Karlsruhe: Natur- und Umweltschutz
European Energy Award (eea)
Bundesweite EEA-Informationsseite
Informationen der KEA als regionale EEA-Geschäftsstelle
Auf Beschluss des Gemeinderates vom 17.07.2007 beteiligt sich die Stadt Karlsruhe am European Energy Award® (eea). Der eea ist ein Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten von Kommunen erfasst, bewertet und regelmäßig überprüft werden können. Ein einheitliches Bewertungsschema soll dabei einen direkten Vergleich einzelner Städte oder Gemeinden ermöglichen.
Mit dem eea wird auch die Energiearbeit vor Ort prämiert: Kommunen, die in den sechs vorgegebenen Handlungsfeldern eine Zielerreichung von mindestens 50 Prozent der Maximalpunktzahl vorweisen, erhalten die Auszeichnung "European Energy Award". Ab 75 Prozent Zielerreichung wird ein sogenannter Gold-Standard verliehen. Voraussetzung ist eine neutrale Überprüfung der vorgenommenen Selbsteinschätzung durch einen externen Auditor. Zur Aufrechterhaltung einer Auszeichnung muss diese externe Begutachtung alle drei Jahre wiederholt werden. Insgesamt beteiligen sich alleine in Baden-Württemberg fast 50 Städte und Gemeinden am eea. Das Land fördert die Teilnahme über das "Klimaschutz-Plus"-Programm mit einem einmaligen Zuschuss. Bundesweit sind es rund 200 Kommunen und Landkreise.Inhaltliche Umsetzung in Karlsruhe
Neben einer umfangreichen Bewertung des Ist-Stands fordert der European Energy Award® die Erstellung und Fortschreibung eines energiepolitischen Arbeitsprogramms mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen. Ebenso ist eine regelmäßige Berichterstattung auf Basis interner Audits Pflicht. Damit eignet sich die Teilnahme am eea in besonderem Maße als Umsetzungs- und Berichtsinstrument für das Karlsruher Klimaschutzkonzept. Denn zum einen gilt es den umfassenden Handlungskatalog des Klimaschutzkonzepts auf Einzelmaßnahmen "herunterzubrechen". Zum anderen ist über die internen Audits eine kontinuierliche Bewertung und Dokumentation des erreichten Stands gewährleistet. Es ist deshalb vorgesehen, zukünftig alle zwei Jahre ein eea-Arbeitsprogramm zu erstellen, das sich am jeweiligen Doppelhaushalt orientiert. Darüber hinaus soll dem Gemeinderat jährlich in Form eines Fortschrittsberichts über umgesetzte Maßnahmen und die Ergebnisse des internen Audits berichtet werden.
Die Federführung beim eea übernimmt der Umwelt- und Arbeitsschutz. Für die stadtinterne Kommunikation klimaschutzbezogener Aktivitäten wurde ein umfangreiches "eea-Netzwerk" aufgebaut. Das heißt, in allen relevanten Dienststellen und städtischen Gesellschaften sind feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner eingebunden. Der eea sieht zudem eine obligatorische Begleitung durch einen zugelassenen Berater vor. Diesen Part übernimmt die KEK - Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur.