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Karlsruhe: Gleichstellungsbeauftragte

Erna Scheffler: Erste Richterin am Bundesverfassungsgericht

Die Juristin Erna Scheffler konnte im Rückblick auf ihr Berufs­le­ben mit Recht stolz auf die Ergebnisse ihrer Arbeit sein. Als erste und lange Jahre einzige Richterin am Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt hatte sie seit 1951 entschei­dend an der recht­li­chen Umsetzung des Artikels 3 Absatz 2 des Grund­ge­set­zes mitgewirkt, der die Gleich­be­rech­ti­gung von Frauen und Männern einfordert. 1959 konnte sie ein Urteil des Bundes­ver­fas­sungs­ge­richts verkünden, das die Stellung der Frauen entschei­dend verbes­serte. Das Urteil erklärte den "Stichent­scheid" für ungesetz­lich, der bis dahin bei Strei­tig­kei­ten der Eltern in Fragen der Kinder­er­zie­hung dem Vater die letzte Entschei­dung zugespro­chen hatte.

Auch nach ihrer Pensio­nie­rung blieb Erna Scheffler, die in Wolfarts­weier lebte, dem Kampf um die Gleich­be­rech­ti­gung verbunden u.a. als Gründungs­prä­si­den­tin des Sorop­ti­mist-Clubs Karlsruhe, als Mitglied des Deutschen Juris­tin­nen­bun­des, des Verbands berufs­tä­ti­ger Frauen in Karlsruhe und als Bundes­vor­sit­zende des Deutschen Akade­mi­ke­rin­nen­bun­des (DAB). Ihr zentrales Anliegen war die Verein­bar­keit von Familie und Beruf, ein bis heute aktuelles Thema, wie die aktuelle Diskus­sion um die flächen­de­ckende Einrich­tung von Kinder­ta­ges­stät­ten zeigt.

 

Erna Scheffler (1893 - 1983)

Erna Scheffler (1893 - 1983)


"... unsere Erfolge sind durchaus geeignet, uns mit uns selbst zu imponieren."