Mutter und Kind in Burundi. Foto: Ursula Grass, UNICEF-Arbeitsgruppe Karlsruhe
Das dicht besiedelte Burundi ist eines der ärmsten
Länder der Welt: 80 Prozent der Einwohner müssen mit
umgerechnet weniger als einem Dollar pro Tag
auskommen. In Burundi erlebt jedes fünfte Kind
seinen fünften Geburtstag nicht. Jeden Tag sterben
rund 200 Kinder unter fünf Jahren - die
Haupttodesursachen sind Malaria, Lungenentzündung
und Durchfallerkrankungen.
Die medizinische Versorgung für Kinder und
schwangere Frauen ist in vielen Teilen des
zentralafrikanischen Landes extrem schlecht.
Landesweit gibt es im Schnitt für 20.000 Menschen nur
einen Arzt. Und bei drei von vier Geburten steht keine
ausgebildete Helferin der Mutter bei. Auf 1.000
Geburten gerechnet sterben sechs werdende Mütter.
Seit 2000 konnte UNICEF mit einfachen Maßnahmen bereits dazu
beitragen, die Kinder- und Müttersterblichkeitsraten
deutlich zu senken: Im Jahr 2000 starben beispielsweise pro
1.000 Geburten noch acht schwangere Frauen. Das ist bereits
eine Verbesserung um 25 Prozent - doch weitere Hilfe
ist dringend nötig. Und die verbreitete Mangelernährung
macht die Kinder noch anfälliger für gefährliche
Infektionen.