Die Fregatte "Karlsruhe" ist seit 1912 das fünfte Schiff der Marine, das diesen Namen trägt. Drei Vorgängerschiffe fielen den Weltkriegen zum Opfer, zuletzt der leichte Kreuzer "Karlsruhe" am 9. April 1940. Mit der Indienststellung der 4. "Karlsruhe" im Jahr 1962 blühte eine mittlerweile traditionsreiche Patenschaft auf, welche längst nicht mehr nur eine offizielle Verbindung zwischen Stadtverwaltung und Führungsmannschaft des Schiffes ist. Besonderer Dank gebührt den Seeleuten für das alljährliche Engagement, mit dem sie sich um "ihre" Patenkinder des Kinder- und Jugendheims in der Sybelstraße kümmern.
Die "Karlsruhe" ist mit modernen Führungs- und Waffensystemen und zwei Bordhubschraubern vom Typ "Sea Lynx" ausgerüstet.1994 feierten Besatzung und eine Delegation aus Karlsruhe die 10-jährige Indienststellung der Fregatte mit einem großen Bordfest in Wilhelmshaven. Im Jahr 1999 wurde die 15-jährige Indienststellung wieder mit einem großen Jubiläumsfest in Wilhelmshaven begangen. Soweit es der Dienstplan der Fregatte zuläßt, finden jährlich folgende Begegnungen statt:
Darüber hinaus absolvieren die wechselnden Kommandanten und Ersten Offiziere ihre Antritts- bzw. Abschiedsbesuche in Karlsruhe. Über den Patenschaftsoffizier wird die Patenstadt auch bei längeren Auslandseinsätzen der Fregatte über alle wichtigen Ereignisse informiert.
Am 4. August 1957 unterzeichnete der damalige
Oberbürgermeister Günther Klotz eine Urkunde, mit der die
Stadt Karlsruhe die Patenschaft über die Karpatendeutsche
Landsmannschaft Slowakei übernahm. Es wurde dabei der Wille
bekundet, den aus der Slowakei vertriebenen Landsleuten in
der neuen Heimat nach Kräften zu helfen und zum
gegenseitigen Verständnis beizutragen."
An der Übernahme dieser Patenschaft hatten die Stadträte
Karl Kunert (CDU) und Dr. Paul Wodilla (SPD) großen Anteil.
Beide stammten aus der Slowakei.
Die zuvor an wechselnden Orten abgehaltenen Treffen der
Karpatendeutschen finden seitdem in Karlsruhe alle zwei
Jahre statt. Im Gedenken an die alte Heimat der
Karpatendeutschen benannte die Stadt Straßen in einem
Neubaugebiet des Stadtteils Durlach-Aue nach Landschaften
und Städten in der Slowakei. So gibt es eine Karpatenstraße,
eine Hauerlandstraße und eine Zipser Straße sowie eine
Preßburger, Kremnitzer, Göllnitzer und Leutschauer
Straße.
Wichtig für die Selbstdarstellung der relativ kleinen
Volksgruppe der Karpatendeutschen sind das Bundesmuseum, die
Bibliothek und das Archiv. Diese sind mit Hilfe der Stadt
Karlsruhe entstanden. Seit über 25 Jahren werden sie vom
Karpatendeutschen Kulturwerk verwaltet, das auch Eigentümer
des Sammelgutes ist.
1985 wechselte das Karpatendeutsche Heimatmuseum in sein
neues Domizil, die Durlacher Karlsburg. Die Dienstelle
"Stadtbibliothek-Archiv-Sammlungen", welches das
Karpatendeutsche Bundesmuseum neben dem Pfinzgaumuseum
mitbetreut, unterstützte den Umzug nach Kräften.
Im April 1993 eröffnete der slowakische Kultusminister
Dusan Slobodnik das erweiterte und umgestaltete Museum. Im
selben Jahr fanden auch die Europäischen Kulturtage mit dem
Thema "Slowakei" statt.
Das Jahr 1999 hatte für die Patenschaft und für die Karpatendeutschen eine besondere Bedeutung, da am 4. und 5. Juni das 50. Gründungsfest der Karpatendeutschen Landsmannschaft Slowakei und gleichzeitig das 30-jährige Jubiläum des Karpatendeutschen Kulturwerkes Slowakei begangen wurden.
Im Hafen von Konstanz am Bodensee liegt ein
Passagierschiff namens "Karlsruhe". Es gehört zur weißen
Flotte auf dem Bodensee und fährt schon seit dem 28. April
1937 vom Frühjahr bis zum Saisonabschluss im Fahrplandienst
des Obersee-Längsverkehrs.
Das Schiff faßt 800 Passagiere und gehört somit zu den
größten Fahrgastschiffen der "Deutschen Bahn AG"-
Bodenseeflotte, die aus insgesamt 19 Einheiten besteht. Drei
Passagierdecks bieten während der Fahrt die Möglichkeit zum
Aufenthalt, zum Beispiel im vorderen oberen Saal, der "Guten
Stube" des Schiffes, oder in der Bar auf der Bugseite des
Einstiegsdecks. Die Stadt Karlsruhe unterhält zur
"Karlsruhe" eine Patenschaft, die seit dem Stapellauf des
Schiffes am 28. April 1937 besteht.
