Der Erlachsee ist ein vom Menschen geschaffener
Lebensraum. Noch vor dem zweiten Weltkrieg hatte man die
Waldfläche gerodet und Kies abgebaut, den man zum Bau der
A5 verwendete. Die Wiederbewaldung der Ausbeutungsfläche
scheiterte und in den 80er Jahren wurde der See ganz
gezielt als Biotop umgestaltet. Um die Vielfalt zu fördern
wurden zahlreiche Elemente geschaffen, wie
Flachwasserzonen und Steilufer und Kiesinseln. Um im
vielbegangenen Oberwald die intensive Nutzung des Sees,
insbesondere das Baden, zu unterbinden, wurde der See
eingezäunt. Nur an zwei Stellen ist der Zugang zum Ufer
möglich. Dort stehen Beobachtungshütten.
Neben seiner Bedeutung für Brutvögel wie Eisvogel und
Zwergtaucher, ist der Erlachsee auch wichtig für
durchziehende Arten und Wintergäste. Besonders
erwähnenswert ist auch die reiche Amphibienfauna. Der
Erlen-Eschenwald um den See rundet das Naturschutzgebiet
ab.
Belastungen:
Durch Einzäunung beruhigtes Gebiet, derzeit ohne akute
Belastungen.
Bemerkungen:
Nähere Informationen über das Schutzgebiet gibt das
Faltblatt „Naturschutzgebiet Erlachsee“ des
Regierungspräsidiums Karlsruhe, Ref. 56, dort erhältlich
oder beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt
Karlsruhe.