Karlsruhe: Sport in Karlsruhe
Integration mit Sport
Seit mehr als sechs Jahren werden in Karlsruhe in enger Zusammenarbeit von verschiedenen Einrichtungen bedarfsorientierte Integrationsangebote ausgearbeitet und umgesetzt. Im Jahr 2004 wurden diese Angebote zu zwei großen Projekten „Sport auf der Straße“ und „Integration mit Sport“ zusammengeführt und stadtteilübergreifend in Kooperationen umgesetzt. Das Schul- und Sportamt Karlsruhe hat die Koordination für die sportorientierte Integrationsarbeit in der Stadt übernommen. Durch die engen Kontakte zu vielen Bildungseinrichtungen der Stadt und den Sportvereinen können laufende Angebote mit den Netzwerkpartnern Stadtjugendausschuss, PSK e. V., SSC-Karlsruhe und SZ-Südwest-Hardeck e. V. abgestimmt, um neue zielgruppenorientierte Inhalte ergänzt und Ressourcen optimal genutzt werden. In intensiver Zusammenarbeit mit dem Programm „Integration durch Sport“ beim Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) konnten in Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Maßnahmen umgesetzt und regelmäßige Bewegungs- und Sportgruppen eingerichtet werden. Der Kinder- und Jugendtreff „Das Blaue Haus“ im Stadtteil Geroldsäcker, in dem mehr als 50% der Einwohner einen Migrationshintergrund haben, ist ein Beispiel für die erfolgreiche Kooperation. Der Sportverein SSC Karlsruhe betreut regelmäßige Fußball- und Gorodki-Angebote am „Blauen Haus“. In Kooperation mit dem Schul- und Sportamt werden Tanzangebote für Mädchen umgesetzt.
Seit 2001 wird jährlich im Rahmen des Projekts „Integration mit Sport“ ein offenes Volleyballturnier für Freizeitmannschaften um den Pokal des Bürgermeisters der Stadt Karlsruhe veranstaltet. Mit dem Turnier wurden ursprünglich speziell Migrantenmannschaften angesprochen, was auch gelungen ist. Seit dem vergangenen Jahr ist es auch für andere Zielgruppen geöffnet, um die integrative Wirkung zu erhöhen.
Neben dem Gorodki-Projekt, das durch
seine nationalen und internationalen
Veranstaltungen weit über die Grenzen der Stadt bekannt
ist, findet das Gewaltpräventionsprojekt des
Integrationsnetzwerks "Boxen gegen Gewalt" (BogG)
immer mehr Anerkennung und Zulauf. Seit 2006 wird in
Kooperation mit der Polizei Karlsruhe und den
Sportvereinen Karlsruher
Sport-Club sowie dem Polizeisportverein
Karlsruhe und Schulen für 13 bis 17 jährige Jungen und
Mädchen ein regelmäßiges Boxtraining angeboten. Das
Training wird durch Theorieteile ergänzt. Dabei setzen
sich die Teilnehmenden gemeinsam mit eingeladenen
Experteninnen und Experten mit Themen wie Gewalt- und
Drogenprävention, Inhalten der Polizeiarbeit sowie dem
Sport- und Vereinssystem in Deutschland
auseinander.
