Karlsruhe: Radverkehr
Das Radverkehrsnetz - Planung 2005
Ein Radnetzkonzept gibt es in Karlsruhe seit über 30 Jahren. Dieses wurde regelmäßig fortgeschrieben, zuletzt Anfang der 90er Jahre. Seitdem hat sich die Stadt verändert, neue Wohngebiete wie die Nordstadt oder Karlsruhe-Südost sind entstanden, zudem neue Arbeitsplatz- oder Besucherschwerpunkte wie der Technologiepark oder die Neue Messe. Gleichzeitig haben Straßen wie der Zirkel oder die Durlacher Allee an Bedeutung für den Kfz-Verkehr verloren, und durch Änderungen in der Straßenverkehrsordnung ist es Radfahrern erlaubt, viele Einbahnstraßen in Gegenrichtung zu befahren. Es gibt also viele Gründe, die für ein Überarbeiten des Radnetzkonzeptes sprechen.
Diese Aspekte in das Radnetzkonzept einzuarbeiten, war Aufgabe der Arbeitsgruppe Radverkehr. Seit Herbst 2004 trafen sich die Radverkehrsexperten von Bürgerservice und Sicherheit, Tiefbauamt, Polizeipräsidium und Stadtplanungsamt regelmäßig mit Vertretern der Radverkehrsverbände ADFC und VCD, um das Konzept weiter zu entwickeln. Zunächst analysierte die Gruppe eingehend, wo die Quellen und Ziele des Radverkehrs liegen. Dabei wurde nicht an der Stadtgrenze Halt gemacht, sondern auch der Radverkehr aus dem Umland berücksichtigt. Im nächsten Schritt wurde des Netzkonzept erarbeitet. Grundlagen lieferten hier Voruntersuchungen eines Karlsruher Ingenieurbüros. Ziel des Konzeptes ist es, alle Stadtteile gut an die Innenstadt anzubinden und auch die Stadtteile untereinander zu verbinden. Dazu wurden Routen gesucht, die zusammenhängend, zügig und sicher befahrbar sind. Gleichzeitig sollten sie eine hohe Erschließungs- und Umfeldqualität aufweisen.
Am 25. Oktober 2005 wurde das neue Radnetzkonzept vom Gemeinderat beschlossen. Es wird nun in den nächsten Jahren Route für Route baulich umgesetzt.
Radverkehrsnetz Planung
Die Radverkehrsplanung sieht zwei Innenstadtrouten sowie 16 Stadtteilrouten vor:

