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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Blick in die Geschichte Nr. 76 vom 21. September 2007: Stadtplanung in Karlsruhe 1850 bis 1918

Baupläne und Bauord­nun­gen als städte­bau­li­che Leitpläne

Der Bauplan von 1857

Von der Mitte des 19. Jahrhun­derts bis zum Ersten Weltkrieg sind verschie­dene Pläne und Bauord­nun­gen für die Entwick­lung von Karlsruhe als räumliche Entwick­lungs­kon­zepte von Bedeutung. Der Bauplan von 1857 in Form eines Verord­nungs­tex­tes der Großher­zog­li­chen Regierung des Mittel­rhein­krei­ses zeigte die künftige Entwick­lungs­rich­tung mit den drei Arealen südlich des Mühlburger Tors, südlich der Kriegs­straße und südlich des Bahnhofs. Die Entste­hung dieses ersten offizi­el­len Stadt­er­wei­te­rungs­plans für Karlsruhe ist in einem früheren Beitrag in dieser Reihe darge­stellt (Blick in die Geschichte, Band 3, S. 222). Die bauliche Ausdehnung der Stadt reichte damals im Süden ungefähr bis auf die Linie der heutigen Baumeister-/ Hermann-Billing-Straße, vom Karlstor über die Sophien­stra­ße bis zur Hirsch­straße einschließ­lich der dortigen westli­chen Bebauung, über die südliche Bebauung der Amali­en­straße bis zum Mühlburger Tor. Die Stepha­ni­en­straße war bereits auf beiden Seiten bebaut. Im Norden begrenzte der Schloss­be­zirk die Bürger­stadt, daran anschlie­ßend das damalige Areal der heutigen Univer­si­tät und das Zeughaus bis zum Durlacher Tor. Hinter den Häusern der damaligen Durlacher-Tor-Straße - jetzt Künst­ler­haus­straße - lag der Friedhof, der 1874 an seine heutige Stelle verlagert wurde. Außerhalb dieses Stadt­kör­pers lagen einzelne Gebäude für spezielle Nutzungen (Gießerei, Magazin, Landes­ge­stüt, Maschi­nen­fa­brik).

Ab 1858 erstellte der Geometer Krieger Baufluch­ten­pläne als konkrete Planungs­grund­la­gen für die Erwei­te­rungs­flä­chen zwischen der Neuthor­straße (heute Sophien­stra­ße) und Kriegs­straße, für das Gelände südlich der Kriegs­stra­ße zwischen Karlstor und Ettlinger Tor sowie für die Augärten, die heutige Südstadt. Auftrag­ge­ber war wahrschein­lich das Bezirksamt als staatliche Planungs­in­sti­tu­tion, da die Entwick­lung für eine kommunale Planungs­ho­heit nach heutigem Verständ­nis erst 1868 mit dem Badischen Ortss­tra­ßen­ge­setz begann. Mit der Anlage der ersten Straße im so genannten Bahnhofs­vier­tel begann 1860 die bauliche Entwick­lung der Südstadt. Einige Jahre später folgte mit der Verlän­ge­rung der Hirsch­straße bis zur Kriegs­straße und der Anlage der Victo­ria­straße die Bebauung dieses Quartiers.

