Karlsruhe: Friedhöfe
Friedhof Beiertheim
"Nahe der Alb gelegen ..."
Das Dorf Beiertheim gehörte, wie schon in seiner ersten
urkundlichen Erwähnung von 1110 zu lesen ist, zu den
Besitztümern des Klosters Gottesau. Obwohl nach der
Teilung der Markgrafschaft Baden in weiten Strecken die
Alb die Grenze zwischen der katholischen Linie
Baden-Baden und der evangelischen Linie Baden-Durlach
bildete, legte das Reichskammergericht im Jahre 1582
Beiertheim in den Besitz Baden-Badens.
Der erste Friedhof der kleinen Gemeinde lag somit auch um
die schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts
errichteten St. Michaelskapelle an der Stelle der
heutigen Turnhalle der Grund- und Hauptschule Beiertheim.
Der Friedhof wurde 1846 auf ein neues Areal, an der
heutigen Hohenzollernstraße, verlegt.
Trotz einer Erweiterung in den 70er Jahren gehört der
Friedhof Beiertheim mit 0,7 Hektar zu den kleinsten
Karlsruher Friedhofsanlagen. Durch die nahe gelegene
Ebertstraße und die Einpassung in das Wohngebiet ist der
Friedhof kaum zu vergrößern.
Rechts neben dem Friedhofseingang befindet sich die
Aussegnungshalle aus dem Jahr 1972. Sie wurde nach dem
Planungsentwurf des städtischen Hochbauamtes im Jahre
1970 von siebzehn Auszubildenden im Rahmen eines
Ausbildungs-Modellprojektes des Nachwuchses im
Zimmererhandwerk Nord- und Mittelbadens errichtet.
1994 wurde im Innern ein von dem Hobbyschnitzer Richard
Wolz aus Lindenholz gestaltetes Christuskreuz an der
Nordwand aufgestellt. Die Kapelle wurde 2003 durch Umbau-
und Erweiterungsmaßnahmen modernisiert.
An der Nordseite des mit einer Sandsteinmauer
eingefassten Gottesackers befindet sich ein altes
Wegkreuz aus dem 18. Jahrhundert, das noch heute auf die
Zugehörigkeit Beiertheims zum damaligen katholischen
Landesteil hinweist. Zu seinem Aufstellungsplatz gehört
ein Gedenkstein für die Gefallenen der beiden Weltkriege.




