der Kriegs-/Kronenstraße. Es erhält den Namen Friedrichstor.
1853
Die seit Ende der 1720er-Jahre bestehende Schule in Klein-Karlsruhe erhält ein eigenes Schulgebäude in der Spitalstraße und wird als zweite Evangelische Stadtschule mit einfachem Unterrichtsbetrieb geführt.
17. Mai 1853
Eröffnung des von Heinrich Hübsch geplanten Theaterneubaus am Schlossplatz mit Schillers "Jungfrau von Orleans".
3./4. Oktober 1853
Der "Allgemeine Deutsche Musikverein" veranstaltet in Karlsruhe ein Musikfest. Hofkapellmeister Joseph Strauß und Franz Liszt dirigieren im Hoftheater.
Das neue, von Heinrich Hübsch geplante Hoftheater eröffnete 1853 seine erste Spielzeit.
StadtAK 8/PBS oXIVa 376
1854
Gründung der Privatbank Veit L. Homburger, die 1911 einen Neubau in der Karlstraße bezieht. Am 1. Januar 1939 wird die Bank "arisiert".
19. Dezember 1854
Einweihung der vom Regenten Friedrich I. gegründeten Kunstschule. Erster Direktor wird der aus Düsseldorf berufene Johann Wilhelm Schirmer.
28. Januar 1855
Richard Wagners "Tannhäuser" wird in Karlsruhe erstmals aufgeführt.
1856
Die Pariser Silberwarenfabrik Christofle & Cie eröffnet einen Filialbetrieb.
1856
Ferdinand Jakob Redtenbacher wird Leiter der Polytechnischen Schule bis 1863. Unter seinem Direktorat entwickelt sich diese zu einer Technischen Hochschule.
1856
Wilhelm Lauter, der spätere Oberbürgermeister, legt neue Hafen- und Kanalpläne vor. Vorerst wird jedoch lediglich der Maxauer Hafen weiter ausgebaggert.
23. Februar 1856
Durch das erste öffentliche Abonnementskonzert der Großherzoglichen Hofkapelle wird das musikalische Leben in der Stadt bereichert. Zuvor hatten vorwiegend Kammermusikkonzerte stattgefunden, u. a. seit 1841 Soireen im Rathaussaal.
20. September 1856
Vermählung Großherzogs Friedrich I. mit Prinzessin Luise von Preußen, der Tochter des späteren Kaisers Wilhelm I. in Berlin. Das neuvermählte Paar zieht am 27. September in Karlsruhe ein.
Hochzeit Großherzogs Friedrich I.
1857
Fertigstellung des neuen Orangeriegebäudes an der heutigen Hans-Thoma-Straße nach Plänen von Heinrich Hübsch.
13. März 1857
Erstellung eines Bebauungsplanes der Stadt, der am 2. August vom Stadtrat erlassen wird. Er enthält die Grenzen des Baubezirks der Stadt und bestimmt, dass je nach Bedarf die unbebauten Grundstücke distriktweise zur Bebauung freigegeben werden. Eröffnet wird zunächst die Bebauung zwischen Amalien-, Kriegs- und Karlstraße. Mit der Bebauung des Viertels hinter dem Bahnhof (der heutigen Südstadt) wird in absehbarer Zeit gerechnet.
Stadtplanung
Mai 1857
Gründung eines Katholischen Gesellenvereins.
20. November 1857
Mit dem Eintritt von Friedrich Wolff in den kleinen, seit 1843 bestehenden Betrieb seines Vaters wird die Firma Wolff & Sohn für Parfümerie- und Feinseifenartikel gegründet.
1858
Karl Friedrich Lessing kommt als Direktor an die Großherzogliche Kunsthalle. 1863 wird er Professor an der Kunstschule.
Karl Friedrich Lessing
1858
Der Fabrikant Georg Friedrich Holtzmann gründet als Kreditgenossenschaft den Vorschußverein Karlsruhe, die spätere Volksbank Karlsruhe.
15. April 1858
Eröffnung eines Stadtpostamtes im Direktionsgebäude der Post in der Kreuzstraße. Die früheren Räumlichkeiten im Bahnhof waren nicht mehr ausreichend gewesen. Das Postamt 1 wird am 1. August 1866 in das Haus Friedrichsplatz 1 verlegt.
1. September 1858
Der Betrieb des Städtischen Krankenhaus wird den evangelischen Diakonissen und dem katholischen Orden der Vincentinerinnen übergeben. Es werden zwei getrennte konfessionelle Abteilungen eingerichtet.
16. - 22. September 1858
Die 34. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte tagt in Karlsruhe. Etwa 900 Teilnehmer, darunter Gelehrte wie Robert Wilhelm Bunsen, Hermann Helmholtz, Gustav Robert Kirchhoff, Justus v. Liebig und Rudolf Virchow tagen in der Orangerie, im Ständehaus und im Polytechnikum.
1859
Die Uraufführung von Richard Wagners "Tristan" scheitert wie auch 1861 an technischen und personellen Schwierigkeiten, die das Werk einer Inszenierung stellt.
1859
Durch Gerichtsentscheid wird Karlsruhe das auf Beiertheimer Gemarkung liegende Sallenwäldchen zugeschlagen.
6. Juni 1859
Gründung des "Badischen Frauenvereins" in Karlsruhe auf Initiative von 14 Karlsruher Frauen. Großherzogin Luise wird zur entscheidenden Förderin des Vereins.
10. August 1859
Die Bahnlinie Karlsruhe-Wilferdingen wird eröffnet, die Verlängerung nach Pforzheim ist 1861 fertig gestellt.
10. November 1859
Anlässlich des 100. Geburtstages von Friedrich Schiller findet wie vielerorts auch in Karlsruhe eine dem nationalen Gedanken verpflichtete Festveranstaltung statt. Ähnliche Feiern folgen zum 100. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes (19. Mai 1862) und zum 50. Todestag Theodor Körners (29. August 1863).

 
 
 

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