Der Bauplan von 1871
Die Indus­tria­li­sie­rung in Deutsch­land zeigte sich ab den 1860er Jahren auch in Karlsruhe trotz der vorran­gi­gen Funktion als Residenz­stadt. Die Maschi­nen­bau­ge­sell­schaft Karlsruhe als großer Produk­ti­ons­be­trieb für Lokomo­ti­ven, Werkzeug­ma­schi­nen, Turbinen u.a., die Eisenbahn-Haupt­werk­stätte, die Nähma­schi­nen­fa­bri­ken Haid & Neu und die Schlos­se­rei Junker & Ruh existier­ten schon vor der "Grün­der­zeit" der 1870er Jahre. Die Gründung des Deutschen Reichs 1871 beschleu­nigte die wirtschaft­li­che Entwick­lung und das Wachstum der Städte. Auch Karlsruhe war dem Druck ausgesetzt, zusätz­li­che Möglich­kei­ten für neue Wohnungen und Gewer­be­be­triebe zu schaffen. Es drohte auch die Gefahr einer in den angren­zen­den Gemeinden Mühlburg und Beiertheim ungere­gel­ten Bautä­tig­keit. Die Flächen­knapp­heit im Stadt­ge­biet - eine Gemar­kungs­flä­che von 283 Hektar (ha) für 32.000 Einwohner im Jahre 1867 - wird deutlich durch den bis heute nie mehr erreichten Höchstwert der Bevöl­ke­rungs­dichte von 11.300 Einwohnern je qkm (2005: 1.590). Die 1873 erfolgte Einglie­de­rung des Kammer­gu­tes Gottesaue mit 253 ha sowie von der Gemeinde Beiert­heim erworbene Flächen und die Einge­mein­dung von Mühlburg 1886 verschaff­ten der Stadt vorüber­ge­hend Luft. Die Zahl der Einwohner vergrö­ßerte sich auf über 60.000, wovon Mühlburg nur an die 4.100 einbrachte. Die Karlsruher Bevöl­ke­rung selbst hatte sich innerhalb von 19 Jahre um 76 % vergrößert.

Wegen der Dring­lich­keit einer geregelten Stadt­er­wei­te­rung erfolgten auf Initiative der Großher­zog­li­chen Wasser- und Straßen­bau­in­spek­tion 1868 die ersten Schritte für einen neuen "Bau- bzw. Erwei­te­rungs­plan": "Diese Bemerkung hätten wir uns nicht erlaubt, wenn nicht durch den Aufschwung der gewerb­li­chen Anlagen und ganz besonders durch die hier haupt­säch­lich wichtigen Bahnan­la­gen der Stadt eine Erwei­te­rung bevor­stände, an die früher nicht gedacht werden konnte, und weil wir darum es als ein dringendes Bedürfnis halten, daß durch Aufstel­lung eines weit reichenden Planes Fehler vermieden werden, wie sie vorkamen".
Während des Jahres 1871 beriet eine Kommission unter dem Vorsitz von Oberbür­ger­meis­ter Lauter, in der neben den Fachleuten und zwei Karlsruher Gemein­derä­ten die Bürger­meis­ter von Mühlburg und Beiertheim vertreten waren, die Grundzüge eines neuen Bebau­ungs­plans wie sie in 16 Punkten des Schluss­pro­to­kolls vom 14. November 1871 festge­hal­ten wurden. In einer öffent­li­chen Sitzung des Bürge­raus­schus­ses begründete der Karls­ru­her Oberbür­ger­meis­ter die Verein­ba­rung mit den Nachbar­ge­mein­den mit der Regulie­rung der Bebauung auf deren Gebieten unter der Mitwirkung der Stadt, aber ohne Verpflich­tung zum Bau der dazu notwen­di­gen Straßen. Karlsruhe selbst müsse sich (noch) nicht ausdehnen. Vielmehr sei eine Verdich­tung der Bebauung durch Aufsto­ckung der zweige­schos­si­gen Häuser vor allem in der Langen Straße und Karl-Friedrich-Straße notwendig, was einen Zuwachs an Räumen um ein Viertel bedeuten könnte. Eine Einwoh­ner­größe von 60.000 wäre vorerst die Obergrenze. Er wandte sich auch gegen die Bebauung auf den Gründen der Staats­do­mäne im nahen Hardtwald. "Daher könne seitens der Stadt nicht gewünscht werden, dass der Wert des Grund und Bodens im Hardtwald, welcher Staats­do­mäne ist, auf ihre Kosten und zum Nachteil ihrer Einwohner gesteigert werde, indem man derartige Bauten auf Hardt­wald­ge­mar­kung aufführe." Die Erläu­te­run­gen des Oberbür­ger­meis­ters zeigen deutlich, dass die Stadt­ver­wal­tung eine flächen­hafte Stadt­er­wei­te­rung möglichst lange vermeiden wollte und die Nachver­dich­tung bevorzugte. Was heute aus Gründen der Ökologie und Umwelt­vor­sorge selbst­ver­ständ­li­ches Ziel der Stadt­pla­nung ist, wurde damals aus ökono­mi­schen Gründen vertreten. Denn damit wären Grund­stücks­käufe bei den Nachbar­ge­mein­den und Erschlie­ßungs­maß­nah­men von der Stadt zu finan­zie­ren gewesen. Im Bürge­raus­schuss gab es dennoch Stimmen, die die "Bevor­zu­gung des Augarten-Stadt­teils" kritisch beurteil­ten und eine Bebauung von der Grünwink­ler Allee (heute Bismarck­stra­ße) nach Norden bevor­zug­ten. "Baulus­tige Private" und "wohl­ha­bende und hochge­stell­te Personen" wollten hier ohne Nachbar­schaft zu Gewer­be­be­trie­ben und zu der störenden Eisenbahn ihre Villen bauen. Dem Druck einen "Hardt­wald­stadt­teil" zu entwickeln, konnte die Stadt­ver­wal­tung nicht lange stand­hal­ten. Das städtische Wasser- und Straßen­bau­amt erstellt 1876 einen Baufluch­ten­plan für ein Quartier zwischen Moltke-, Wörth- und Hans-Thoma­straße. 1880 folgte der Anschluss­plan bis zur heutigen Reinhold-Frank-Straße. Eine ortspo­li­zei­li­che Vorschrift von 1880 schrieb eine zweige­schos­sige Bebauung mit eleganten Villen mit Vorgärten vor. Die Zivilliste als staatliche Grund­stücks­ver­wal­tung verkaufte das staat­li­che Gelände an Private.

