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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Digitale Angebote: Stadtchronik Karlsruhe


 

Die Chronik bietet Einträge zur Geschichte der Stadt Karlsruhe von ihrer Gründung als Residenz­stadt im Jahre 1715 an bis in die Gegenwart als Zentrum der Techno­lo­gie­Re­gion Karlsruhe. Stadt­teilchro­ni­ken der einge­mein­de­ten, ehemals selbstän­di­gen Stadtteile, die zum Teil sehr viel älter sind als Karlsruhe, liefern histo­ri­sche Infor­ma­tio­nen über die Entwick­lung des geogra­fi­schen Raumes, den die Großstadt Karlsruhe heute einnimmt. Die den Einträgen zugeord­ne­ten Bilder veran­schau­li­chen auch das jeweilige Zeitko­lo­rit, und an der Folge histo­ri­scher Stadtpläne kann die stadt­pla­ne­ri­sche Entwick­lung nachvoll­zo­gen werden.

 
1720
Auf dem Karlsruher Markt werden Fertigteile für Modellhäuser verkauft.
1720
Die Zahl der Häuser in der Stadt ist infolge der Verlegung der Residenz von Durlach nach Karlsruhe inzwischen auf 135 angewachsen.
1721
Die Einnahmen der Stadt betragen im Rechnungsjahr 1720/21 237 Gulden 26,5 Kreuzer und die Ausgaben 329 Gulden 32 Kreuzer. Trotz gelegentlicher Überschüsse in den Jahresrechnungen kann die Stadt über Jahrzehnte nicht ohne die Zuschüsse des Markgrafen auskommen.
1721
Gründung der Karlsruher Schützengesellschaft. Der erste Schießplatz liegt an der heutigen Rüppurrer Straße in Höhe der Schützenstraße.
18. Juni 1721
Einer der beiden Karlsruher Jahrmärkte soll fortan zusammen mit einem Pferdemarkt stattfinden.
1722
Als Haustruppen und Schlosswache unterhält Markgraf Karl Wilhelm 72 Mann Infanterie und 30 Mann Dragoner. 1722 wird beim Marstall eine Kaserne errichtet.
1722
Der Komponist Johann Melchior Molter wird markgräflich badischer Kapellmeister. Er übt das Amt bis 1733 und von 1743 - 1765 aus.
Johann Melchior Molter
1722
Für den Unterricht der Kinder reformierten Glaubens kommt ein Lehrer in die Stadt.
12. Februar 1722
Der Markgraf erlässt einen neuen "Freiheitsbrief" für die Bewohner der Residenzstadt. Für die Juden werden die Privilegien in einem besonderen Schutzbriefformular gewährt.
1723
Eine Zunftordnung der Karlsruher Leinweber erscheint.
12. Juni 1724
Das "Gymnasium illustre" verlegt auf Anweisung des Markgrafen seinen Sitz von Durlach nach Karlsruhe, wo bereits seit 5. Mai 1719 entsprechender Unterricht erteilt wird. Seit 1721 existiert eine "Athenaeum" genannte Unterrichtsanstalt. Der 32-jährige Pfarrer Philipp Jakob Bürklin löst als erster Leiter des Gymnasiums den bisherigen provisorischen Rektor Johann Kaspar Malsch ab.
Johann Kaspar Malsch
15. August 1724
Markgraf Karl Wilhelm erlässt Ergänzungen zu den Stadtprivilegien von 1722.
12. September 1724
Der erste Judenschultheiß, Salomon Meyer, wird in sein Amt eingeführt. Er übt es bis zu seinem Tode im Jahre 1774 aus.
1725
Eine handbetriebene Krahnen-Mahlmühle wird gebaut.
April 1725
Die Bewachung der Stadttore muss von der Stadt übernommen werden. 1734 werden die Stadttore wegen des Polnischen Thronfolgekrieges wieder vom Militär, das Rathaus weiter von Bürgern bewacht.
13. Mai 1726
Unter diesem Datum verzeichnet ein Aktenstück die Befragung der Bürger und der Schutzjuden über den Standort des zu bauenden Rathauses. Zur Wahl stand ein Grundstück am Zirkel und eines am Marktplatz. 135 Karlsruher sprachen sich für den Marktplatz, 57 für den Zirkel aus.
1727
Erlass einer besonderen Feuerordnung für Karlsruhe und Klein-Karlsruhe durch den Markgrafen.
1. April 1727
Die von Johann E. Kaufmann aus Durlach am Marktplatz errichtete erste Stadt-Apotheke (heute Internationale Apotheke) steht dem Publikum offen.
1728
Das erste Karlsruher Rathaus entsteht an der westlichen Seite der Konkordienkirche am Marktplatz. Im Erdgeschoss sind Mehlwaage, Korn- und Kaufhaus untergebracht, im Hof die Fleischbänke und das städtische Feuerhaus. Fertigstellung 1729.
Der Karlsruher Marktplatz nach 1728. In der Mitte die Konkordienkirche, rechts davon das erste Rathaus der Stadt.
StadtAK 8/PBS oXIIIb 151
22. November 1728
Zur Geburt von Prinz Karl Friedrich, dem späteren Markgrafen, überreicht der Stadtrat der Prinzessin Anna Charlotte Amalie als Geschenk "einen silbernen Lavor mit Kannen" im Wert von 115 Gulden und 57 Kreuzern.
Carl Friedrich von Baden
1729
Die Karlsruher Nagelschmiede geben sich eine Zunftordnung.
1729
Markgraf Karl Wilhelm reist zum dritten Mal nach 1711 und 1723 nach Holland. Zweck dieser Reisen waren das Studium und der Kauf holländischer Tulpenzwiebeln, die der Blumenfreund neben anderen seltenen Blumen in Karlsruhe in seinem Schlossgarten anpflanzte. Dieser Garten vor dem Schloss war im französischen Stil angelegt. Es werden verschiedene Verzeichnisse der in Durlach, Karlsruhe und Basel angepflanzten Tulpensorten geführt.

 
 
 

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