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Karlsruhe: Wetter

Glossar meteorlogischer Fachbegriffe

Fühltem­­pe­ra­tur
Die empfundene Temperatur unter­­schei­­det sich oft von der gemessenen Temperatur. Grund dafür sind Windchill und Hitzindex.
Mit Windchill bezeichnet man die Fühltem­­pe­ra­tur bei Auskühlung der Hauto­­ber­flä­che durch Wind. Dieser Effekt tritt nur bei nennens­wer­ter Luftbe­we­­gung und Tempe­ra­tu­ren nahe oder unter dem Gefrier­­punkt auf. Wir berechnen Windchill bei Windge­schwin­­dig­kei­ten größer 5 kmh und Lufttem­­pe­ra­tu­ren unter 5 °C.
Der Hitzeindex ist die empfun­­de­­nen Temperatur in Abhän­­gig­keit von der Luftfeuch­tig­keit. Bekannt­­lich wird schwüle Hitze wesentlich wärmer (und belas­ten­­der) als trockene Hitze empfunden. Der Hitze­in­­dex zeigt sich nur bei Wärme, bei Tempe­ra­tu­ren unter 20°C ist nur noch wenig Einfluss der Luftfeuchte auf das Wärme­­emp­­fin­­den festzu­s­tel­len. Wir berechnen daher den Hitzeindex nur bei Tempe­ra­tu­ren über 20 °C.
Bei Tempe­ra­tu­ren zwischen 5 und 20 °C, bei Windstil­le auch bei stärkerer Kälte ist die Fühltem­­pe­ra­tur mit der gemessenen Tempe­ra­tur identisch.
Global­strah­­lung
Die Global­strah­­lung ist die Summe aller Sonnen­strah­­lung auf die Erde, sie wird gemessen in Watt pro Quadrat­­me­ter und umfasst neben Licht auch Radio- und Röntgen­wel­len, UV- und Infra­rot­strah­­lung. Messin­stru­­ment für die Global­strah­­lung ist das Pyrano­­me­ter. In Solar­­zel­len wird die Global­strah­­lung direkt in elektri­­sche Energie umgewan­­delt.
Luftdruck
1000 hPa (Hekto­pas­­cal) entspre­chen 1000 Millibar oder 750 Millimeter Queck­­sil­­ber­­säule. Alle Luftdruck­wer­te sind die gemessenen Werte, die zur Norma­­li­­sie­rung noch auf Meereshöhe (NN) umgerech­­net werden müssen.
Meteo­ro­lo­­gi­­sche Tages­­­be­­zeich­­nun­­gen
Heißer Tag oder Hitzetag: Maximal­tem­­pe­ra­tur über 30 °C.
Sommertag: Maximal­tem­­pe­ra­tur über 25 °C.
Tropen­­nacht: Minimal­tem­­pe­ra­tur größer 20 °C.
Schwüle:Taupunkt über 16 °C.
Heiztag: Durch­­schnit­t­s­tem­­pe­ra­tur kleiner 15 °C.
Frosttag: Minimal­tem­­pe­ra­tur kleiner 0 °C.
Eistag: Maximal­tem­­pe­ra­tur kleiner 0 °C.
Regentag: Mehr als 0,1 mm Nieder­­schlag.
Sonnen­­schein­dau­er
Die tatsäch­­li­che Sonnen­­schein­dauer ist als die Zeitspanne definiert, während der die direkte Sonnen­strah­­lung senkrecht zur Sonnen­rich­tung mindes­tens 120W/m2 beträgt. Zur Berech­nung der Sonnen­­schein­dauer wird auf der Karls­ru­her Wetter­­sta­tion die Zeit gemessen, während der die Global­strah­­ling die Grenze von 120 W/m2überschrei­tet. Das Messin­ter­vall beträgt 10 Minuten.
Windstär­ke
Der Wind wird in der Meteo­ro­lo­­gie je nach seiner Geschwin­­dig­keit in verschie­­dene Windstär­ken einge­­teil­t (Beaufort-Skala), wobei 0 bft einer Windstille, 12 bft einem Orkan entspricht. Daneben ist auch die Angabe in Kilometer je Stunde (kmh) üblich.
Windrich­tung
Die Windrich­tung gibt an, woher (nicht wohin) der Wind weht.