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Karlsruhe: Kultur und Tourismus

Frauenperspektiven 2007

Neue Welt - Neue Welten

"Neue Welt - Neue Welten ?"– Plakat

Mit dem Thema "Neue Welt - Neue Welten ?" Im Fokus: Guatemala, Mexiko, Kuba setzen die 9. Frauen­per­spek­ti­ven die 2003 mit "Orient - Okzident" begonnene und 2005 mit "Ferner Osten – Naher Westen?" weiter­ge­führte Ausein­an­der­set­zung mit außer­eu­ro­päi­schen Kulturen fort, bei der stets Frauen, ihre Lebens­be­din­gun­gen, künst­le­ri­schen Äußerungen und Sicht­wei­sen im Zentrum stehen.

Das Festival "Neue Welt – Neue Welten?" thema­ti­siert in mehr als 40 Veran­stal­tun­gen das Verhältnis von "Neuer" und "Alter Welt" in seinen politi­schen und kultu­rel­len Bezügen am Beispiel der Frauen der ausge­wähl­ten Schwer­punkt­län­der Guatemala, Mexiko, Kuba. Es legt einen besonderen Akzent auf die gegen­sei­tige Beein­flus­sung und Wechsel­wir­kun­gen der europäi­schen und latein­ame­ri­ka­ni­schen Kulturen. Der bewusst spanisch gewählte Untertitel "Identi­da­des en Movimien­to" spielt auf die rasanten gesell­schaft­li­chen Umwäl­zun­gen und ihren Nieder­schlag auf indivi­du­elle und kollektive Identi­tä­ten der Menschen in den Ländern Guatemala, Mexiko und Kuba an.

Das Wissen über diese Region beschränkt sich in Europa, in der "Alten Welt" häufig auf wenige Elemente wie Kaffee, Salsa, india­ni­sche Kultur und politische Insta­bi­li­tät. Tiefer­ge­hende Kenntnisse über die Vielschich­tig­keit dieser Länder, die Bevöl­ke­rung, die Politik oder die Kultur sind selten. Hier setzen die Frauen­per­spek­ti­ven "Neue Welt – Neue Welten?" an. Das Festival vermittelt aktuelle Kenntnisse aus der Sicht von Wissen­schaft­le­rin­nen und Künst­le­rin­nen der verschie­de­nen Sparten wie bildender Kunst, Fotografie, Film, Literatur und Musik. Die Lebens­wirk­lich­keit in Guatemala, Mexiko und Kuba wird zudem einerseits aus dem Blick­win­kel von Migran­tin­nen, anderer­seits von europäi­schem Standpunkt aus beleuchtet. Dieser "gekreuzte Blick" ermöglicht vielfäl­tige, höchst unter­schied­li­che Zugänge und erlaubt es, ein multi­per­spek­ti­vi­sches Bild zu gewinnen.

Für uns alle gilt die Erkenntnis Mario Vargos Llosas:

"Damit ein Land seine Kultur stärken und entwickeln kann, muß es seine Türen und Fenster allen geistigen, natur­wis­sen­schaft­li­chen und künst­le­ri­schen Strömungen weit öffnen, um den freien Fluss der Ideen, wo sie auch herkommen mögen, anzuregen. So wird die Tradition und die eigene Erfahrung beständig auf die Probe gestellt, korrigiert, vervoll­stän­digt und von denen bereichert, die an anderen Orten, in anderen Sprachen und unter anderen Bedin­gun­gen mit uns das Elend und die Größe des mensch­li­chen Abenteuers teilen."

Gehen Sie mit uns auf eine spannende Festival-Entde­ckungs­rei­se!