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Karlsruhe: Kultur

Klassiker und Avantgarde

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie


 

Karlsruhe - lebendige badische Metropole in der direkten Nachbar­­schaft zum Schwarz­wald, zu Frankreich und zur Pfalz: Die dynamische Stadt beherbergt gleicher­ma­ßen Kunst und Technik, zwei Säulen, auf denen Karlsruhe schon seit seiner Gründung vor fast 300 Jahren steht. Der Fächer als Stadt­­­grun­d­riss galt 1715 weltweit als so innovativ wie es heute das Zentrum für Kunst und Medien­tech­no­lo­­gie ist. Wissen­­schaft­­li­che Forschung, künst­le­ri­­sche Kreati­vi­tät und Präsen­ta­tion sind dort unter einem Dach vereint. Koope­ra­tion und Austausch sind Gründungs­­ab­­sicht.


Stadt der Wissen­­schaft und Künste

Geprägt wird die Kultur­­stadt Karlsruhe durch eine Univer­si­tät von Weltruf. Das ehemalige Forschungs­­­zen­trum Karlsruhe und die Technische Univer­si­tät verschmol­­zen 2009 zum Karlsruher Institut für Techno­lo­­gie, kurz KIT genannt. Die neue Hochschule war bei der Exzel­len­­zi­­ni­tia­tive der Bundes­re­­gie­rung auf Anhieb erfol­g­reich.

Die Bildende Kunst und die Musik stehen in Karlsruhe hoch im Kurs. Museen und Galerien zeigen ihre wertvol­len Bestände in wechseln­­den Ausstel­­lun­­gen. Von der Antike bis heute, von den Alten Meistern bis zur künst­le­ri­­schen Avantgarde überzeugen Staatliche Kunsthalle, Badisches Landes­­mu­­seum und Städtische Galerie mit hochka­rä­ti­gen Exponaten. Aus den Karlsruher Kunst­­hoch­­­schu­len gingen namhafte Künst­le­rin­­nen und Künstler hervor.

Das Badische Staats­­­thea­ter, ein erstklas­­si­­ges Dreispar­ten­haus mit Ballett, Oper, Schauspiel sowie Kinder- und Jugend­­­thea­ter setzt überre­­gio­nal Maßstäbe. Zahlreiche Privat­büh­nen wie Sandkorn- und Kammer­­thea­ter, aber auch manche Amateur­bühne bieten mit vielsei­ti­­gen Programmen, vom Klassiker bis zum Volks­­­thea­ter anspruchs­voll Nachdenk­­li­ches und unter­hal­t­­sam Heiteres.

Ein voll entfal­te­ter musika­­li­­scher Fächer erwartet Musik­in­ter­es­­sierte jeden Alters in Karlsruhe. Freunde der Klassik wie die Fans von Rock und Pop, aber auch die Anhänger von Weltmusik, Chanson, Jazz und musika­­li­­scher Avantgarde kommen in der Kultur­­stadt Karlsruhe in zahlrei­chen Szeneclubs und in Veran­­stal­tungs­­or­ten wie dem Tempel in Mühlburg, dem Tollhaus, dem Substage und dem Jazzclub im Kreati­v­park "Alter Schlacht­hof" oder dem JUBEZ am Kronen­­platz auf ihre Kosten.


Medien­­stan­d­ort

Karlsruhe belegt Platz 2 beim Pro-Kopf-Kino-Besuch unter Deutsch­­lands Städten mit über 200.000 Einwohnern. Sie bietet vom kleinen Program­m­kino mit ambitio­­nier­ten Autoren­­fil­­men bis zum Filmpalast mit rund 3.000 Sitzplät­zen in mehreren Sälen für jeden Geschmack den passenden Streifen. Der öffentlich rechtliche Rundfunk und private Rundfunk­an­­stal­ten senden aus Karlsruhe. Vom Kreati­v­park "Alter Schlacht­hof" aus vernetzt das Filmboard Karlsruhe e.V. regionale Filmschaf­­fende und ist Ansprech­par­t­­ner für die landes- und bundes­wei­te Filmwir­t­­schaft.

Den Grundstein für diese lebendige Entwick­­lung legten die Markgrafen von Baden und ihre Nachfolger mit der Verla­­ge­rung ihrer Residenz von Durlach ins neu gegründete Karlsruhe, das sie in der Rheinebene ganz nach absolu­tis­ti­­schen Vorstel­­lun­­gen und dem Beispiel Versailles folgend gestalten konnten. Wie andere Fürsten sammelten sie - vielfach selbst kennt­­nis­reich und klug beraten - Altertümer, Gemälde, Bücher und natur­his­to­ri­­sche Exponate. Dafür errich­te­ten sie Museen, Galerien, Biblio­the­ken und Archive, die bis heute Straßen und Plätze der Stadt prägen.

Karlsruhes Archi­tek­tur bestimmen die zahlrei­chen klassi­­zis­ti­­schen Bauten Friedrich Weinbren­­ners. Sie prägen das Bild der Nord-Südachse des Karlsruher Fächers zwischen Schloss und Ettlinger Tor. Das späte 19. Jahrhun­­dert mit seiner Vorliebe für histo­ri­­sie­ren­de Fassaden und der Jugendstil in Ost- und Weststadt tragen wesentlich zum Lebens­ge­fühl der Karlsruher bei. Doch vor allem ist Karlsruhe die Stadt der Menschen- und Bürger­rechte, stadt­­­bild­prä­gend gestaltet im "Platz der Grund­rechte".


Kultur verbindet

"Kultur ist eine Grundlage unseres Zusam­­men­le­­bens und verbindet Menschen unter­­schie­d­­li­cher Herkunft", heißt es in den Karlsruher Leitlinien zur Integra­tion von Zuwan­­de­rin­­nen und Zuwan­­de­­rern. Das Mitein­an­­der aller Bevöl­ke­rungs­­­grup­­pen, das Inter­­kul­tu­relle und das Inter­re­­li­gi­öse besitzen daher in Karlsruhe einen hohen Stellen­wert.

Und wo gelingt dieses Mitein­an­­der besser als auf den vielen Karlsruher Festen: vom Linden­blü­ten­fest in der Weststadt bis zum Durlacher Altstadt­­­fest. Ganz oben auf der Liste aber steht "Das Fest" in der Günther-Klotz-Anlage, der grünen Lunge des Karls­ru­her Südwestens. Es ist, ganz anders als sein Name es vermuten lässt, ein Mega-Event.Auch die kleineren Feste wie das Brahms­­platz­­fest in Mühlburg und das Südstadt­fest am Werder­­platz mit seinem India­­ner­­brun­­nen finden den regen Zuspruch von Karls­ru­hern und Gästen. pz