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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Zertifikat "Seniorenfreundlicher Service"

Faltblatt


Seniorenfreundlicher Service (PDF, 3.72 MB) Mit der Liste zerti­fi­zier­ter Unter­neh­men.

 

(Stand: Januar 2014)

Die Idee kam aus dem Landes­se­nio­ren­rat Sachsen-Anhalt. Der Stadt­se­nio­ren­rat unserer Partner­stadt Halle begann das Projekt im kleinen Rahmen. Wir haben dort Geschäfts­leute befragt, die begeistert waren. Das war Anregung für uns, das Projekt neu gestaltet bei uns zu verwirk­li­chen.

Die Wirtschafts­för­de­rung der Stadt und der Einzel­han­dels­ver­band waren von der Idee beein­druckt, die Industrie- und Handels­kam­mer, die Handwerks­kam­mer und die Kreis­hand­wer­ker­schaft, sowie das Citymar­ke­ting sagten ihr Mitwirken zu. So wurde ein Arbeits­kreis gebildet, dem die genannten Insti­tu­tio­nen sowie die Wirtschafts­för­de­rung der Stadt Vertreter entsandten. Unter Vorsitz von Hanns-Chrstian Heyer-Stuffer kam das Gremium - dem auch zehn Senio­ren­ver­tre­te­rin­nen und -vertreter aus den Mitglieds­grup­pie­run­gen angehören - zusammen und legte die Einzel­hei­ten fest.

Die Firmen bewerben sich über die Instu­tio­nen für das Zertifikat. Sie werden dann nach Absprache von zwei Senio­rin­nen und Senioren besucht, die mit der Firmen­lei­tung über die Senio­ren­freund­lich­keit sprechen.

Zu den allge­mei­nen Kriterien gehören u. a.

  • eine gute Beratung,
  • lesbare Schilder (ausrei­chend groß),
  • geschultes und kunden­freund­li­ches Personal.

Branchen­be­zo­gen gibt es folgende Kriterien z. B.

  • in Fachge­schäf­ten: Sitzge­le­gen­hei­ten, Kunden­toi­let­ten,
  • in Lebens­mit­tel­fir­men und in Apotheken: der Heimser­vice,
  • in Cafés und Gaststät­ten: Diabetiker-Angebote und eine ebenerdige Toilette,
  • bei Handwerks­be­trie­ben: kosten­güngs­tige Angebote mit Kosten­vor­an­schlag usw.

Weitere allgemeine und branchen­be­zo­gene Kriterien werden nachge­fragt.
Die prüfenden Senio­rin­nen und Senioren füllen nach dem Besuch einen Bericht­bo­gen aus, der dann im kleinen Arbeits­kreis (nur Senio­rin­nen und Senioren) für die Beurtei­lung der Senio­ren­freund­lich­keit maßgebend ist. Einige Unter­neh­men oder Firmen die sich beworben hatten, wurden in der zurück­lie­gen­den Zeit abgelehnt.

Die Firmen, bei denen die Senio­ren­freund­lich­keit festge­stellt wurde, erhalten in einer besonderen Feier eine Urkunde und eine Klebemarke mit der Jahreszahl. Das Zertifikat wird immer für ein Jahr verliehen und danach bei unver­än­der­ter Situation entspre­chend verlängert.

Die Firmen und Unter­neh­men, erhalten dann die Klebemarke des Folge­jah­res.

Das Logo wurde in einem Wettbewerb, durch eine Designer­klasse der Berufs­schule, entworfen und dann ausgewählt. Der Stadt­se­nio­ren­rat Karlsruhe hat es dann beim Deutschen Patent- und Markenamt in München schützen lassen und den Marken­schutz inzwischen bis zum Mai 2022 verlängert.

Gegen­wär­tig haben 143 Firmen das Zertifikat. Weitere Bewer­bun­gen liegen vor.

In den letzten Jahren haben sich andere Kreis-, Stadt- und Ortsse­nio­ren­räte für das Projekt inter­es­siert und von uns Infor­ma­tio­nen angefor­dert.
Eine Reihe von Kreisen und Städten hat inzwischen das Projekt eingeführt und von uns die Geneh­mi­gung zur Verwendung des Logos erhalten.

Diese Geneh­mi­gung wird auf schrift­li­chen Antrag erteilt, aber nur an Senio­ren­räte, die das Projekt in ehren­amt­li­cher Arbeit durch­füh­ren.