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Karlsruhe: Kultur

Europäische Städtekoalition gegen Rassismus

 

Die Inter­na­tio­nale Städte­ko­ali­tion gegen Rassismus (ICCAR) wurde 2004 als eine Initiative der UNESCO ins Leben gerufen mit dem Ziel, ein weltweites Netzwerk von Städten zu errichten, das sich ­ge­mein­sam und wirkungs­voll für den Kampf gegen Rassismus, Diskri­mi­nie­rung und Fremden­feind­lich­keit einsetzt. Um in der Arbeit den Eigen­hei­ten und Priori­tä­ten in den verschie­de­nen Re­gio­nen der Welt gerecht werden zu können, wurden regio­na­le ­Ko­ali­tio­nen mit eigenen Aktions­pro­gram­men gegründet, darun­ter auch eine europäi­sche, die European Coalition of Cities against Ra­cism (ECCAR). Am 1. August 2018 gehören 143 Städte, Gemein­den und Gebiets­kör­per­schaf­ten aus 23 europäi­schen Ländern sowie aus Israel der ECCAR an. Karlsruhe ist seit 2007 Mitglied der Städ­te­ko­ali­tion und seit dieser Zeit auch - vertreten durch das Kul­tu­ramt - Mitglied des Lenkungs­aus­schus­ses.

Am 8. und 9. Oktober 2015 fand in Karlsruhe die General­kon­fe­renz ­der ECCAR statt.

Bericht über diese internationale Konferenz zum Thema "Willkommenskultur in den Städten" (PDF, 315 KB)

 
 

Der Zehn-Punkte-Aktions­plan
der ECCAR im Einzelnen

1. Verstärkte Wachsam­keit gegen­über­ Ras­sis­mus
Aufbau eines Beobach­tungs- und Solida­ri­täts-Netzwerkes

2. Bewertung der örtlichen Situation und der kommu­na­len ­Maß­nah­men
Aufbau einer Daten­samm­lung, Formu­lie­rung erreich­ba­rer Ziele und Ent­wick­lung von Indika­to­ren, um die Wirkung der kommu­na­len ­Maß­nah­men bewerten zu können

3. Bessere Unter­stüt­zung für die Opfer von Rassismus und Dis­kri­mi­nie­rung
Unter­stüt­zung für die Opfer, damit sie sich künftig besser gegen Ras­sis­mus und Diskri­mi­nie­rung wehren können

4. Bessere Betei­li­gungs- und Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten ­für die Bürger/in­nen
Bessere Infor­ma­tion der Bürge­rin­nen und Bürger über ihre Rechte und Pflichten, über Schutz­maß­nah­men und über Sanktionen für ras­sis­ti­sches Verhalten

5. Die Stadt als aktive Förderin gleicher Chan­cen

6. Die Stadt als Arbeit­ge­be­rin und Dienst­leis­te­rin
Die Stadt verpflich­tet sich, als Ar­beit­ge­be­rin und Dienst­leis­te­rin Chancen­gleich­heit und Gleich­be­rech­ti­gung zu gewähr­leis­ten und zu fördern.

7. Chancen­gleich­heit auf dem Woh­nungs­markt
Entwick­lung konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung von Dis­kri­mi­nie­rung bei Vermitt­lung und Verkauf von Wohnungen

8. Bekämpfung von Rassismus und Diskri­mi­nie­rung durch­ ­Bil­dung und Erziehung
Entwick­lung von Maßnahmen gegen ungleiche Bildungs- und Er­zie­hungs­chan­cen; Förderung von Toleranz und inter­kul­tu­rel­ler ­Ver­stän­di­gung durch Bildung und Erziehung

9. Förderung der kultu­rel­len Vielfalt
Förderung der kultu­rel­len Vielfalt in den Kultur­pro­gram­men, im öf­fent­li­chen Raum und im städti­schen Leben

10. Rassis­ti­sche Gewalt­ta­ten und Kon­flikt­ma­na­ge­ment
Entwick­lung oder Unter­stüt­zung von Maßnahmen zum Umgang mit ras­sis­ti­schen Gewalt­ta­ten und Förderung des Konflikt­ma­na­ge­ments

 
 

Mit dem Beitritt zur ECCAR verpflich­tete sich die Stadt­ ­Karls­ruhe gegenüber der UNESCO wie der Geschäfts­stelle der ECCAR, einen Bericht über die Imple­men­tie­rung des Zehn-Punkte-Aktions­pla­nes in Karlsruhe sowie über die kommu­na­len ­Maß­nah­men gegen Diskri­mi­nie­rung zu erstellen und vorzulegen. Mit dem neben­ste­hend verlinkten Bericht kam die Stadt Karls­ru­he ­die­ser Verpflich­tung nach. Der Gemein­de­rat stimmte in seiner ­Sit­zung am 25.07.2017 (TOP 6) nach Vorbe­ra­tung im Kul­turaus­schuss dem Bericht einstimmig zu. Der Bericht bezieht ­sich auf die Situation, wie sie am 1. Mai 2017 bestand. Die nach ­die­sem Zeitpunkt erfolgten Entwick­lun­gen sind hierin nicht er­fasst und in den Schluss­fol­ge­run­gen nicht berück­sich­tigt.

Alle Unterlagen zur Gemeinderatssitzung am 25.07.2017