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Skulpturenpark am Ettlinger Tor

Fünf aus dem Wettbewerb "Skulptur im öffentlichen Raum" hervorgegangene Arbeiten sind seit dem 1. Juli 2003 am Ettlinger-Tor-Platz zu sehen.

Plätze, so wird gesagt, seien die lächelnden Augen einer Stadt. Der Ettlinger-Tor-Platz als innerstädtischer Verkehrsknotenpunkt entzieht sich dieser poetischen Formulierung; der starke Verkehrsfluss und große umliegende Institutionen wie das Badische Staatstheater, die Volkswohnung, das Landratsamt, die ehemalige Postbank und neuerdings die ECE-Großbaustelle prägen das Bild eines äußerst geschäftigen Platzes, an dem 1803 bis 1872 das nach Süden Richtung Ettlingen weisende Stadttor stand.

Schauspielensemble des Badischen Staatstheaters bei der Eröffnung

Schauspielensemble des Badischen Staatstheaters bei der Eröffnung

Seit Ende der 80er Jahre bemüht sich die Stadt Karlsruhe, dem Ettlinger-Tor-Platz mit künstlerischen Akzenten ein kleines Lächeln zurückzugeben. Erstmals 1989 wurden auf der Grünfläche am Ettlinger Tor fünf Kunstwerke für die Dauer von zwei Jahren errichtet. Sie waren im Rahmen eines Wettbewerbes von einer Fachjury ausgewählt worden. 1991 und 1993 fanden - jeweils nach vorausgegangenen Wettbewerben - Skulpturenwechsel statt. Diese temporären Ausstellungen, die immer wieder für einigen Diskussionsstoff in der Stadt sorgten, haben dazu beigetragen, dass das Ettlinger Tor zu einem Synonym für aktuelle Kunst geworden ist. Seit 1998 prägt die monumentale zweiteilige Ettlinger-Tor-Skulptur des Künstlers Andreas Helmling den Platz.

Der Skulpturenwettbewerb für den Bereich des Ettlinger Tores konnte erst im Herbst 2002 wieder ausgeschrieben werden. Erstmals waren Künstlerinnen und Künstler auch im Elsass und in Rheinland-Pfalz eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.
Schauspielensemble des Badischen Staatstheaters bei der Eröffnung

Schauspielensemble des Badischen Staatstheaters bei der Eröffnung

Gerade vor dem Hintergrund der Bewerbung um die Europäische Kulturhauptstadt freut es mich besonders, dass bei dem anonymen Jurierungsverfahren neben je zwei Künstlern aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit Benoit Decque auch ein Künstler aus Strasbourg ausgewählt worden ist. Das Wettbewerbsergebnis, das bis Mitte 2005 am Ettlinger-Tor-Platz zu sehen ist, ist in einer Broschüre dokumentiert. Wettbewerb, Skulpturenpark und Dokumentation sind ein Bekenntnis der Stadt Karlsruhe zu künstlerischer Stadtraumgestaltung wie zu Kunst- und Künstlerförderung auch in finanziell knappen Zeiten.

Ich danke den Künstlerinnen und Künstlern, die uns für zwei Jahre ihre Kunstwerke anvertrauen und damit zu einer optischen - im Falle der Arbeit von Kristof Georgen auch akustischen - und geistigen Belebung unseres Stadtbildes beitragen. Und ich hoffe, dass die Ausstellung in der Bevölkerung eine lebhafte Resonanz findet.

Heinz Fenrich
Oberbürgermeister
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