Karlsruhe: Friedhöfe
Friedhof Rintheim
Anfahrt
Hirtenweg 33
Bahn Linie 5, Haltestelle Rintheim
Der kleinste Stadtteilfriedhof Karlsruhes
Der älteste Grabstein der Rintheimer Friedhofsanlage
"... zum Kirchgang und zur Bestattung nach Hagsfeld ..."
Erstmals wird die Gemeinde 1110 als "Rintdau" unter den
Gütern des Klosters Gottesau erwähnt, später gehört sie
zur Markgrafenschaft Baden-Durlach. Das Dorf lebte, wie
die meisten Gemeinden, von der Landwirtschaft, besaß aber
bereits 1895 in Folge der Industrialisierung keinen
einzigen landwirtschaftlichen Vollbetrieb mehr. Nach
zwei Abtretungen von Acker- und Weideland an die Stadt
Karlsruhe, hauptsächlich genutzt für die Anlage des
Karlsruher Hauptfriedhofes an der heutigen
Haid-und-Neu-Straße im Jahr 1874, wurde Rintheim 1907 zu
Karlsruhe eingemeindet.
Der mit 0,4 Hektar kleinste der Karlsruher
Stadtteilfriedhöfe ist mitten im Wohngebiet zwischen dem
Hirtenweg, der Rintheimer Hauptstraße, und
Finkenschlagweg eingebettet. 1810 fanden dort die
ersten Beisetzungen statt. Bis 1809 wurden die
Verstorbenen der kleinen Gemeinde auf dem benachbarten
Hagsfelder Friedhof bestattet.
1983 erhielt Rintheim als letzter der Karlsruher Stadtteile eine Aussegnungshalle. Bis zu diesem Zeitpunkt fanden die Trauerfeierlichkeiten im Freien statt. Die Trauernden waren somit jeder Witterung ausgesetzt. Die nach den Plänen des Architekten Jürgen Schmutzer erbaute Aussegnungshalle hat 32 Sitzplätze und durch ihr weit ausragendes Dach noch weitere Stehplätze. An der Westseite des Friedhofs, beim Eingang Finkenschlagweg, erinnern ein Sandsteinkreuz und drei Gedenktafeln an die Opfer des Krieges 1870/71 und der beiden Weltkriege.



