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Karlsruhe: Kultur

Die Karlsruher Kulturerklärung

Auf dem Weg zu dem Karlsruher Kultur­kon­zept gab es viele Gespräche und Diskus­sio­nen zwischen Kultur­schaf­fen­den und Kulturak­teu­ren in der Stadt über das jeweilige Selbst­ver­ständ­nis und die Ziele der eigenen Arbeit im Zusam­men­spiel mit und in Abgrenzung zu den anderen Akteuren der kultu­rel­len Szene. Damit wurden die Grundlagen gelegt für eine gemeinsame Kultur­er­klä­rung der Kultur­schaf­fen­den in Karlsruhe, die dem Kultur­kon­zept voran­ge­stellt ist.

Kultur­er­klä­rung für Karlsruhe

Die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land ist ein Kultur­staat, in dem die Länder und Kommunen die grund­le­gende Rolle einnehmen. Kultur wird als eine Gemein­schafts­auf­ga­be begriffen, die von unter­schied­li­chen Einrich­tun­gen und Personen gemeinsam getragen wird.

Karlsruhe entwi­ckelte sich bald nach seiner Gründung zu einer Kultur­stadt, in der Einrich­tun­gen des Landes, der Stadt und der in bürger­schaft­li­chem Engagement gewach­se­nen Gemein­schaf­ten eine vielsei­tige Kunst-, Kultur- und Geschichts­szene schufen und bis heute gestalten. Es gibt zahlreiche vertikale, horizon­ta­le und Sparten übergrei­fende Koope­ra­tio­nen, es herrscht ein Klima der Vernetzung und Kommu­ni­ka­tion, das es ermöglicht, sich auf gemeinsame Ziele und Werte zu verstän­di­gen.

1.

Karlsruhe ist als Sitz des Bundes­ver­fas­sungs­ge­rich­tes die Stadt der Grund­rechte, die auf den Menschen­rech­ten basieren. Mit der Karlsruher Kultur­er­klä­rung verpflich­ten sich die Kultur­schaf­fen­den, das Recht auf Kultur als ein Grundrecht für alle zu begreifen. Der Zugang zu Kultur soll in Karlsruhe als ein Grundrecht gelten.

2.

Karlsruhe ist eine Stadt der freiheit­li­chen und demokra­ti­schen Bestre­bun­gen. Die Karlsruher Kunst­sze­ne und Kultur­in­sti­tu­tio­nen schaffen und schützen die Freiräume, die Künst­le­rin­nen, Künstler und die Künste aller Sparten brauchen und gewähr­leis­ten gleich­zei­tig die Nachhal­tig­keit des kultu­rel­len Erbes.

3.

Der Stadt Karlsruhe sind parti­zi­pa­tive Prozesse wichtig. Die Kultur­schaf­fen­den in Karlsruhe greifen diesen Gedanken auf und disku­tie­ren gemeinsam mit den Menschen in Karlsruhe, was in Zukunft wichtig für die Stadt ist.

4.

Karlsruhe ist seit seiner Gründung eine Stadt der Zuwan­de­rung. Kultur in Karlsruhe leistet einen grund­le­gen­den Beitrag dazu, die kulturelle Vielfalt und die Diversität der Lebens­ent­würfe als Reichtum zu begreifen und zu gestalten. Kultur lebt von der Inter­na­tio­na­li­tät und stärkt sie zugleich.

5.

Karlsruhe liegt an einer für die europäi­sche Geschich­te der Kriege sowie des Friedens und damit für die europäi­sche Einigung sehr bedeu­ten­den Grenzlinie. Kultur trägt dazu bei, diese Region als ein "Herz Europas" neu zu verstehen und zu beleben.

6.

Karlsruhe beherbergt eine sehr große Dichte an inter­na­tio­na­len Spitzen­kräf­ten und Insti­tu­tio­nen in Kunst, Wissen­schaft, Techno­lo­gie und Recht. Kultur initiiert und stärkt den Austausch zwischen den Diszi­pli­nen und sichert damit der Stadt eine unver­wech­sel­bare Stellung im Chor der Städte.


Vor dem Hinter­grund dieser Setzungen begreifen die Karlsruher Kultur­schaf­fen­den ihre Arbeit als die Gewähr­leis­tun­gen eines Rechtes auf Kultur.