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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
1730
Die Zahl der Ratsmitglieder wird von sechs auf zwölf angehoben. Damit soll den gewachsenen Anforderungen entsprochen werden.
1730
Das für die Schutzaufnahme von Juden in Karlsruhe erforderliche Mindestvermögen wird von 500 auf 800 Gulden erhöht. Es liegt deutlich über dem von christlichen Schutzbürgern geforderten Vermögen.
1730
Der Markgraf verordnet die jährliche Abrechnung des Haushalts der Stadt.
1730
Vor dem Rüppurrer Tor (heute Mendelssohnplatz) existiert eine Ziegelei.
1731
Der Durlacher Posthalter, Siegmund Herzog, richtet in Karlsruhe eine Poststube ein.
1731
Die Volksschule kann aus Privaträumen in das für sie erbaute Haus westlich der Konkordienkirche am Marktplatz umziehen.
1732
Der Wochenmarkt wird jeweils am Montag und Donnerstag abgehalten. Damit sollen die Versorgungsprobleme wegen des bisher nur am Freitag stattfindenden Marktes behoben werden.
1733
In der Folge des Polnischen Thronfolgekrieges besetzen französische Truppen unter Marschall Herzog v. Berwick Karlsruhe.
1733
Wegen des Krieges werden die Sänger und Musiker des Theaters am Hofe größtenteils entlassen. Das rege Musikleben in der Karlsruher Residenz lebt erst unter der Regierung Karl Friedrichs wieder auf.
1733
Vor dem Mühlburger Tor (damals zwischen Wald- und heutiger Karlstraße gelegen) kauft die Stadt das Haus des ehemaligen Totengräbers (heute etwa Europaplatz) und baut es zum Krankenhaus um. 1738 wird es als Militärlazarett benutzt.
1733
Die Superintendantur wird von Durlach nach Karlsruhe verlegt.
Oktober 1733
Markgraf Karl Wilhelm verlässt wegen des Polnischen Thronfolgekrieges, der den Oberrhein zwar nicht zum Kriegsschauplatz, aber zum Durchzugsgebiet französischer, kaiserlicher und russischer Truppen macht, seine Residenz Karlsruhe. Fast genau drei Jahre später, im September 1736, kehrt er aus Basel, von wo er die Markgrafschaft regiert hat, zurück.
1734
Der österreichische Feldherr Prinz Eugen v. Savoyen schlägt vorübergehend sein Hauptquartier in der Stadt auf.
1734
Der Handelsmann Johann Cornelius Roman wird Bürgermeister. Wegen seiner vielen Mühen und Plagen während der Kriegszeit (Einquartierungen und Kriegsleistungen vor allem) wird ihm 1760 "ein Douceur" von 20 Gulden gegeben.
1734
In Karlsruhe befindet sich eine Tabakfabrik. Sie gehört den Kammerräten Schneider und Stümpfler.
1734
Um die Stadt wird ein neuer Palisadenzaun gesetzt. Die Kosten trägt die Regierung.
1735
Zerstörung des Innern von Schloss Gottesaue durch einen Brand, das nach dem Niederbrennen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 nur notdürftig wiederhergestellt worden war.
Blick auf Schloss Gottesaue um 1830.
StadtAK 8/PBS oXIVa 237
1736
Der erste katholische Schulmeister beginnt seine Tätigkeit.
1736
Die steigende Zahl der Juden macht die Verteilung der Aufgaben für deren eigenständige Verwaltung erforderlich. Es werden drei Mitvorsteher gewählt.
1737
Die Stadtverwaltung weigert sich, für die Wiederherstellung der teilweise verfaulten hölzernen Stadttore einen Beitrag zu leisten. Sie behauptet, man brauche keine Stadttore.
1737
Bau des Jagdzeughauses, in dem ab 1786 die Hofschreinerei arbeitet, an der Ahamauer im hinteren Schlossgarten.
6. Juni 1737
Markgraf Karl Wilhelm erleidet einen Schlaganfall, von dem er sich wieder erholt.
1738
An der Lammstraße auf der Südseite der Langen Straße wird an der Stelle, wo die katholische Kirche vorgesehen war, ein Brunnenhaus errichtet.
12. Mai 1738
Markgraf Karl Wilhelm erleidet bei der Gartenarbeit einen zweiten Schlaganfall und stirbt. Die Leiche wird am 18./19. Mai im Schloss aufgebahrt und am 19. Mai nachts um 12.00 Uhr in aller Stille in der Konkordienkirche in einer Gruft unter dem Altar beigesetzt. Am 6. Juli findet eine große Trauerfeier statt.
21. Juli 1738
Bestätigung der Privilegien für die Residenz durch den Regentschaftsrat, der für den minderjährigen Markgrafen Karl Friedrich die Staatsgeschäfte führt.

 
 
 

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