Karlsruhe: Kultur
Kulturwegweisung im Stadtgebiet
Seit Freitag, den 5. Mai 2006, weisen markante blaue und 2,80 m hohe Stelen Fußgängern den Weg zu den zahlreichen kulturellen Einrichtungen und touristischen Zielen in Karlsruhe. Mit der Kulturwegweisung hat Oberbürgermeister Heinz Fenrich am Morgen ein weiteres Projekt zur Zukunft der Karlsruher Innenstadt "in Betrieb genommen", das in hohem Maße die Attraktivität der City für den Verkehr und insbesondere für Fußgänger stärkt und Einwohnern und auswärtigen Besuchern gleichermaßen erleichtern soll, die kulturellen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten rasch zu finden.
Die neue flächendeckende und speziell für Fußgänger konzipierte Wegweisung, die in dieser Form nur in wenigen Städten angeboten wird, hebt sich aus konzeptioneller Sicht von den meisten anderen Systemen ab. Werden auf den meisten bestehenden Systemen nur Ziele in der unmittelbaren Umgebung ausgewiesen – eine Orientierung ist damit allenfalls in einem Radius von wenigen hundert Metern möglich – so ist in der Karlsruher Innenstadt nun eine Vielzahl von Zielen über eine deutlich größere Fläche in die Kulturwegweisung integriert.
Die städtischen Verkehrsplaner haben in
Zusammenarbeit mit dem Kulturamt ein Achsenkonzept
entwickelt, welches den Besuchern auch über größere
Entfernungen hinweg anhand von Leitzielen (in Form der
bedeutsamen Plätze) über die großen Fußgängerachsen
(Kaiserstraße, Erbprinzenstraße, Karl-Friedrich-Straße)
auch über größere Entfernungen Orientierung bietet.
Dies geschieht in Verbindung mit speziell gestalteten
Stadtplanausschnitten, die an den meisten Stelen
angebracht sind und die neben den Zielen auch die Lage von
Straßenbahnhaltestellen und Parkhäusern
darstellen.
Die Kulturwegweisung für Fußgänger ist damit zugleich
eine lückenlose Fortsetzung des Parkleitsystems und der
Fahrplanauskunft im öffentlichen Nahverkehr. Die
Zielfindung für den Besucher einerseits und
Wegbeschreibung zu einem Ziel in Karlsruhe andererseits
werden logischer und einfacher.
Die neuen Stelen sind so angebracht, dass sie nach dem
Verlassen des Parkhauses bzw. der Haltestelle von den
Besuchern beim ersten Umherblicken gesehen werden
können. Durch ihre markante Höhe von 2,80 m sind die
Stelen bereits aus einiger Entfernung auch in belebten
Straßen zu sehen. Dennoch haben die Stelen aufgrund ihrer
schlanken Gestaltung und dezenten Farbgebung eine
zurückhaltende Erscheinung im Stadtbild der Innenstadt.
