Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz
Klimaschutzkonzept Karlsruhe
Blick vom Turmberg
Klimaschutz in Karlsruhe - Erster Fortschrittsbericht 2010 (PDF, 5.49 MB)
Klimaschutzkonzept Karlsruhe 2009 (PDF, 2.10 MB)
Bericht aus der StadtZeitung vom 23.12.2009 zum Gemeinderatsbeschluss
Bericht über Klimaschutzaktivitäten in Karlsruhe 2008 (PDF, 447 KB)
Karlsruher Klimaschutzkonzept 2007 - Forderungen und Vorschläge der lokalen Agenda 21 (PDF, 459 KB)
Zugleich hat der Gemeinderat mit der "2-2-2-Formel" neue Zielvorgaben für den kommunalen Klimaschutz in Karlsruhe definiert. Demnach wird bis zum Jahr 2020 eine jährliche Minderung von rund 2 Prozent beim Endenergieverbrauch (insgesamt 23 Prozent) und bei den CO2-Emisionen (insgesamt 27 Prozent) sowie eine Verdopplung des Anteils Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch angestrebt. Die genannten Ziele beziehen sich jeweils auf das Basisjahr 2007.
Kernbestandteil des Klimaschutzkonzepts ist ein umfangreicher Handlungskatalog. Er zeigt auf, in welchen Handlungsfeldern die Stadt alleine oder im Zusammenspiel mit anderen Akteuren den Klimaschutz auf lokaler Ebene voranbringen kann. Insgesamt wurden 80 kurz-, mittel- und teils langfristige Maßnahmen identifiziert und in einzelnen Maßnahmenblättern dokumentiert. Dazu gehört auch eine ausführlich Darstellung des bisherigen Sachstands.
Zusätzlich hat das IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg erstmals eine auf die örtliche Situation angepasste Energie- und CO2-Bilanzierung für den Stadtkreis Karlsruhe erstellt (Bilanzjahr 2007). Als Basis für die Zieldiskussion bzw. die "2-2-2-Formel" dienten zwei ebenfalls durch das IFEU erarbeitete Entwicklungsszenarien (TREND und KLIMA) bis zum Jahr 2020. Die Bilanzierung und die Szenarienentwicklung wurden dabei durch das Bundesumweltministerium im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative gefördert. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Der Weg zum Klimaschutzkonzept
Für die Ausarbeitung des Maßnahmenkatalogs wurde ein Arbeitskreis mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Gemeinderat, der Verwaltung und weiteren Institutionen aus Karlsruhe eingerichtet. Als externe Institutionen eingebunden waren die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, die Kreishandwerkerschaft, die Architektenkammer Baden-Württemberg (Kammergruppe Karlsruhe-Stadt), der BUND-Ortsverband Karlsruhe, die Lokale Agenda 21 sowie von wissenschaftlicher Seite das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Europäische Institut für Energieforschung (EIFER) und das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI). Der Arbeitskreis traf sich 2008 und 2009 zu insgesamt acht Sitzungen. Diskussionsgrundlage waren unter anderem auch die Vorschlagspapiere der Lokalen Agenda 21 und des BUND aus dem Jahr 2007. Beide Berichte können hier abgerufen werden.
Umsetzung in Karlsruhe und Controlling
- Zum einen soll ab 2010 ein jährlicher Fortschrittsbericht zum kommunalen Klimaschutz erstellt und veröffentlicht werden. Er wird eine kurze Übersicht enthalten, welche Maßnahmen in den jeweiligen Handlungsfeldern umgesetzt oder angeschoben wurden. Außerdem werden einige aussagekräftige Kennzahlen und der aktualisierte Zielerreichungsgrad beim eea dargestellt.
- Zum zweiten soll das erstmals für die Jahre 2009/2010 vorgelegte energiepolitische Arbeitsprogramm im zweijährigen Turnus fortgeschrieben werden. Hier gilt es dann, die jeweiligen Handlungsfelder auf konkrete Einzelmaßnahmen "herunterzubrechen" und die geplanten Maßnahmen aller städtischen Akteure übersichtlich zusammenzufassen.

