Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz
Musterkommune Klimaneutralität
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat 2010 den Wettbewerb "Klimaneutrale Kommune" ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs: Im Rahmen mehrerer Machbarkeitsstudien soll auf kommunaler Ebene untersucht werden, ob und unter welchen Voraussetzungen der Energiebedarf langfristig bis zum Jahr 2050 deutlich reduziert bzw. CO2-neutral bereitgestellt werden kann. Hierzu sollen in einem ersten Schritt Strategien und mögliche Maßnahmen vorgeschlagen und bilanziert werden. In einem zweiten Schritt sollen die Kommunen ausgewählte Leitprojekte auf dem Weg zur Klimaneutralität umsetzen. Unter Klimaneutralität wird dabei eine Verminderung der jährlichen CO2-Emissionen auf maximal 2 Tonnen pro Kopf verstanden. Zum Vergleich: In Karlsruhe betragen diese derzeit rund 10 Tonnen pro Kopf.
Gemeinsam mit den Stadtwerken Karlsruhe hat sich Stadt Karlsruhe an dem Wettbewerb beteiligt und wurde als eine von neun Musterkommunen in Baden-Württemberg ausgewählt. Weitere ausgezeichnete Kommunen sind die Städte Freiburg, Ludwigsburg, Horb am Neckar, Lörrach, Emmendingen und Staufen sowie die Gemeinden Allensbach und Aspach.
Die Bearbeitung der Studie übernahm ein Konsortium mit den folgenden Partnern:
- KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH
- KIT - Deutsch-Französisches Institut für Umweltforschung (DFIU)
- KIT - Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
- IREES Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien, Karlsruhe
- Probst & Consorten Marketing-Beratung, Dresden
Die Arbeiten wurden im Januar 2011 begonnen und sind mittlerweile abgeschlossen. Das Ergebnis lässt sich - ganz plakativ - so formulieren: Eine Klimaneutralität im Stadtkreis Karlsruhe bis zum Jahr 2050 ist möglich, allerdings nur unter günstigen äußeren Rahmenbedingungen und bei erheblichen weiteren Anstrengungen, die über die laufenden Aktivitäten des Klimaschutzkonzepts hinaus gehen. Wie diese zusätzlichen Anstrengungen aussehen könnten, haben die Gutachter in mehreren Leitprojekten und zahlreichen ergänzenden Maßnahmen skizziert. Für die Entwicklung dieser Vorschläge fanden während der Projektlaufzeit mehrere Themenworkshops mit ausgewählten Institutionen und Multiplikatoren in Karlsruhe statt, an denen sich fast 100 Akteure beteiligt haben.
Bericht auf Baden-TV zur Ergebnispräsentation (12.12.2011)
Bericht in der StadtZeitung (16.12.2011)
Informationen zum Landes-Wettbewerb
Pressemitteilung des Umweltministeriums zur Auswahl der neun Modellkommunen vom 20.12.2010
Bericht in der StadtZeitung vom 23.12.2010
