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Karlsruhe: Städtische Galerie

ars viva-Preis

10. Oktober 2015 bis 17 Januar 2016

Der ars viva-Preis 2016 geht an Flaka Haliti (*1982), Hanne Lippard (*1984) und Calla Henkel & Max Pitegoff (*1988/*1987). Der Preis ist mit drei Ausstel­lun­gen an namhaften Kunst­in­sti­tu­tio­nen im In- und Ausland sowie der Herausgabe eines zweispra­chi­gen Katalogs und einer Künst­le­re­di­tion verbunden. Die Künstler erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro.

Der ars viva-Preis wird seit 1953 jährlich an junge, in Deutsch­land lebende Künstler vergeben, deren Arbeiten sich durch richtungs­wei­sen­des Potenzial und hohe künst­le­ri­sche Qualität auszeich­nen. Aus 43 vorge­schla­ge­nen Künstlern wählte die Jury zwölf Finalisten aus, die ihre Arbeiten in ihren Ateliers und in den KW Institute for Contem­po­rary Art in Berlin präsen­tier­ten. Als diesjäh­rige ars viva-Preis­trä­ger wurden Flaka Haliti, Hanne Lippard und Calla Henkel & Max Pitegoff gekürt.

"Die diesjäh­ri­gen Preis­trä­ger spiegeln ihre direkte Erfah­rungs­welt. Das Private wird politisch und führt zu aktuellen gesell­schaft­li­chen Frage­stel­lun­gen", so der Vorsit­zende des Gremiums Bildende Kunst im Kultur­kreis der deutschen Wirtschaft, Ulrich Sauerwein.

Die in Prishtina geborene Künstlerin Flaka Haliti (*1982) beschäf­tigt sich in ihren medien­ana­ly­ti­schen Arbeiten mit gesell­schaft­li­chen Strukturen. Themen wie Liebe, Freiheit, Intimität, Nähe und Distanz beziehen sich auf ihre unmit­tel­bare Erfah­rungs­welt. Die in Milton Keynes geborene Künstlerin Hanne Lippard (*1984) arbeitet in ihren text- und zeitba­sier­ten Arbeiten, Perfor­man­ces, Kurzfilmen und Tonstücken mit ihrer Stimme als Gestal­tungs­mit­tel. Inspiriert durch Wörter aus Literatur, Pop-Kultur, alltäg­li­cher und bürokra­ti­scher Sprache entstehen rhyth­mi­sierte Textfrag­mente. Calla Henkel & Max Pitegoff (*1988/*1987), geboren in Minnea­po­lis und Buffalo, reali­sie­ren in dem von ihnen gegrün­de­ten New Theater in Berlin koope­ra­ti­ons­ba­sierte Insze­nie­run­gen. In ihren fotogra­fi­schen Arbeiten rücken sie das Soziale und Private in den Fokus, das in seiner Erschei­nungs­form gleich­zei­tig die Konvention eines bestimmten, zeitge­nös­si­schen Lebens­stils suggeriert.

Der Jury unter dem Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben sechs Mitglie­dern des Gremiums Bildende Kunst des Kultur­krei­ses in diesem Jahr die Kuratoren Dr. Brigitte Baumstark (Städ­ti­sche Galerie Karlsruhe), Franciska Zólyom (Galerie für Zeitge­nös­si­sche Kunst Leipzig) und Axel Wieder (Index - The Swedish Contem­po­rary Art Foundation, Stockholm) an. Als Fachbe­ra­ter war Nicolaus Schaf­hau­sen (Kunst­halle Wien) in diesem Jahr Mitglied der Jury.

Am Freitag, den 9. Oktober 2015 wird die neue ars viva-Ausstel­lung in der Städti­schen Galerie Karlsruhe eröffnet (bis 17. Januar 2016).

Die nachfol­gen­den Ausstel­lungs­sta­tio­nen sind: Galerie für Zeitge­nös­si­sche Kunst Leipzig (20. Februar bis 17. April 2016) und Index - The Swedish Contem­po­rary Art Foundation in Stockholm (4. Juni bis 21. August 2016).

 

Calla Henkel & Max Pitegoff, Raumansicht, New Theater Bench (Wood), 2012, Courtesy the artists, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Foto: ONUK

Calla Henkel & Max Pitegoff, Raumansicht, New Theater Bench (Wood), 2012, Courtesy the artists, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Foto: ONUK


Flaka Haliti, I was like you before I got stoned by the fresh air, 2014, Courtesy of the Artist

Flaka Haliti, I was like you before I got stoned by the fresh air, 2014, Courtesy of the Artist


Hanne Lippard, Badischer Kulturverein, Karlsruhe, 2013, Photo: Hannah Cooke

Hanne Lippard, Badischer Kulturverein, Karlsruhe, 2013, Photo: Hannah Cooke


Hanne Lippard, Nuances of No, Artist book published by Broken Dimanche Press, Berlin, 2013

Hanne Lippard, Nuances of No, Artist book published by Broken Dimanche Press, Berlin, 2013