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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
1761
Der elsässische Dichter Gottlieb Konrad Pfeffel schlägt die Errichtung einer Universität in der Residenzstadt vor.
1761
Die Landstraße von Karlsruhe nach Ettlingen, die bisher am Hofgut Scheibenhardt vorbeiführte, wird in gerader Linie über Rüppurr neu angelegt.
März 1761
Im Auftrag der Pariser Akademie kommt der Direktor der Pariser Sternwarte Cäsar Franz de Cassini de Thury nach Karlsruhe, um auch hier Gradmessungen vorzunehmen. Die Markgräfin lässt sich ausführlich in seine Arbeiten einweihen.
1762
Bau eines Brunnenturmes an der Lammstraße. Der über ein von Pferden betriebenes Göpelwerk mit Grundwasser gespeiste Behälter versorgt in erster Linie das Schloss und den Schlossgarten mit Wasser.
Der Brunnenturm wurde 1762 errichtet, sein Betrieb 1830 eingestellt und 1833 erfolgte der Abriss. Er nahm den ursprünglich für die katholische Kirche vorgesehenen Platz ein.
StadtAK 8/PBS oXIVa 1288
Dezember 1763
Die Katholiken bitten den Markgrafen, ihren Weihnachtsgottesdienst durch einige Soldaten vor Störungen durch Andersdenkende schützen zu lassen.
1764
Gründung der selbständigen Zimmermeisterzunft.
1765
Aus Basel wird die markgräfliche Bibliothek, die dort seit 1674 lagerte, mit Rheinkähnen nach Karlsruhe in den östlichen Anbau des Schlosses gebracht. Die Aufstellung der Magazinregale Rücken an Rücken stellt eine Neuheit auf dem europäischen Kontinent im Bibliothekswesen dar.
1765
Nach Plänen von Friedrich v. Kesslau und unter Mitarbeit von Wilhelm Jeremias Müller wird das Fasanengarten-Schlösschen mit figurierter Fassade und chinesischem Dach bis 1773 gebaut.
1765
Eine Häuserzählung ergibt einen Bestand von 328 Haupt- und 398 Nebengebäuden.
1765
Beginn der ersten regelrechten Verlängerung einer der Radialstraßen über die Lange Straße hinaus. Die Kronenstraße wird als Neue Rüppurrer Straße verlängert.
8. Februar 1765
Markgraf Karl Friedrich gründet eine "Gesellschaft der nützlichen Wissenschaften". Hier sollen wirtschaftliche Theorie und ihre Anwendung in der Praxis diskutiert werden. Mangelndes Interesse führt im April 1766 zur Auflösung der Gesellschaft.
26. Juli 1765
Grundsteinlegung für den Neubau des katholischen Bethauses, das am 6. Juli 1766 geweiht wird. Das Gebäude - ohne Turm und Glocken - befindet sich Ecke Zirkel/Lammstaße. Hier wird auch die erste katholische Schule eingerichtet.
1766
Die Durlacher Lichter- und Seifenfabrik wird nach Karlsruhe verlegt.
1767
Entlang dem Steinschiffkanal wird eine breite, gut befestigte Straße angelegt, an der der Markgraf eigenhändig die ersten Pappeln pflanzt. Die schnurgerade Allee ersetzt die frühere Verbindung zwischen Durlach und Karlsruhe, die über Gottesaue und Rintheim führte.
1768
Nachdem bereits 1764 eine Kommission über den Ausbau und die Erweiterung der Stadt beraten hat, wird auf Drängen der Stadt, die auf die Wohnungsnot und steigende Haus- und Grundstückspreise verweist, eine Stadterweiterung erörtert. Geplant wird die Verlängerung der Fächerstraßen nach Süden, die diagonal verlaufenden Erbprinzenstraße und Spitalgasse sowie die Anlage eines vergrößerten Marktplatzes, für den die Konkordienkirche und der Friedhof verlegt werden müssten. Über die Ausführung des Planes beschließt Markgraf Karl Friedrich nur von Fall zu Fall, d. h. er genehmigt ihn nicht im Ganzen.
Karlsruher Fächergrundriss
1768
Die Spitzenfabrikation von P. Bouhon nimmt ihren Betrieb auf.
1768
Gründung einer Architektonischen Zeichenschule durch Baudirektor Friedrich v. Kesslau. Diese führt Friedrich Weinbrenner 1798 als Bauschule weiter.
1768
Um den Fasanengarten wird eine Mauer errichtet. Die Arbeiten sind 1773 abgeschlossen.
4. November 1768
Auf Vorschlag von Kirchenrat Johann Leonhard Walz überträgt der Markgraf dem Gymnasium die Aufgabe, besonders begabten Schulkandidaten eine einjährige Ausbildung zu vermitteln. Diese Ausbildungsstätte für Lehrer muss 1809 geschlossen werden.

 
 
 

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