Karlsruhe: Besondere Personengruppen
Zertifikat "Seniorenfreundlicher Service"
Faltblatt
(Stand: Januar 2012)
Die Idee kam aus dem Landesseniorenrat Sachsen-Anhalt. Der Stadtseniorenrat unserer Partnerstadt Halle begann das Projekt im kleinen Rahmen. Wir haben dort Geschäftsleute befragt, die begeistert waren. Das war Anregung für uns, das Projekt neu gestaltet bei uns zu verwirklichen.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt und der Einzelhandelsverband waren von der Idee beeindruckt, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaft, sowie das Citymarketing sagten ihr Mitwirken zu. So wurde ein Arbeitskreis gebildet, dem die genannten Institutionen sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Vertreter entsandten. Unter Vorsitz des Vorstandsmitgliedes Hanns-Chrstian Heyer-Stuffer kam das Gremium - dem auch zehn Seniorenvertreterinnen und -vertreter aus den Mitgliedsgruppierungen angehören - zusammen und legte die Einzelheiten fest.
Die Firmen bewerben sich über die Instutionen für das Zertifikat. Sie werden dann nach Absprache von zwei Seniorinnen und Senioren besucht, die mit der Firmenleitung über die Seniorenfreundlichkeit sprechen.
Zu den allgemeinen Kriterien gehören u. a.
- eine gute Beratung,
- lesbare Schilder (ausreichend groß),
- geschultes und kundenfreundliches Personal.
Branchenbezogen gibt es folgende Kriterien z. B.
- in Fachgeschäften: Sitzgelegenheiten, Kundentoiletten,
- in Lebensmittelfirmen und in Apotheken: der Heimservice,
- in Cafés und Gaststätten: Diabetiker-Angebote und eine ebenerdige Toilette,
- bei Handwerksbetrieben: kostengüngstige Angebote mit Kostenvoranschlag usw.
Weitere allgemeine und branchenbezogene Kriterien
werden nachgefragt.
Die prüfenden Seniorinnen und Senioren füllen nach dem
Besuch einen Berichtbogen aus, der dann im kleinen
Arbeitskreis (nur Seniorinnen und Senioren) für die
Beurteilung der Seniorenfreundlichkeit maßgebend ist.
Einige Unternehmen oder Firmen die sich beworben hatten,
wurden in der zurückliegenden Zeit abgelehnt.
Die Firmen, bei denen die Seniorenfreundlichkeit festgestellt wurde, erhalten in einer besonderen Feier eine Urkunde und eine Klebemarke mit der Jahreszahl. Das Zertifikat wird immer für ein Jahr verliehen und danach bei unveränderter Situation entsprechend verlängert.
Die Firmen und Unternehmen, erhalten dann die
Klebemarke des Folgejahres.
Das Logo wurde in einem Wettbewerb, durch eine
Designerklasse der Berufsschule, entworfen und dann
ausgewählt. Der Stadtseniorenrat Karlsruhe hat es
dann beim Deutschen Patent- und Markenamt in München
schützen lassen und den Markenschutz inzwischen bis zum
Mai 2022 verlängert.
Gegenwärtig haben ca. 140 Firmen das Zertifikat.
Weitere Bewerbungen liegen vor.
In den letzten Jahren haben sich andere Kreis-, Stadt- und
Ortsseniorenräte für das Projekt interessiert und von
uns Informationen angefordert.
Eine Reihe von Kreisen und Städten hat inzwischen das
Projekt eingeführt und von uns die Genehmigung zur
Verwendung des Logos erhalten.
Diese Genehmigung wird auf schriftlichen Antrag
erteilt, aber nur an Seniorenräte, die das Projekt in
ehrenamtlicher Arbeit durchführen.
