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Karlsruhe: Städtische Galerie

Welcome to my house. Simone Häfele.

23. Januar bis 13. April 2014

Der Kunstpreis der Werner-Stober-Stiftung 2013 wird am 22. Januar 2014 an Simone Häfele verliehen. Die Auswahl für dieses Stipendium trafen Mitglieder des Profes­so­ren­kol­le­gi­ums an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Simone Häfele, 1982 in Karlsruhe geboren, studierte Malerei bei den Profes­so­ren Gustav Kluge und Toon Verhoef an der Kunst­aka­de­mie Karlsruhe, wo sie 2010 ihren Abschluss machte. 2008 verbrachte sie einen sechs­mo­na­ti­gen Studi­en­auf­ent­halt an der École Nationale Supérieu­re des Beaux-Arts in Paris. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Karlsruhe.

Geprägt von den sehr unter­schied­li­chen Positionen ihrer beiden Lehrer, entwi­ckelte Simone Häfele schon früh einen kritisch reflek­tie­ren­den Umgang mit ihrer eigenen Kunst. Ausgehend von der Frage: "Welche Bilder braucht die Welt?" nahm die Künstlerin sich jedoch nicht, wie man bei dieser Frage­stel­lung meinen möchte, große kunst­his­to­ri­sche oder gesell­schafts­po­li­ti­sche, die Welt bewegende Themen vor. Ihren Blick richtet sie vielmehr auf das alltäg­li­che Leben, auf die bewusste Betrach­tung und Hinter­fra­gung dessen, was so häufig als selbst­ver­ständ­lich der Aufmerk­sam­keit entgeht. Motiv, Sprache und Farbe sind die drei eigen­stän­di­gen Protago­nis­ten in den Arbeiten von Simone Häfele. Jedes Medium spricht für sich selbst. Mitein­an­der kombiniert - wobei die Verwendung von Sprache insbe­son­dere Zeichnung und Aquarell vorbe­hal­ten ist - treten sie in einen Austausch, bei dem sich Wider­sprü­che und Reibungen als ebenso fruchtbar erweisen wie Gemein­sam­kei­ten und klare Zusam­men­hänge.

Vor etwa zwei Jahren entdeckte Simone Häfele, die bis dato mit einer breiten Palette kräftiger Farben in Öl arbeitete, die Aquarell­ma­le­rei für sich. Kleine Formate und die Möglich­keit, in dieser Technik schnell reagieren zu können, führten zu einem privaten Bildatlas, in dem die Künstlerin nahezu täglich in ihrer ganz eigenen Bildspra­che Impres­sio­nen festhält. Jedes Aquarell stellt eine in sich geschlos­sene Kompo­si­tion dar, die zugleich varian­ten­reich mit den anderen in Beziehung gesetzt werden kann.

Neben einer Auswahl dieser Arbeiten werden auch neue Gemälde präsen­tiert, wobei sich die Ausein­an­der­set­zung mit der Aquarell­tech­nik in einem verän­der­ten Umgang mit der Ölmalerei zeigt. Bei nahezu gleich­blei­ben­der Farbva­ri­anz treten die Töne gedeckter in Erschei­nung, die Konturen werden weicher, fließender, bisweilen haftet dem Darge­stell­ten eine geister­hafte Aura an. Gegen­stände und Figuren werden im aktuell zentralen Motiv des Hauses verortet. Durch den bewussten Umgang mit der Flächig­keit des Mediums Bild treten sie mit dem verein­facht und format­fül­lend darge­stell­ten Raum in einen faszi­nie­rend vielschich­ti­gen Dialog.

Mit ihrer Ausstel­lung "Welcome to my house" lädt Simone Häfele dazu ein, an diesem Dialog und an ihrem persön­li­chen Blick auf die Welt teilzu­ha­ben.

Die Ausstel­lung im ersten Oberge­schoss der Städti­schen Galerie Karlsruhe, einge­rich­tet im Bereich der Dauer­aus­stel­lung, zeigt vorwiegend neue Werke der Künstlerin.



 
 

House of the sleeping Cats, 2011-13, Öl auf Leinwand, Foto: Janusch Tschech

House of the sleeping Cats, 2011-13, Öl auf Leinwand, Foto: Janusch Tschech


Welcome to my House, 2013, Tusche, Aquarell auf PapiFoto: Simone Häfele

Welcome to my House, 2013, Tusche, Aquarell auf PapiFoto: Simone Häfele