Kinder beim "Fest" in der Günther-Klotz-Anlage. Foto: Hardy Müller
Karlsruhe wird 2010 UNICEF-Kinderstadt. Damit das Jahr
2010 ein herausragendes Jahr für Kinder wird, ist die
Beteiligung und Begeisterung vieler Menschen für die
"UNICEF-Kinderstadt 2010" von zentraler Bedeutung.
Darin liegt die Chance für alle Bürgerinnen und Bürger,
sich ein Jahr lang intensiv mit der Situation von Kindern
in Karlsruhe und weltweit auseinanderzusetzen und
deren Situation zu verbessern. Kinder sind der Maßstab
für Kinderfreundlichkeit. Deshalb lässt sich
Kinderfreundlichkeit nicht abstrakt definieren. Sie
entsteht konkret und bewährt sich nur im Zusammensein mit
den Kindern. Erst die Beteiligung von Kindern und
Jugendlichen von Anfang an heißt, die Rechte des Kindes
wirklich ernst zu nehmen.
Karlsruhe ist bereits eine kinderfreundliche Stadt. Zum
einen wurde in einem großen Beteiligungsprojekt der
Karlsruher Kinderstadtplan entwickelt. Zum
anderen hat die City Initiative Karlsruhe (CIK) gemeinsam
mit dem Karlsruher Bündnis für Familie und einem
professionellen Partnernetzwerk das Projekt Kinder-
und Familienfreundlicher Service entwickelt. Ein
weiteres Beispiel ist die mit allen großen
Wohnungsbaugesellschaften in Karlsruhe entwickelte
Kinderfreundliche Hausordnung, die zum Ziel
hat, das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern in
Mehrfamilienhäusern friedlich zu regeln. Karlsruhe ist
Modellkommune im Projekt Qualitätsentwicklung im
Kinderschutz und hat als Maßnahme gegen Kinderarmut
den Karlsruher Kinderpass eingeführt. Das
Kinderbüro der Stadt Karlsruhe setzt sich
für die Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien ein.
Seine Aufgabe ist es, den gesellschaftlichen Bedarf zu
erkennen und aufzugreifen und hierzu innovative
Handlungsstrategien, Methoden und Lösungen zu entwickeln.
Schwerpunkte werden hierbei bei der Unterstützung der
Erziehungskompetenz und Entlastung von Familien durch die
Frühe Prävention, Familienbildung und dem Landesprogramm
STÄRKE gesetzt.
Alle Kinder sind gleich! Transparent auf dem Karlsruher Marktplatz
Der Stadtjugendausschuss e. V. setzt bei der
Bekämpfung von Kinderarmut in
Karlsruhe einen seiner Schwerpunkte in der
täglichen Arbeit. Grundsätzlich sind die regelmäßigen
Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit des
Stadtjugendausschuss e. V. kostenlos zugänglich, so
dass niemand ausgeschlossen ist. Kinder aus sozial
benachteiligten Familien haben zudem die
Möglichkeit, zu deutlich vergünstigten Konditionen
an Ferienfreizeiten und –camps des Jugendfreizeit-
und Bildungswerks (jfbw) teilzunehmen.
Außerdem hat der Stadtjugendausschuss e. V. in mehreren
Kinder- und Jugendtreffs über die ganze
Stadt verteilt das Angebot "mp13 – Die starke Mittagspause"
gestartet – neben einer Hausaufgabenbetreuung wird dort
unter anderem ein kostengünstiges und gesundes Mittagessen
angeboten. Durch Spenden wird ermöglicht, dass die Kinder
dort essen können.
Auch in der Jugendarbeit in den Verbänden –
der Stadtjugendausschuss e. V. bildet das Dach von rund 40
Karlsruher Jugendverbänden – gibt es immer wieder Beispiele,
wie es Kindern aus sozial schwachen Familien ermöglicht
wird, an Bildungs- und Freizeitangeboten teilzunehmen. So
können einkommensschwache Familien vom Sonderkonto
Ferienhilfe einen Zuschuss für Ferienmaßnahmen
bekommen, wenn ihre Kinder an Ferienmaßnahmen des StJA e.V.
oder der Jugendverbände teilnehmen.
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