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Karlsruhe: Stadtgeschichte

750 Jahre Wolfartsweier. Ein Stadtteil im Lauf der Jahrhunderte

Ausstel­­lung vom 15. Oktober 2011 bis 4. März 2012 im Pfinz­­gau­mu­seum

Das Pfinz­­gau­mu­seum zeigt in diesem Jahr erneut eine Stadt­­­tei­laus­s­tel­­lung: Wolfarts­weier, seit 1973 Stadtteil von Karlsruhe, wurde 1261 erstmals schrift­­lich erwähnt. In jenem Jahr bestätigt Papst Urban IV. in einer Urkunde dem Kloster Gottesaue neben anderem Kloster­gü­ter und Gerecht­­same (recht­­li­che Befug­­nis­­se) in "Wolvol­­des­wi­le­re". Vermutlich ist die Geschichte des an der Römer­straße liegenden Ortes jedoch weitaus älter, denn bereits Stadt­­­bau­­meis­ter Weinbren­­ner grub in der unmit­tel­­ba­ren Nähe eine villa rustica ähnlichen Typs wie in Durlach aus und auch einen Ring aus keltischer Zeit fand man im 19. Jahrhun­­dert in Wolfarts­weier.

Dörfliches Leben prägte den Ort, der 1741 und 1837 zwei schwere Unwetter zu verkraften hatte, die Missernten und Hunger­jahre nach sich zogen. Bereits an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhun­­dert machte sich auch in Wolfarts­wei­er der Wandel vom Bauern- zum Arbei­ter­­dorf bemerkbar, mit der Muniti­­ons­fa­­brik Genschow (später Dynamit Nobel) zog sogar eine eigene Fabrik in den Ort. Von ihr zeugt heute immer noch der "Zündhütle" genannte Schrotturm, die Fabrik selbst schloss 1971 ihre Pforten, das Gelände ist heute mit Wohnhäu­sern bebaut.

Die Ausstel­­lung zeigt anhand von Plänen, Objekten und zahlrei­chen Fotos aus Archiven, Museen und Privat­­be­­sitz die Geschichte von Wolfarts­weier auf. Auch Geschich­ten, wie z.B. die Sage von den tapferen Stickeln, haben einen Platz in der Ausstel­­lung gefunden sowie auch das aktive Vereins­le­­ben in Wolfarts­weier.

Die Ausstel­­lung kann mit zahlrei­chen Führungen erkundet werden.

Der Eintritt beträgt 1 €, ermäßigt 0,50 €.

 

Begleitprogramm


Ausstellungsplakat

Ausstellungsplakat