Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Kultur und Tourismus

Musik im Rathaus 2016

2. November bis 21. Dezember 2016

Zu einer festen musika­li­schen Einrich­tung im Spätherbst und in der Vorweih­nachts­zeit haben sich seit 1990 die Konzerte im Karlsruher Rathaus entwickelt. Im November und Dezember, jeweils mittwochs um 18.30 Uhr, lädt das Kulturbüro des Kultu­ram­tes zu 60-minütigen Kammer­kon­zer­ten in den Bürgersaal des Rathauses ein. Ensembles aus Karlsruhe stellen sich dem Publikum mit vielsei­ti­gen Konzert­pro­gram­men vor.


Programm

Quintet in a move

Mittwoch, 2. November um 18.30 Uhr

Die Konzer­treihe Musik im Rathaus 2016  beginnt mit Quintet in a move. Marcus Kappis (Oboe), Christiane Groll (Klari­net­te), Utae Nakagawa-Herbst (Violine), Oliver Scherke (Viola), und Paul Cervenec (Kontra­bass) musizieren Sergej Proko­fieffs Quintett g-Moll für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass op. 39 und Ivo Petrićs Hommage à Serge Prokofieff aus dem Jahr 1994, die sich nicht nur in der ebenso ungewöhn­li­chen wie aparten Besetzung, sondern auch thematisch auf das Quintett des Russen bezieht. Einzelne Sätze von Johann Wenzel Kalliwoda, Carl Ditters von Ditters­dorf, Camille Saint-Saëns und Max Reger runden das Programm ab.


Te Deum laudamus

Mittwoch, 23. November um 18.30 Uhr


Der KIT Kammerchor  unter der Leitung von Nikolaus Indlekofer widmet sich drei großen Chorwerken: Er beginnt mit dem Prager Te Deum 1989 für Chor, Schlagzeug, Posaunen und Trompeten des tsche­chi­schen Kompo­nis­ten Petr Eben (1929 – 2007).  Er schrieb sein Te Deum, ausgehend vom grego­ria­ni­schen Hymnus, zur Jahres­wende 1989/90 als Dankgesang „für alles, was geschehen war“: Der unblutige Fall des Eisernen Vorhangs und die Befreiung der osteu­ro­päi­schen Staaten von sowje­ti­scher Hegemonie. Der Argen­ti­nier Ariel Ramírez (1921 – 2010) inter­es­sierte sich bereits in jungen Jahren für die india­ni­sche und kreolische Volksmusik seines Heimat­lan­des. Er kompo­nierte die Misa Criolla für zwei Solo-Tenöre, gemischten Chor, Schlagzeug, Klavier und tradi­tio­nelle Instru­mente der Anden­re­gion kurz nachdem das Zweite Vatika­ni­sche Konzil die jeweilige Landes­s­pra­che als Litur­gie­spra­che der Heiligen Messe zugelassen hatte. In der im Herbst 1963 entstan­de­nen Kantate Navidad Nuestra wird die Weihnachts­ge­schichte nach Texten von Felix Luna in den südame­ri­ka­ni­schen Kulturraum übertragen.


Der musikalische Salon

Montag, 28. November um 18.30 Uhr

Ausnahms­weise an einem Montag beschwört das Salonor­che­s­ter des Badischen KONSer­va­to­ri­ums Karlsruhe die gut gelaunte, heiter gestimmte Muse. Das Publikum im Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz wird mit Werken von Carl Zeller, Franz Lehár, Johann Strauss, Theo Mackeben, George Gershwin und anderen anspruchs­voll unter­hal­ten. Ein Konzert des Badischen KONSer­va­to­ri­ums Karlsruhe in der Reihe Musik im Rathaus.

Einlass­kar­ten für das Konzert, das ausnahms­weise an einem Montag statt­fin­det, werden am Mittwoch, 23. November 2016 von 16.30 bis 18.00 Uhr und am Donnerstag, 24. November, Freitag, 25. November und Montag, 28. November 2016 ab 8.00 Uhr an der Pforte des Rathauses am Marktplatz ausgegeben.


