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Karlsruhe: Kultur

Auszeichnung geteilt durch drei

Miriam Wieser, Simon Pfeffel, Jens Stickel und Bürgermeister Michael Obert (vlnr)

Preis der 22. Karlsruher Künst­ler­messe an Miriam Wieser, Simon Pfeffel und Jens Stickel

Im Rahmen der Eröffnung der 22. Karlsruher Künst­ler­mes­se verlieh Bürger­meis­ter Michael Obert gestern Abend im Regie­rungs­prä­si­dium am Rondell­platz den Preis der 22. Karlsruher Künst­ler­messe. Die Jury sprach sich für die Aufteilung der Auszeich­nung zu gleichen Teilen an Miriam Wieser, Simon Pfeffel und Jens Stickel aus. Alle drei studierten an der Staat­li­chen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Um eine angemes­sene Verteilung des Preis­gel­des zu ermög­li­chen, hob die Stadt Karlsruhe das Preis­bud­get kurzfris­tig von 4.000 auf 4.500 Euro an.

Die Werke Miriam Wiesers bestachen die Jury "durch multi­me­diale Körper­stu­dien, die durch die unter­schied­li­che Materia­li­tät der Arbeiten die eigene Existenz zu entgrenzen scheinen." Besonders überzeu­gend sei "die durch­dachte Präsen­ta­tion unter Einbezug der spezi­fi­schen Gegeben­hei­ten vor Ort." Wieser leiste "einen heraus­ra­gen­den Beitrag zur Darstel­lung des mensch­li­chen Körpers in seiner Vergäng­lich­keit."

Simon Pfeffel überzeugte die Jurorinnen und Juroren "mit seinem radikalen Ansatz, mit der Arbeit in den öffent­li­chen Raum zu gehen." Er öffne "ein Dialogfeld, in dem zufällige Passanten zu Mithan­deln­den werden." Dahinter verberge sich ein neues skulp­tu­ra­les Verständ­nis von Arbeiten im öffent­li­chen Raum.

Jens Stickels Kunst, so die Jury, zeichne sich durch eine grund­sätz­li­che Verwei­ge­rungs­hal­tung aus, die umso mehr überrasche, "als sich beim Umschrei­ten malerische und skulp­tu­rale Elemente in der Waage halten." Die Sensation der Bildober­flä­che besteche nicht nur durch farbliche, sondern auch durch materielle und haptische Qualität. Einen besonderen Spannungs­punkt erhalte die Präsen­ta­tion durch den Einbezug des Körpers durch Fotografie.