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Haiti: Schutz vor Hunger, Krankheiten und Ausbeutung

Auf der Straße, Foto: UNICEF

Auf der Straße, Foto: UNICEF

So helfen Sie den Kindern in Haiti

  • 45 Euro = 30 Kanister für sauberes Trink­was­ser
  • 58,50 Euro = 150 Päckchen nahrhafte Erdnuss­paste
  • 230 Euro = eine Notapo­theke mit Schmerz­mit­teln und Verbands­zeug
Nach dem schwe­ren Erd­beben in Haiti ist die Lage der Kinder ver­zwei­­felt: Viele sind schwer ver­letzt, haben ihre El­tern ver­loren. Wohn­häu­ser, Gesun­d­heits­­­sta­tio­nen und Schu­len sind zer­stört, minde­s­tens zwei Mil­lio­nen Men­schen un­mit­tel­­bar be­trof­­fen. Fast die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugend­­­li­che. Viele waren schon vor der Kata­stro­phe durch Mangel­er­näh­rung ge­schwächt.

Viele Kinder stehen unter Schock. Sie haben erlebt, wie Eltern, Freunde oder Nachbarn verschüt­tet wurden. Sie sind weitgehend sich selbst überlassen. In den kommenden Wochen müssen Notschulen und Kinder­zen­tren einge­rich­tet werden, um den Kindern Orien­tie­rung und seelische Unter­stüt­zung zu geben.
UNICEF hat die Koordi­na­tion der inter­na­tio­na­len Hilfe im Bereich Wasser und Hygiene übernommen. Dies ist besonders wichtig, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Schon zu normalen Zeiten hat nur ein Drittel der Bevöl­ke­rung Zugang zu sauberem Wasser.

In den hunderten provi­so­risch einge­rich­te­ten Notlagern wächst durch die katastro­pha­len hygie­ni­schen Bedin­gun­gen das Krank­heits­ri­siko. Aktuell versorgt UNICEF täglich fast 900.000 Menschen mit sauberem Trink­was­ser.

Mahlzeit im Waisenheim Pétionville, Foto: UNICEF

Mahlzeit im Waisenheim Pétionville, Foto: UNICEF

Eine große Impfkam­pa­gne ist gestartet, die 700.000 Kinder vor lebens­ge­fähr­li­chen Krank­hei­ten wie Diphtherie, Keuch­hus­ten, Masern und Tetanus schützen soll. Zusammen mit Partnern verteilt UNICEF thera­peu­ti­sche Zusatz­nah­rung für unter­er­nährte Kinder.

Hilfs­pa­kete mit Kinder­klei­dung, Unter­wä­sche, Sandalen und Decken für insgesamt 50.000 Kinder werden in Kinder­hei­men ausge­lie­fert. UNICEF hat außerdem bislang 32 Schutz­zo­nen für Kinder in Notauf­nah­me­la­gern einge­rich­tet. Hier werden die zum Teil völlig verstörten Mädchen und Jungen betreut. UNICEF hilft, unbeglei­tete Kinder zu regis­trie­ren und überle­bende Angehörige zu suchen.

UNICEF setzt alles daran, den Kindern trotz der enormen Katastro­phe so rasch wie möglich ein Stück Normalität zurück zu geben. So soll ein provi­so­ri­scher Schul­be­trieb rasch aufge­nom­men werden. Dazu werden Schulzelte und Lernma­te­ria­lien für Hundert­tau­sende Kinder beschafft.
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