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Niger: Bildung für Mädchen und Mütter

Foto: UNICEF

Foto: UNICEF

Ni­ger hat eine Be­völ­ke­rung von 13 Mil­lio­­nen Men­schen; 46 Pro­zent da­von sind jün­ger als 15 Jah­re. Ni­ger ist ge­mäß des HDI (In­dex der mensch­­li­chen Ent­wick­­lung in den Län­dern der Welt) an Stel­le 174 von 177 Län­dern zu fin­den. In Ni­ger le­ben 63 Pro­zent der Be­völ­ke­rung un­ter der Ar­muts­­gren­ze, 34 Pro­zent le­ben so­gar in ex­tre­mer Ar­mut.
In Ni­ger ge­hen rund eine Mil­lion Kin­der nicht zur Schu­le. Je­des zwei­te Kind wird nicht ein­mal ein­ge­­schult. Für Mäd­chen ste­hen die Chan­cen auf Schul­­be­­such so­gar noch schlech­ter. Sie wer­den häu­fig früh ver­hei­ra­tet. Mäd­chen lei­den auch be­son­­ders un­ter der Tat­sache, dass es im Schnitt nur an je­der fünf­ten Schu­le La­tri­nen gibt. Wäh­rend rund 28 Pro­zent der er­wach­­se­­nen Män­ner Le­sen und Schrei­ben kön­nen, sind es nur 12 Pro­zent der Frau­en.

Mädchen in Niger. Foto: UNICEF/Giacomo Pirozzi

Mädchen in Niger. Foto: UNICEF/Giacomo Pirozzi

Bil­dung ist die ent­schei­­den­de Vor­aus­­set­­zung für ein bes­se­res Le­ben: Kin­der, die zur Schu­le ge­hen, ha­ben spä­ter bes­se­re Be­ruf­s­aus­­sich­ten. Und sie wis­sen, wie man ge­sund bleibt und sich zum Bei­spiel vor HIV/AIDS schützt. Be­son­­ders Mäd­chen­­bil­­dung hat für die Ge­sell­­schaft enorm weit­rei­chen­de und posi­tive Aus­wir­­kun­­gen: Frau­en mit Bil­dung hei­ra­ten meist spä­ter, bekom­men weni­ger Kin­der und kön­nen diese bes­ser ver­sor­­gen. Die Kin­der­s­ter­b­­lich­keit sinkt, je län­ger die Müt­ter zur Schu­le ge­hen. Mäd­chen mit Schul­­bil­­dung sind selbst­­be­wuss­ter und da­mit weni­ger ge­fähr­­det, miss­han­­delt, se­xu­ell miss­­braucht oder aus­ge­­beu­tet zu wer­den.
UNICEF hilft in ausge­wähl­ten Gemeinden, mehr Kinder in die Schulen zu bringen und die Schulen "kinder­freund­lich" zu machen. Dazu gehören Instand­set­zung und Ausstat­tung von Klassen­räu­men, UNICEF stellt auch Schul­ma­te­rial bereit. Wichtig ist besonders die Zusam­men­ar­beit mit den Eltern: So fördert UNICEF eigene Bildungs­kurse für die Mütter. Gemeinsam achten die Frauen darauf, welches Kind nicht zur Schule kommt und bieten den Familien Hilfe an.
Die Ziele des UNICEF-Programms für Niger im Bereich Bildung:

  • Ausbildung von 5000 Lehrern
  • Verbes­se­rung der Lern- und Unter­richts­be­din­gun­gen
  • Bereit­stel­lung von Unter­richts­ma­te­rial und Ausstat­tung von 250 Klassen­räume
  • Förderung der Mädchen­bil­dung
  • Insgesamt sollen 150.000 Kinder erreicht werden
 Internetseite Schulen für Afrika: Niger
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