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Automobil-Pionier Carl Benz

Carl Friedrich Benz (1844 - 1929)

Carl Friedrich Benz (1844 - 1929)

(br) "Die Stadt Karlsruhe betrauert den Heimgang dieses hochbegabten, mit starkem Erfindergeist ausgestatteten Mannes, den sie mit Stolz zu ihren besten Söhnen zählt. Was er ersonnen und erschafft, hat eine ungeahnte Entwicklung von Technik und Verkehr zur Folge gehabt." Mit diesen Worten würdigte Oberbürgermeister Julius Finter den Automobil-Pionier Carl Benz nach dessen Tod am 4. April 1929.

Dieser wurde als Carl Friedrich Michael Vaillant am 25. November 1844 in Mühlburg geboren. Ein Jahr später erkannte ihn der Lokomotivführer Johann Georg Benz als seinen Sohn an. Nach dem Besuch des Karlsruher Gymnasiums begann er mit 17 Jahren ein Ingenieursstudium am Polytechnikum in Karlsruhe. Bei der traditionsreichen Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe, die 1842 die erste badische Lokomotive "Badenia" hergestellt hatte, fand er nach dem Studium die erste Anstellung. Mit dem Ende seiner Tätigkeit bei der Maschinenbaugesellschaft verließ Benz 1867 dann die Stadt Karlsruhe, in der er die Grundlagen für seine bahnbrechenden Erfindungen gemacht hatte. 1878 begann er in Mannheim mit der Arbeit an einem Zweitaktmotor, mit dem es ihm in unglaublich kurzer Zeit gelang, einen Zweitakt-Gasmotor zu konstruieren. Als Mitinhaber der offenen Handelsgesellschaft "Benz und Cie., Rheinische Gasmotorenfabrik" arbeitete er 1884 auch an Viertaktmotoren.

Den Durchbruch markierte das Benz-Patent von 1886, ein Dreiradwagen. Ab 1893 rückte der Benz-Automobilbau durch die Patentierung der Benz-Lenkung an die Spitze der internationalen Automobilindustrie. Aufgrund interner Differenzen verließ Benz 1903 seine Firma und verlegte seinen Wohnsitz nach Ladenburg am Neckar, wo er bald darauf eine kleine Fabrik gründete. Eines der wichtigsten Ereignisse im Leben des Carl Benz war die Fusion der Pionierfirmen Daimler und Benz 1926 zur Daimler-Benz AG.

Benz gelangen seine Erfindungen zwar nicht in Karlsruhe. Sein Name bleibt aber immer mit der Stadt verbunden, in der er geboren wurde. Im Stadtteil Mühlburg brachte der dortige Bürgerverein am 17. April 1933 am ehemaligen Rathaus eine Gedenktafel an. Ein im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzenes Denkmal wurde am 26. April 1958 mit einer neuen von dem Bildhauer Carl Egler gefertigten Büste wiedererrichtet und im Jahr 1963 an die Beiertheimer Allee verlegt. Heute erinnern zudem die Carl-Benz-Halle im Stadtteil Mühlburg und die Carl-Benz-Schule an den bedeutenden Sohn; am 6. Juni 1999 fand erstmals eine Rundfahrt "Tribut an Carl Benz" mit Oldtimern durch Karlsruhe statt.

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