Eine Wanderausstellung des Deutschen Tagebucharchivs
e.V. Emmendingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für
Stadtgeschichte der Stadt Karlsruhe und dem Museum für
Literatur am Oberrhein.
Bei dieser Ausstellung steht das Tagebuch im Mittelpunkt.
In einer anschaulichen und lebendigen Präsentation werden
Tagebücher als autobiographische Zeitzeugnisse und
Tagebuchautoren vorgestellt. Ausgewählte Textbeispiele
spiegeln zahlreiche Facetten bedeutender geschichtlicher
Ereignisse und alltäglichen Erlebens.
"Lebensspuren" will vor allem für Menschen und ihre
Lebensgeschichten interessieren sowie für das Medium
Tagebuch. Die Ausstellungsabschnitte stellen eine
schrittweise Annäherung an das Thema "Tagebuch" dar, in
dessen Mittelpunkt das Leseerlebnis steht. Gezeigt werden
Tagebuch-Auszüge von einzelnen Autorinnen und Autoren auf
jeweils einer Schautafel, die durch biographische Hinweise
und Kurzbeschreibungen zu den historischen Rahmenbedingungen
ergänzt werden. "Lebensspuren" will aber auch die Bedeutung
des Deutschen Tagebucharchivs aufzeigen, das
autobiographisches Material in ehrenamtlicher Arbeit
erschließt, archiviert und einer interessierten
Öffentlichkeit zugänglich macht.
Zusätzlich zur Wanderausstellung präsentieren das Institut
für Stadtgeschichte und das Museum für Literatur am
Oberrhein Tagebücher und deren Geschichte mit Bezug zu
Karlsruhe. Es handelt sich um Aufzeichnungen des Hofgärtners
Christian Thran über seine Afrikareise, die er im Auftrag
des Stadtgründers von 1731 bis 1733 unternahm, die
Tagebücher des ersten Oberbürgermeisters der badischen
Residenz Christian Griesbach, die Berichte von Anna Hunkele,
der Schwiegertochter der badischen Politikerin,
Revolutionärin und Frauenrechtlerin Henriette
Obermüller-Venedey und des revolutionären Politikers Jakob
Venedey, über ihre Alltagserlebnisse in der Kaiserzeit und
die Lebenserinnerungen des Dichter Joseph Viktor von
Scheffel und der Schriftstellerin Lotte Paepcke.
Die Wanderausstellung steht unter der Schirmherrschaft des
Kultusministers von Baden-Württemberg Helmut Rau MdL. Es
sind mehrere Begleitpublikationen zur Ausstellung in
Karlsruhe vorgesehen.