Ein offizi­el­ler Bauplan von 1871 liegt nicht vor, nur die "Beilage zu dem Protokoll vom 19. April 1871 betrf: Erwei­te­rung der Stadt". Dieses Protokoll und das der Abschluss­be­spre­chung am 14. November 1871 sowie die Nieder­schrift über die Sitzung des anschlie­ßen­den Bürge­raus­schus­ses sind wahrschein­lich, wie viele Unter­la­gen im Zweiten Weltkrieg, verbrannt. Die präzisen Angaben in der Stadt­ge­schichte von Weechs und der bauge­schicht­li­chen Arbeit Ehrenbergs lassen aber in Verbindung mit der Beilage die Planungs­ab­sich­ten deutlich erkennen.

Auf dem Stadtplan sind die geplanten Flächen für Industrie (rot), Wohnungen (gelb) und Verkehr (blau, nur Bahnflä­chen) darge­stellt. Ein ortho­go­na­les Straßen­netz gliedert die Wohnbau­flä­chen in Baublöcke von einer Länge zwischen 150 bis 200 m und Tiefen um die 100 m. Die Verlän­ge­run­gen der Augarten- und Sophien­straße nach Westen, der Karl- und Westend­straße (heute die Brauer­stra­ße) nach Süden sowie einer Straße ungefähr im Zuge der Schil­ler­straße sind als 30 m breite Haupt­stra­ßen mit mittiger Allee wie der heutige Grünzug Hilda­pro­me­nade oder mit Vorgar­ten­zone konzipiert. Die mindestens 15 m breiten Neben­stra­ßen vervoll­stän­di­gen das Verkehrs­netz. Die Wohnblöcke befinden sich südlich der nach Westen verlän­ger­ten Kriegs­straße und westlich der über die Kriegs­straße zu verlän­gern­den Karlstraße. Damit waren die ersten plane­ri­schen Überle­gun­gen für die Südwest­stadt geboren. Industrie- und Gewer­be­flä­chen liegen zwischen Kaise­r­al­lee und verlän­ger­ten Kriegs­stra­ße westlich der Rheinbahn, ebenso südlich der Augar­ten­stra­ße und zwischen Beiert­hei­mer Wäldchen und verlän­ger­ter Karlstraße als Weiter­ent­wick­lung der vorhan­de­nen Indus­trie­flä­chen. Eine weitere, aber nicht vordring­li­che Erwei­te­rung zeigt der Plan östlich der Rüppur­rerstraße.

