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Karlsruhe: Besondere Personengruppen

Stadtseniorenrat Karlsruhe

Der Stadt­­­se­­nio­ren­rat ist die Senio­ren­­ver­­tre­tung in Karlsruhe. Ihm gehören 36 Vereine, Verei­­ni­­gun­­gen und Verbände, die in der Senio­ren­ar­­beit tätig sind, als Mitglieder an.

Der Stadt­­­se­­nio­ren­rat ist - wie die meisten Stadt- und Kreis­­se­­nio­ren­räte in Baden-Württem­­berg - ein einge­tra­­ge­­ner Verein, der vom Finanzamt als gemein­nüt­­zig anerkannt ist. Der Stadt­­­se­­nio­ren­rat arbeitet mit der Stadt­­­ver­­wal­tung zusammen. Wichtigs­tes Organ ist die Mitglie­­der­­ver­­­sam­m­­lung, die sieben- oder achtmal jährlich zusam­­men­­kommt. In ihr werden alle für die Senioren relevanten Themen diskutiert. Zu kommu­na­len Themen kommen die Bürger­­meis­ter oder entspre­chen­­de Fachre­­fe­ren­ten in die Versam­m­­lung, in der jedes Mitglied eine(n) Vertre­ter(in) hat. Über die Versam­m­­lun­­gen wird in der Presse berichtet.

Wichtig sind auch die Arbeits­­kreise, in denen von Personen aus den Mitglieds­­ver­­­bän­­den und "freien Mitar­­bei­tern" ehren­­am­t­­lich viel geleistet wird.

Für den Arbeits­­kreis "Heime", der eng mit der Heimauf­­sicht zusam­­men­ar­­bei­tet, spielt das Heimgesetz und die Heimmit­wir­­kungs­­­ver­­ord­­nung eine zentrale Rolle. Personen, die zur Mitarbeit in Heimbei­rä­ten oder als Heimfür­spre­cher bereit sind, werden mit den erfor­­der­­li­chen Infor­­ma­tio­­nen ausge­­stat­tet. Die Kontak­t­pflege zu den Heimbei­rä­ten und den Heimlei­tern gehört mit zu den Aufgaben des Arbeits­­krei­­ses.

Der Arbeits­­kreis "Senio­ren­freun­d­­li­cher Service" ist ein viel beachtetes Gremium. Neben den ehren­­am­t­­li­chen Vertretern aus den Mitglieds­­ver­­­bän­­den gehören dem Kreis Vertreter der Industrie- und Handels­­kam­­mer, der Handwerks­­kam­­mer, des Einzel­han­­dels­­ver­­­ban­­des, der Kreis­han­d­wer­ker­­schaft, des Stadt­­­mar­ke­tings und der Wirtschafts­för­de­rung an. Firmen des Handels und der Dienst­leis­tung erhalten ein Zertifikat, nachdem sie durch ein Senio­ren­team auf die Senio­ren­freun­d­­lich­keit überprüft wurden. Neben einer Urkunde wird eine Klebemarke mit der Jahres­zahl ausgegeben. Mittels Stich­pro­­ben erfolgt eine jährli­che Überprü­­fung.

Muster­­gül­tig ist auch die Arbeits­­ge­­mein­­schaft "Sicher­heit für Senioren", die auf Initia­ti­ve des Stadt­­­se­­nio­ren­rats bei der Polizei­­di­rek­tion Karls­ru­he einge­rich­tet wurde. Ihr gehören auch Vertreter des Kreis­­se­­nio­ren­rats Karlsruhe-Land an. In den Zweigen "Verkehrs­­prä­­ven­tion Senioren" und "Krimi­nal­prä­­ven­tion Senioren" werden Druck­­stücke erarbeitet und veröf­­fent­­licht. Außerdem sind die ehren­­am­t­­lich tätigen Senioren zusammen mit der Polizei bei Messen und Märkten an Info-Ständen präsent.

Der Vorstand des Stadt­­­se­­nio­ren­ra­tes besteht aus fünf Personen, die in Mitglieds­­ver­­­bän­­den aktiv sind und dadurch stets den Kontakt zu vielen Senio­rin­­nen und Senioren haben. Nach der Satzung des Stadt­­­se­­nio­ren­rats dauert die Amtszeit zwei Jahre.

Historie

Im Jahr 1974 wurde beim Sozialamt die Arbeits­­ge­­mein­­schaft "Karls­ru­her Senio­ren­aus­­schuss" gebildet, die alle in der Senio­ren­ar­­beit tätigen Vereine, Verbände und Insti­tu­tio­­nen unter Leitung eines städti­­schen Bediens­te­ten zusam­­men­fasste. Mehrmals kam man jährlich zur Aussprache zusammen. Hier wurde erstmals die aus Heidelberg stammende Idee einer "Karte ab 60" für den Öffent­­li­chen Personen-Nahver­kehr diskutiert und mit dem Karls­ru­her Verkehrs­­­ver­­­bund besprochen.

1996 wurde die Umwandlung der Arbeits­­ge­­mein­­schaft in einen Stadt­­­se­­nio­ren­rat angeregt. Eine Satzung wurde beraten und beschlos­­sen. Nach der Wahl eines Vorstan­des war die Gründung des Stadt­­­se­­nio­ren­ra­tes Karlsruhe vollzogen. Die Eintra­­gung in das Vereins­re­­gis­ter beim Amtsge­richt Karlsruhe und die Anerken­­nung der Gemein­nüt­­zig­keit durch das Finanz­am­t Karlsruhe-Stadt folgten nach. Die Zusam­­men­ar­­beit mit dem Senio­ren­­bü­ro der Stadt wurde entwickelt und funktio­­nier­t heute muster­­gül­tig. Der Stadt­­­se­­nio­ren­rat ist in der städti­­schen Arbeits­­ge­­mein­­schaft "Ältere Genera­tion" vertreten und arbeitet in verschie­­de­­nen Projek­t­­grup­­pen mit. Wichtigs­ter Ansprech­par­t­­ner ist das Senio­ren­­bü­ro der Stadt Karlsruhe.