Musik für Streichquartett

Mittwoch, 30. November um 18.30 Uhr

Das Erlich Quartett aus Karlsruhe knüpft 2016 an sein Konzert bei der Musik im Rathaus 2015 an: Jaleh Perego und Valentin Ungureanu (Violine), Ionel Ungureanu (Bratsche) und Oliver Erlich (Violon­cel­lo)  inter­pre­tie­ren das zweite Streich­quar­tett E-Dur von Richard Fuchs (1887 - 1947). Der fast vergessene Komponist aus Karlsruhe, Bruder des weit bekann­te­ren Fußball­na­tio­nal­spie­lers Gottfried Fuchs, war eigentlich Architekt. Sein zweites Streich­quar­tett entstand 1945 im neusee­län­di­schen Exil. Als Dmitri Schosta­ko­wit­sch1960 in Dresden sah, welche Zerstö­run­gen der Krieg angerich­tet hatte, wollte er den "Opfern von Faschismus und Krieg" ein musika­li­sches Denkmal setzen: er schrieb das Streich­quar­tett c-Moll op. 110, das zu seinem persön­lichs­ten Werk mit autobio­gra­phi­schen Zügen wurde.


Cantique de noël – Weihnachtslieder aus aller Welt.

Mittwoch, 7. Dezember um 18.30 Uhr

Vorweih­nacht­li­che Stimmung verspricht die Kinder­kan­to­rei Lutherana Karlsruhe, die von Dorothea Lehmann-Horsch geleitet wird.  In englischer Sprache singen Die  jungen Sänge­rin­nen und Sänger Bob Chilcotts Midwinter und John Rutters Angels Carol, auf Franzö­sisch La Vierge von César Franck. Petr Ebens tsche­chi­sches Tajemstvi bedeutet „Geheim­nis“, Edvard Grieg schrieb den Sang til Juletraet auf einen norwe­gi­schen Text, auch Knut Nystedt kompo­nierte En stjerne klar  in dieser Sprache. Weitere Titel werden erst am Abend des Konzerts verraten …


Lieder aus nah und fern

Mittwoch, 14. Dezember um 18.30 Uhr

Die Sopra­nis­tin Ena Maria Aldecoa und die Pianistin Melanie Bähr haben beide an der Hochschule für Musik Karlsruhe studiert. In ihrem Lieder­abend mit außer­ge­wöhn­li­chem Programm erklingen vor allem Kompo­si­tio­nen von Frauen: In Karlsruhe lebte und arbeitete Margarete Schweikert (1887 – 1957), die rund 160 Lieder schrieb. Clara Schumann und Fanny Hensel geborene Mendels­sohn Bartholdy hatten viel weniger Zeit zum Kompo­nie­ren als ihr Mann bezie­hungs­weise ihr Bruder; ihre Lieder wurden in den vergan­ge­nen Jahrzehn­ten erst wieder­ent­deckt. Der Schweizer Heinz Holliger zählt zu den profi­lier­tes­ten Kompo­nis­ten unserer Zeit.


Greensleeves and Pudding Pies: Weihnachtliche Musik aus England und Irland.

Mittwoch, 21. Dezember um 18.30 Uhr

Aus Karlsruhes Partner­stadt Halle ist das Ensemble La Moresca bei der Musik im Rathaus zu Gast. Claudia Hoffmann spielt histo­ri­sche Violine und keltische Harfe, Petra Burmann Theorbe und Barock­gi­tarre und Babett Niclas histo­ri­sche und keltische Harfe. Mit ihren nicht alltäg­li­chen Instru­men­ten entführt La Moresca mit Werken von Matthew Locke, Georg Friedrich Händel, Heinrich Ignaz Franz von Biber und histo­ri­scher Folklore in ferne Welten und längst vergangene Epochen.