Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt. Sprung zur Navigation dieser Seite

  • Language 
  • Stadtplan
  • Wetter
  • Verkehrslage
Stadt Karlsruhe - zur Startseite

Karlsruhe: Stadtteile

Geschichte von Palmbach

Kirche und Rathaus  um 1950

Kirche und Rathaus um 1950


 

Die Gründung der Waldenser-Siedlung "La Balme"

Palmbach ist eine Neugrün­dung der Waldenser. Am 4. Februar 1701 hatten sie von Herzog Eberhardt Ludwig von Württem­berg die Erlaubnis erhalten, sich in seinem Land anzusie­deln. Man wies ihnen 360 Morgen verwil­der­tes Ackerland, Wiesen und einige kleine Waldstücke zwischen Grünwet­ters­bach, Stupferich und Langen­stein­bach zu.

Grünwet­ters­bach lag damals in einer kleinen württem­ber­gi­schen Enklave im Badischen und gehörte zum Oberamt Neuenbürg. Nach dem dreißig­jäh­ri­gen Krieg und dem Pfälzi­schen Erbfol­ge­krieg hatte das Dorf, das 1630 noch 80 Bürger gezählt hatte, nur noch 30 Einwohner, das ebenfalls württem­ber­gi­sche Dorf Unter­mut­schel­bach noch neun.

35 meist arme Waldens­er­fa­mi­lien kamen in der neuen Heimat an, 28 von ihnen wurden Grünwet­ters­bach zugeteilt, wo sie in Erinnerung an ihre alte Heimat die neue Siedlung La Balme, was soviel wie "Zuflucht" bedeutet, später Balmbach geschrie­ben, gründeten. Die übrigen Familien fanden in Unter­mut­schel­bach eine Bleibe. 1806 wurde Grünwet­ters­bach und auch Palmbach badisch.

Das erste Gotteshaus in Palmbach war ein kleines Holzkirch­lein, das 1725 unter Pfarrer Jaques Resplendin, der 1720 die Pfarrei übernommen hatte, erbaut wurde. 1906 wurde ein Neubau der Kirche notwendig, der mit dem roten Sandstein aus heimischen Stein­brü­chen Grünwet­ters­bachs und Palmbachs errichtet wurde.

Bis etwa 1810 bediente man sich der franzö­si­schen Sprache, und bis 1821 betreute der Pfarrer von Palmbach auch die Waldenser in Unter­mut­schel­bach.
 

Grünwet­ters­bach und Palmbach werden badisch

Das nächste wichtige Ereignis fiel in das Jahr 1806. In einer Aufzeich­nung des Gemein­dear­chi­ves liest man, dass am 19. Oktober 1806 "Grün­wet­ters­bach von seiner König­li­chen Majestät von Württem­berg Friedrich dem II. an Baden-Durlach vertauscht" wurde. Ab diesem Tag an waren Grünwet­ters­bach und Palmbach badisch, zugehörig nun zu der nahen Amtsstadt Durlach.

 

Karte von 1791

Vergl. dazu die histo­ri­sche Landkarte, die laut Inschrift auf der Rück­seite des Originals (im Privat­be­sitz H. Sauter) aus dem Jahre 1791 stammen soll. Nach den geschicht­li­chen Daten kann sie aber frühestens Ende 1806 gezeichnet worden sein.

Gemeindereform 1972

Palmbach ist nicht mehr selbst­stän­dig. Im Zuge der Gemein­de­re­form schlossen sich Grünwet­ters­bach und Palmbach am 1. Januar 1972 zur Gemeinde Wetters­bach zusammen.

Aus den zwei Dörfern Palmbach und Grünwet­ters­bach entstand Wetters­bach

Seit dem 01. Januar 1972 bildet die Gemeinde Palmbach mit Grünwet­ters­bach eine gemeinsame Verwal­tungs­ein­heit, die den Namen Wetters­bach erhielt. Doch die Hoffnung, durch den Zusam­menschluss die Selbst­stän­dig­keit zu sichern, erfüllte sich nicht. Schon am 1. Januar 1975 wurde Wetters­bach nach Karlsruhe einge­mein­det,wobei die beiden Ortsteile ihre alten Bezeich­nun­gen als Stadt­teil­na­men wieder erlangen, während für die Verwaltung im Rahmen der Ortschafts­ver­fas­sung die Bezeich­nung Wetters­bach beibe­hal­ten wird.

Das gemeinsame Wappen
Bereits am 28. August 1972 wurde der Gemeinde Wetters­bach mit Urkunde das Recht zur Führung eines Wappens verliehen. Nach einigem hin- und her um die Ausge­stal­tung zwischen den Interessen Palmbachs und de Ansichten Grünwet­ters­bachs wurde das zukünftige Wappen vom Wetters­ba­cher Gemein­de­rat dem Badischen Generallan­des­ar­chiv zur Ausführung in Auftrag gegeben.

Das entgültige Gemein­de­wap­pen zeigt in geteiltem Schild oben in blauem Feld einen silbernen Palmzweig als Element aus dem vorherigen Palmbacher Dorfwappen. Unten im goldenem Feld ist ein roter, gekrönter Löwe als Element aus dem vorherigen Dorfwappen von Grünwet­ters­bach abgebildet.

 

"Allianzwappen" Wettersbach