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Karlsruhe: Städtische Galerie

Gundula Bleckmann F O R M

Die in Karlsruhe lebende Malerin Gundula Bleckmann, geboren 1963 in Bochum, erhält 2017 den Hanna-Nagel-Preis, der im zwei­jäh­ri­gen Rhythmus an eine zeitge­nös­si­sche bilden­de ­Künst­le­rin aus dem Regie­rungs­be­zirk Karlsruhe verliehen wird. 1993 beendete sie ihr Studium bei Gerd van Dülmen an der Karls­ru­her Akademie und ist seitdem als freie Künstlerin tätig. Im Zentrum der Ausstel­lung F O R M stehen Werke aus allen ­Schaf­fens­jah­ren. Zugleich nimmt der Titel Bezug auf Bleck­manns ­künst­le­ri­sche Intension: "Form ist für mich alles - und ich war immer der Ansicht, dass in der Form alles enthalten ist, alles drin sein kann". Ihre scheinbar geome­trisch-reduzier­ten Objek­te ent­ste­hen in einem langwie­ri­gen Malprozess. Schicht für Schicht ­ver­dich­tet sie die Farbtöne, doch trägt der darunter hervor­ ­schim­mernde Farbauf­trag zur Gesamt­wir­kung bei. Die teils un­schar­fen Ränder verleihen den Konstruk­tio­nen etwas Instabiles. So stellt sich die Frage, wie sich die organisch motivier­ten ­For­men zu ihrer fast homogenen Umgebung verhalten? Schweben die Ele­mente im Raum, überlappen sie sich, wird die hinter­fan­gen­de ­Flä­che nicht bereits auch zur Form?

Der Hanna-Nagel-Preis wurde 1998 von fünf in Karlsruhe tätigen ­Prä­si­den­tin­nen gestiftet, um bildende Künst­le­rin­nen ab 40 Jahren im Regie­rungs­be­zirk Karlsruhe zu fördern und ihre Arbeit ­aus­zu­zeich­nen. Mit dem Preis wird zugleich das künst­le­ri­sche ­Werk von Hanna Nagel (1907-1975) geehrt, einer bedeu­ten­den ­Ver­tre­te­rin der »Neuen Sachlich­keit«, die 1925 bis 1929 an der Ba­di­schen Landes­kunst­schule Karlsruhe studierte. Im Mai 2017 wird die renom­mierte Auszeich­nung zum vierzehn­ten Mal vergeben.

 

Gundula Bleckmann, „Große Form Gelb“, 2014, 190 x 160 cm,  Eitempera auf Nessel

Gundula Bleckmann, „Große Form Gelb“, 2014, 190 x 160 cm, Eitempera auf Nessel


Gundula Bleckmann, „Zweiform“, 2014, 2014, 100 x 80 cm, Eitempera auf Nessel

Gundula Bleckmann, „Zweiform“, 2014, 2014, 100 x 80 cm, Eitempera auf Nessel