Das Schluss­pro­to­koll enthält noch weitere Vorhaben wie die Umwandlung des Sallen­wäld­chens in eine Parkanlage, eine Festhalle, die Überwöl­bung des Landgra­bens, Verlegung des Friedhofs an der heutigen Kapel­len­straße und Verbes­se­run­gen der durch die Eisenbahn behin­der­ten Verbindung zwischen Südstadt und Innenstadt. Inter­essant ist, dass die städtische Bauordnung von 1877 auch als "Richt­schnur" für die Bauge­neh­mi­gun­gen in den angren­zen­den Gemar­kun­gen, die innerhalb des Stadt­er­wei­te­rungs­pla­nes liegen, diente.

Die Stadt­er­wei­te­rung, die wegen der strikten Ortho­go­na­li­tät wie alle derartigen Planungen dieser Zeit als "Geometer-Stadt­pla­nung" zu bezeichnen ist, war in den Stadt­plä­nen bis zur Jahrhun­dert­wende als Planung einge­zeich­net. Die Festle­gun­gen der Straßen­fluch­ten nördlich der Kriegs­straße folgten aber nicht der Planung, sondern richteten sich nach Flurstücken oder beste­hen­den Gebäuden. Auch die Kritik am sturen Raster­sys­tem Ende des 19. Jahrhun­derts - der Städte­bauer Camillo Sitte war deren schärfster Protago­nist - führte beim Ausbau der Südwest­stadt zu Änderungen, wie sie heute durch die unter­schied­li­chen Straßen­füh­run­gen der Boeck- und Jolly­straße erlebbar sind. Ende der 1880er Jahre überschritt die Stadt ohne die Berück­sich­ti­gung der Einge­mein­dung Mühlburgs zum 1. Januar 1886 die Marke von 60.000 Einwohnern. Die räumliche Entwick­lung Karlsruhes vollzog sich dadurch wesent­lich stärker nach Westen als auf dem Beiert­hei­mer Gebiet. Erst die Einge­mein­dung dieser Gemarkung führte zu einem städti­schen Wachstum in diese Richtung. Mit der 1873 erfolgten Einge­mar­kung der Flächen des Kammer­gu­tes Gottesaue und dem 1888 aufge­stell­ten Baufluch­ten­plan für die Flächen der fürst­li­chen Küchen­gär­ten am Durlacher Tor und deren Umfeld, begann die Entwick­lung der Oststadt, die neben dem Wohnen auch gewerb­li­che Bauflächen aufweisen sollte.

Auf dem Weg zur Großstadt

Das letzte Viertel des 19. Jahrhun­derts zeichnet sich auch in Karlsruhe durch den verstärk­ten Ausbau der kommu­na­len Daseins­für­sorge aus. Eines der bedeu­tends­ten Infra­struk­tur-Projekte war die Landgraben-Korrek­tion zwischen 1878 und 1885, die einen mit der Tiefer­le­gung der Sohle verbun­de­nen Ausbau zum Hauptkanal einschließ­lich dessen Überwöl­bung beinhal­tete. Zeitgleich lief auch die Anlage des Kanal­net­zes für die Gesamt­stadt. 1869 übernahm die Stadt die 1846 in Karlsruhe einge­führte Gasver­sor­gung und errichtete 1886 in der Oststadt ein zweites Gaswerk. Das öffent­li­che Verkehrs­we­sen expandiert im Fernver­kehr durch den Bau der Bahnstre­cke nach Mannheim und im Nahbereich mit der Rheinbahn, der Dampf­stra­ßen­bahn Spöck - Karlsruhe - Durmers­heim und der Bahn zwischen Durlach und Mühlburg. 1901 wird der neue Rheinhafen mit drei Hafen­be­cken eröffnet. Die unter­schied­lichs­ten öffent­li­chen Einrich­tun­gen wie die zahlrei­chen neuen Schul­ge­bäude, die Kranken­an­stal­ten in der Weststadt, Festhalle und Vierordtsbad, das neue Schlacht­ho­fa­real an der Durlacher Allee verbes­ser­ten die Versorgung der Bevöl­ke­rung. Die Vielzahl der öffent­li­chen Gebäude gab der Gestalt der Stadt einen neuen Akzent. Zur Jahrhun­dert­wende erreichte die Bevöl­ke­rungs­zahl die magische 100.000-Grenze.

