Karlsruhe: Stadtmarketing
Ort des Monats – "Stadtwerke Eiszeit" auf dem Friedrichsplatz
Leuchtende Augen und rote Nasen lugen aus bunten Schals und Mützen hervor, Kufen gleiten über das Eis und kleine Pinguine mischen sich unter die zahlreichen Schlittschuhbegeisterten. Im Hintergrund ertönt Musik und in den Bäumen funkeln Eiskristalle. Dieses winterliche Eisvergnügen bietet sich den Besucherinnen und Besuchern der "Stadtwerke Eiszeit" auf dem Friedrichsplatz in Karlsruhe.
Ohne die "Stadtwerke Eiszeit" ist die Weihnachtsstadt
Karlsruhe heute kaum vorstellbar. Seit 2003 ist die
Eislaufbahn auf dem Friedrichsplatz die beliebteste
Winter-Attraktion in Karlsruhe. Ob sportliches
Eisstockschießen, gewagte Manöver der
fortgeschrittenen Schlittschuhläufer oder zaghafte
Schritte der Eis-Neulinge - die "Stadtwerke Eiszeit"
bietet für jede Altersgruppe etwas. Wer sich trotz
Starthilfe mit den Eis-Pinguinen nicht auf das Eis traut,
kann es sich währenddessen in der Eiszeit-Lounge bei
warmen Leckereien gemütlich machen und dem Treiben auf der
Eislauffläche zuschauen.
Die Idee, Karlsruherinnen und Karlsruhern eine
Eisfläche unter freiem Himmel zu bieten, hatte 2003
Baudezernentin Heinke Salisch. Die Stadtmarketing
Karlsruhe GmbH setzte diese in die Tat um und übernahm die
Organisation. Die Kulisse für das neuartige Event wurde
schnell gefunden, der Platz beim Denkmal Karl-Friedrichs
von Baden vor dem Karlsruher Schloss. Bereits ein Jahr
darauf zog die "Stadtwerke Eiszeit" 2004 auf den
Friedrichsplatz um. Dieser neue Standort erwies sich als
schneller erreichbar, mitten in der Innenstadt und doch
eine kleine Welt für sich. So verlockend, dass auch der
Christkindlesmarkt mit einigen Buden und der
Glühweinpyramide seit 2010 hier zu finden ist.
Für die zahlreichen Gäste hat sich das Stadtmarketing
Jahr für Jahr neue Dekorationen, Aktionen und Angebote
einfallen lassen: von Lichtinstallationen über
Eiskristalle bis hin zu überdimensionalen
Adventslichterkerzen. Mit dem Besucherstrom wuchs
auch die "Stadtwerke Eiszeit". Während 2006 die Eisfläche
noch 650 Quadratmeter maß, ist sie heute über 1.000
Quadratmeter groß und gehört damit zu den größten
Freiluft-Kunsteisbahnen Süddeutschlands. Aufgeteilt in
zwei Bereiche, bietet die Eisfläche genügend Platz für
Erwachsene und Kinder.
Auch für das Auge bietet der Friedrichsplatz jährlich
neue Highlights. Am Staatlichen Museum für Naturkunde
Karlsruhe wurde 2008 jeden Tag ein Türchen eines
überdimensionalen Adventskalenders geöffnet und auf
dem Brunnen erstrahlte zum ersten Mal die sechseinhalb
Meter hohe Lichtpyramide. Während sich diese zum festen
Bestandteil der "Stadtwerke Eiszeit" entwickelte,
wechselte das Naturkundemuseum, vom Stadtmarketing
organisiert, immer wieder seine Fassade. Ob große
LED-Kerzen oder die leuchtenden Eiszapfen, alle Motive
harmonieren mit den eisblauen Kristallen in den
Baumkronen und bilden zusammen den perfekten Rahmen für
die kleine Winterwelt.
In diesem Winter gab es gleich vier Neuheiten. Die
Lichtpyramide misst nun acht Meter. Um sie herum führt
der neue 70 Meter lange Eisweg, der für noch mehr
Eislaufvergnügen sorgt. Damit die Eisoberfläche frisch
und glatt bleibt, sorgt das neue Eispflege-Gerät für eine
ausgezeichnete Eisqualität. Die neu installierte Webcam
zeigt die "Stadtwerke Eiszeit" im Internet und gibt so
Auskunft über Besucherzahl und Wetterverhältnisse vor
Ort.
Dieses Eisvergnügen können Besucherinnen und Besucher
aus Karlsruhe und der Region noch bis zum 29. Januar
nachgehen. Wenn sich die "Stadtwerke Eiszeit" langsam dem
Ende neigt, lädt "die neue welle on ICE" am 20. Januar zu
einem winterlichen Feierabendausklang ein. Zum
Abschluss inszeniert die Jugend des ERC Waldbronn am 29.
Januar Grimms Märchen auf dem Eis. Anschließend können die
Gäste eine Stunde gratis auf dem Eis Schlittschuh laufen.
