Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Städtische Galerie

Peter Ackermann. Verrätselte Architekturen 1965 - 1999 13/05 – 13/09/2020

Foto Peter Ackermann | Ecke mit Grün und Fenster | 1986 | Städtische Galerie Karlsruhe

Der Maler und Grafiker Peter Ackermann lehrte zwanzig Jahre lang, von 1977 bis 1997, als Professor an der Kunst­aka­de­mie in Karls­ruhe. Gemälde, Zeich­nun­gen, Aquarelle und Radie­run­gen, die bei­spiel­haft für sein künst­le­ri­sches Schaffen stehen, fanden Ein­gang in die Sammlung der Städti­schen Galerie Karlsruhe. Sie werden nun zum ersten Mal in einer reprä­sen­ta­ti­ven Auswahl ­aus­ge­stellt.

In seinem maleri­schen wie grafischen Œuvre setzt sich der Künst­ler vielfältig mit Archi­tek­tur ausein­an­der: von Gebäuden in Land­schaft über bühnen­ar­tige Situa­tio­nen zu ornamen­ta­len ­bau­plas­ti­schen Fragmenten. Der Mensch als Konstruk­teur und Aus­füh­ren­der dieser Bauwerke fehlt in den Darstel­lun­gen weit­ge­hend. Statt­des­sen stehen seine Erzeug­nisse im Zentrum von Acker­manns künst­le­ri­scher Tätigkeit. In seinen Radie­run­gen ­schöpft dieser die Möglich­kei­ten der Technik aus und gestal­tet in seinen bildmä­ßi­gen, dichten Kompo­si­tio­nen einen ­span­nungs­vol­len Gegensatz von hell und dunkel. In seinen ­Ge­mäl­den wie in den Grafiken thema­ti­siert der Künstler das Wech­sel­spiel von Fläche und Raum, Masse und Linie, Ornament und freier maleri­scher Geste. In seiner Malerei leitet er seit den 1980er Jahren von archi­tek­to­ni­schen Strukturen abstrak­te ­Kom­po­si­tio­nen ab.

Der aus Jena stammende Peter Ackermann studierte an der Hoch­schule für Bildende Künste in Berlin. In den 1970er Jahren er­hielt er unter anderem den Villa-Romana-Preis für einen e­in­jäh­ri­gen Aufenthalt in Florenz, der nachhaltig auf seine ­künst­le­ri­sche Sprache wirken sollte. 1977 wurde er zur Teilnah­me an der documenta 6 in Kassel eingeladen.