Die wirtschaft­li­che Entwick­lung mit dem Ausbau der Industrie führte auch damals schon zu Beein­träch­ti­gun­gen der Nachbar­schaft. Die Deutsche Gewer­be­ord­nung von 1869, in Baden 1871 eingeführt, regelte die Zuläs­sig­keit für störende Anlagen und bot auch die Möglich­keit für Ortssta­tute, mit denen in bestimmten Teilen der Stadt derartige Anlagen ausge­schlos­sen werden konnten. Damit war es möglich, eine Sortierung nach Villen­vier­tel und Indus­trie­ge­bie­te vorzu­neh­men. 1897 kam dieses Instrument in Karlsruhe erstmals für zahlreiche Quartiere im Westen zur Anwendung. Ein weiteres Instrument im Sinne der Stadt­hy­giene bot die "Zonen­bau­ord­nung", wie sie 1891 erstmals für Frankfurt am Main konsequent eingeführt wurde. 1898 löste eine neue Bauordnung für die Stadt Karlsruhe die von 1890 ab und führte erstmals vier Bauzonen innerhalb des Stadt­ge­bie­tes ein mit städte­bau­lich bedeut­sa­men Vorgaben für Gebäu­de­hö­hen, Überbau­ungs­grad der Grund­stücke und Gebäu­deab­stände. Ihr folgte 1912 eine weitere mit 16 Bauklassen, die zum Teil auch noch mit nutzungs­be­zo­ge­nen Aussagen verbunden waren. Die Ortsbau­pläne und Baufluch­ten­pläne - bis 1918 waren an die hundert in Kraft gesetzt worden - legten die Grenzen zwischen privatem und öffent­li­chem Raum fest. Eine besondere Erwähnung verdient der 1905 ausge­lob­te Wettbewerb für einen Ortsbau­plan für die Stadt­er­wei­te­rung im Westen, Süden und Osten der Stadt. Auch erforderte die bevor­ste­hende Verlegung des Bahnhofs Überle­gun­gen zur Nutzung der freiwer­den­den Bahnflä­chen und -trassen sowie zur Gestaltung des neuen Bahnhof­vier­tels. Es waren nur Karlsruher Archi­tek­ten und Ingenieure zugelassen. Den ersten Preis unter den zwölf Teilneh­mern erreichten die Archi­tek­ten Hermann Billing und Wilhelm Vittali.

Das städtische Tiefbauamt, das auch für die Stadt­pla­nung zuständig war, erarbei­tete auf der Grundlage des preis­ge­krön­ten Entwurfs einen Vorschlag, mit dem sich 1910 der örtliche Archi­tek­ten- und Ingenieur­ver­ein kritisch ausein­an­der­setzte. Für eine Fortset­zung der Arbeiten gibt es keine Hinweise.
Zu Beginn des Ersten Weltkrie­ges 1914 lebten ca. 146.000 Menschen in Karlsruhe auf einer Gemar­kungs­flä­che von 4.500 ha. Seit 1907 hatte sich die Stadt durch die Einge­mein­dun­gen von Beiertheim, Rintheim, Rüppurr, Grünwinkel und Daxlanden erheblich vergrößert. Ein Blick auf den Stadtplan von 1914 zeigt größere Planungs­ab­sich­ten für die südlichen Teile der Südwest­stadt und Weststadt, die Vergrö­ße­rung von Mühlburg und Rüppurr sowie die Umrisse eines neuen Stadt­teils Weiherfeld.

Dr. Harald Ringler, Leiter des Stadt­pla­nungs­am­tes der Stadt Karlsruhe
 

Beilage zum Protokoll vom 19. April 1871 über die Stadterweiterung. Foto: Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS XVI 1089

Beilage zum Protokoll vom 19. April 1871 über die Stadterweiterung. Foto: Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS XVI 1089


Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Wettbewerbsbeitrag von Hermann Billing und Wilhelm Vittali (1905). Foto: Der Städtebau 3, 1906, Taf. 59

Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Wettbewerbsbeitrag von Hermann Billing und Wilhelm Vittali (1905). Foto: Der Städtebau 3, 1906, Taf. 59


Übersichtsplan der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe 1914. Foto: Stadtarchiv Karlsruhe, 8/PBS XVI 599

Übersichtsplan der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe 1914. Foto: Stadtarchiv Karlsruhe, 8/PBS XVI 599