Seit 1990 ist es wieder möglich, ab Karlsruhe eine
Bahnfahrt nach Konstanz zu buchen mit anschließender
Bodenseerundfahrt und einem Besuch auf der Insel
Mainau.
In den Jahren 1993/94 wurde die "Karlsruhe"
generalüberholt und zählt heute zu den komfortabelsten
Fahrgastschiffen auf dem Bodensee. Die Stadt hatte sich
finanziell daran beteiligt, um das Schiff auch als
Werbeträger für die Patenstadt interessanter zu machen. So
wurde beispielsweise ein Schild mit dem Wappen Karlsruhes
für das Schiff angefertigt und im Innenraum des Schiffes
hängen Bilder der Fächerstadt. Bei entsprechenden Anlässen
reist eine offizielle Delegation der Stadt Karlsruhe nach
Konstanz, um das Patenschiff zu besuchen. Anlässlich des
70-jährigen Jubiläums fand am 12. Mai 2007 eine Sonderfahrt
statt, an der zahlreiche Karlsruher Bürgerinnen und Bürger
teilnahmen.
Seit über 40 Jahren trägt ein Lufthansajet den Namen
"Karlsruhe" von Land zu Land. Am 23. August 1965 taufte
Hanna Klotz, die Frau des damaligen Oberbürgermeisters, eine
Boeing 727, die es in ihrem 17-jährigen Lufthansa- und
Condor-Leben auf über 40.000 Flugstunden brachte. Anfang
1971 übernahm die zweite 727 Namen und Wappen der Stadt,
1986 die dritte Maschine dieses Typs.
Seit 1992 wirbt eine Boeing 737-300 für die Fächerstadt. Dieser City-Jet mit der Kennung D-ABEC zeichnet sich durch hochmoderne Technologie und einen sehr geringen Lärmpegel aus. Mit einer Reisegeschwindigkeit von 795 km/h können bis zu 100 Passagiere zu Zielen in Deutschland, Europa, Nordafrika oder im Nahen Osten geflogen werden.
In der Karlsruher Zivildienstschule in der
Schwarzwaldstraße 78 a - von den 20 Zivildienstschulen in
der Bundesrepublik die zweitgrößte - besuchen jeweils bis zu
180 "Zivis" einen einwöchigen Einführungsdienst, der sie auf
ihre Rolle als Dienstleistende vorbereiten soll. Hierzu
gehören Informationen über das Wesen und die Aufgaben des
Zivildienstes in unserer Gesellschaft, die besonderen Rechte
und Pflichten der Zivildienstleistenden (ZDL), ihre soziale
und finanzielle Absicherung. Zur Ausbildung gehört aber auch
die Beschäftigung mit staatsbürgerlichen Themen und
Problemfeldern, deutscher und internationaler Geschichte und
Gegenwart sowie nationaler und internationaler
Politik.
Mit Gemeinderatsbeschluß vom 7. April 1987 wurde eine
Patenschaft für die Zivildienstschule übernommen. Mit der
Patenschaft möchte die Stadt Karlsruhe Kontakte zu den
Zivildienstleistenden knüpfen, sie mit der Stadt vertraut
machen und sie als Gäste willkommen heißen.
Etwa 7000 Zivildienstleistende, vorwiegend aus Süddeutschland, besuchen jährlich die Schule. Damit sie die Fächerstadt besser kennen lernen können, überläßt die Stadtverwaltung der Schule Informationsmaterial, wie etwa Bildbände über Karlsruhe sowie Plakate und Prospekte städtischer Veranstaltungen. Die Schüler haben die Möglichkeit, die Sitzungen des Gemeinderates und einzelner Ausschüsse, verbunden mit einem vorhergehenden Einführungsvortrag zu besuchen. Regelmäßig finden in der Zivildienstschule Zeitzeugengespräche mit ehemaligen Karlsruher Zwangsarbeiter oder jüdischen Bürgern statt.
Darüberhinaus erhalten die "Zivis" bei Vorlage ihres Ausweises Ermäßigungen bei Sport-, Kultur- und anderen Veranstaltungen wie auch beim Eintritt in städtische Einrichtungen.
Beim 10-jährigen Jubiläum nahm ein offizieller Vertreter der Stadt am Festakt teil und übergab ein Geschenk der Stadt. Der Stadtjugendausschuss veranstaltete 1995 und 1998 eine Zivi-Fete im Jubez, als Dank der Stadt an die Karlsruher "Zivis". Im April 2000 feierte die Schule mit einem Zivi-Fest ihren 15. Geburtstag. Eröffnet wurde das Fest durch Herrn Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Zum 20-jährigen Jubiläum im Jahre 2005 richtete die Schule einen großen Festakt aus, an dem auch Herr Oberbürgermeister Fenrich teilnahm – abends feierten die Zivis mit Unterstützung der Stadt ihr Zivi-Fest.Stadt Karlsruhe, 07.02.2008 - Impressum